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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

2. Juni 2010 3 02 /06 /Juni /2010 21:33

Nach den ersten beiden Teilen dieser Serie weißt Du, wie man den Audio Master als Karaoke-Maschine benutzen und seine Songs auch aufnehmen kann. Das ist zwar einerseits bereits die halbe Miete aber andererseits eben auch erst diese. Genauso wichtig ist nämlich auch die eigentliche Studioarbeit, das Abmischen und Mastern der Aufnahme.  

   Wenn Du weißt, wie man mit dem Audio Master abmischt und mastert, kannst Du auch eigene Songs aus selbst gemachten Midispuren und Audio-Takes aufnehmen und bearbeiten. Und schließlich möchtest Du aus der fertigen Aufnahme wohl auch ein MP3 machen, damit Du sie auf dem MP3-Player mitnehmen oder auch ins Netz stellen kannst. Beim Veröffentlichen musst Du jedoch vorsichtig sein: Wenn Du einen Song komplett selbst geschrieben hast, ist das kein Problem, denn Dir gehören alle Rechte daran, genauso auch, wenn Du ein Volkslied verwendest und (sicherheitshalber) das Kodieren als MIDI-File selbst erledigst. Bei fremden Songs wird es gefährlich: Du verwendest dabei ja geistiges Eigentum Anderer und das kann erheblichen Ärger bringen. Also Finger weg vom Veröffentlichen von Karaoke-Aufnahmen, auch wenn sie noch so toll klingen!

Abmischen und Mastern

    Wenn Du, wie ich es Dir empfohlen habe, Kopfhörer benutzt und damit Deinen Gesang ohne irgendetwas anderes auf der Audiospur hast, kannst Du die Aufnahme abmischen. Mit den Schiebereglern für die einzelnen Spuren im Mixerfenster, kannst Du diese lauter und leiser stellen. Du kannst sie auch mit der grünen Schaltfläche links unten neben dem Schieberegler ein- und ausschalten sowie mit der Solo-Schaltfläche für sich allein anhören. Ganz unten befindet sich der Pan-Regler, mit dem Du die Stereo-Position der jeweiligen Stimme einstellen kannst (mehr links, mehr rechts, in der Mitte...)

   Ein ganz besonderes Bonbon dabei ist, dass Du auf diese Weise auch die Karaoke-Dateien oft vorhandene Midispur mit der Melodie des Gesanges (oft ist ihr als Sound auch noch ein penetrantes Gedudel zugeordnet) ausblenden kannst, die beim Singen dazu dient, Dich zu führen. Ist dieses Gedudel nämlich in der fertigen Aufnahme noch vorhanden, erkennt jeder Eingeweihte sofort, dass es sich um eine Karaoke-Aufnahme handelt und auf jeden Fall verschandelt sie das ganze Stück. Probiere einfach aus, welche der Midispuren diese Stimme enthält und schalte sie ganz ab.

   Du kannst Dein komplettes Stück auch abspeichern. Dazu wählst Du „Save Sequence“ aus dem File-Menü und klickst Dich mit dem erscheinenden Datei-Dialog zum gewünschten Ordner. Beim ersten Abspeichern wirst Du außer nach dem Dateinamen auch nach einem Ordnernamen für das Stück gefragt, den der Audiomaster speichert einen ganzen Satz von Dateien für eine Sequenz, die er in einem Ordner zusammenfasst.

quatzmastern

Beim Mastern muss "Waveausgang Mix" im Audio-Input-Dialog als Quelle für den Toneingang ausgewählt sein

 

   Wenn Dir die Einstellungen gefallen, kannst Du die Master-Spur erzeugen. Das funktioniert im Prinzip genauso wie das Aufnehmen des Gesangs: Du wählst ein Spur aus, auf die Du den abgemischten Song aufnehmen willst und schalltest beide Kanäle ein, falls das Ganze Stereo werden soll. Wichtig ist, dass Du nun in der Windows-Lautstärkeregelung den Waveausg.-Mix als Soundeingang an Stelle des Mikrophons für die Aufnahme einstellst. Dann wird alles das, was die Soundkarte auf ihren Ausgang, also auf Boxen oder Kopfhörer, leitet, wieder als Eingang verwendet – sprich: Das was Du als Ergebnis Deiner Abmischerei hörst, wird aufgenommen. Mit dem Lautstärkeregler für Waveausg.-Mix kannst Du Deine Master-Spur aussteuern. Lass dazu Dein Stück zunächst mit der Abspiel-Schaltfläche laufen ohne aufzunehmen. Dabei stellst Du den Lautstärkeregler so ein, dass die Pegelanzeige an Deiner Masterspur nicht ständig ins Rote ausschlägt.

   Wenn der Pegel eingestellt ist, kannst Du die Master-Spur erzeugen. Setze den Abspielcursor wieder an den Anfang Deines Stücks und klicke am Sequenzer auf die Aufnahme-Schaltfläche. Wenn das Stück durchgelaufen ist, klickst Du die Stopp-Taste an und beantwortest „Keep this recording?“ mit dem Yes-Button. Setzt Du nun noch den Abspielcursor an den Anfang des Stückes und schaltest Deine Masterspur auf Solo, dann kannst Du Dir die abgemischte Version Deines Songs anhören.

Ein Mp3 machen

    Wenn Dir das Stück gefällt, kannst Du es auch als Mp3 abspeichern. Wenn nicht, löschst Du die Masterspur einfach und machst eine neue, solange, bis Dir da Ergebnis gefällt. Natürlich kannst Du auf diese Weise auch eine Gesangs- oder sonstige Audiospur neu aufnehmen, wenn sie Dir nicht zusagt.

quartzmp3Der Dialog zum Exportieren einer Audiospur (normalerweise der Masterspur) als MP3

 

   Um ein Mp3-File zu machen, wählst Du zunächst Deine Masterspur mit einem Mausklick aus. Dann gehst Du in das File-Menü und wählst dort Export – Audio. Nun erscheint ein Datei-Dialog, mit dem Du Dich zu dem Ordner klickst, in dem Du Deine Arbeit abspeichern möchtest. Gib jetzt noch einen Namen dafür ein und wähle im Dropdownmenü für den Dateityp „Quartz Mpeg Layer 3“, dann kannst Du auf „Speichern“ klicken und die Erstellung des Mp3-Files beginnt. Nach einer kurzen Zeit erscheint noch ein Dialog, in den Du einige Angaben zum Stück machen und die Kompressionsqualität wählen kannst.

   Egal, ob Du hier etwas eingibst bzw. die vorgegebene Kompression veränderst oder nicht, kannst Du auf „OK“ klicken und die Verarbeitung beginnt. Das kann je nach Länge Deines Stückes und Leistung Deines Computers ein wenig dauern. Am Ende befindet sich jedoch das Mp3-File mit Deiner Musike auf Deiner Platte. Du kannst es mit jedem Abspielprogramm, welches Mp3s wiedergibt, abspielen und natürlich auch auf Deinen Mp3-Player übertragen und mitnehmen.

Weitere Möglichkeiten mit Quartz

    Wenn Du auf die beschriebene Art und Weise Deine erste „Studioaufnahme“ gemacht hat, bist Du mit den wichtigsten Funktion des Quartz Audio Masters vertraut und kannst sie auch für andere Zwecke einsetzen.

   Ich habe zum Beispiel damit meine Erzählung „Ein Zwerg räumt auf“ als Podcast aufgenommen und ein bisschen mit selbstgemachter Musik „garniert“. Das Ergebnis kannst Du Dir bei Podspot anhören.

   Du musst zum Beispiel nicht unbedingt vorgefertigte Midi-Dateien verwenden, sondern kannst sie mit einem Midi-Codierprogramm auch selbst machen. Du kannst so beispielsweise Bass- und Schlagzeugpart eines Songs als Midi-Datei codieren, zwei Gitarren und den Gesang aufnehmen un das ganze auf die verbleibende vierte Spur mastern. Falls es übrigens Probleme gibt und eine Spur beim Mastern nicht funktionieren will, was bei mir manchmal vorkommt, verschiebe einen der Audioparts dorthin und mastere auf die so freigewordene Spur.

Einige nützliche Werkzeuge

    Für eigene Aufnahmen ist es ganz nützlich, wenn man noch ein paar weitere Werkzeuge des Audio Masters kennt: Wenn Du mit der rechten Maustaste auf eine der Spuren klickst, macht ein kleines Tooltip auf, mit dem Du einige Werkzeuge auswählen kannst.

     Standardmäßig ist das Auswahlwerkzeug, der Pfeil, eingeschaltet. Außerdem gibt es unter anderem die Schere (Scissors) und den Stift (Pen), die beide recht nützlich sind. Mit der Schere kannst Du Audio und Mid-Blöcke trennen, indem Du einfach an die Stelle klickst, an der Du trennen willst. Es ist ein bisschen fummelig, die jeweils richtige Stelle zu treffen. Wenn es nicht auf Anhieb klappt, kannst Du den Vorgang auch mit Strg-Z rückgängig machen und dann wiederholen.

quartzwerkzeuge

Die Werkzeuge zum Bearbeiten der Spuren

 

   Mit dem Pen (Stift) kannst Du auf der Platte befindliche Teile von Stücken einfügen. Wenn Du Dein Take abgespeichert hast, sind die einzelnen Midi- und Audioblöcke als separate Dateien vorhanden, deswegen auch die Frage nach einem Namen für ein Verzeichnis beim Abspeichern, in welchem Du nun diese „Einzelteile“ findest und mit dem Pen einfügen kannst. Du kannst auf diese Weise zum Beispiel eine Phrase oder ein Riff nur einmal aufnehmen und mehrfach in einem Stück verwenden.

   Ebenfalls interessant ist das Glue-Tool, der Kleber. Damit kannst Audio- und Midiblöcke zusammenkleben. Es gibt noch mehr Werkzeuge, aber die wirst Du am Anfang noch nicht brauchen.

Ein Beispiel für eine Aufnahme

    Die vier Audiospuren von Quartz Audio Master sind ein bisschen wenig, aber für solche kleinen Sachen kommt man damit zurecht. Ich habe bei der Aufnahme meiner Erzählung „Ein Zwerg räumt auf“ als Podcast zunächst den Text aufgesprochen. Du kannst dabei, wenn es sich um längere Texte handelt, durchaus auch mehre Abschnitte machen, so wie ich es auch getan habe und zwar habe ich vor allem an den Zwischenüberschriften unterbrochen, so dass ich später hier jeweils eine kleine musikalische Überleitung einbauen konnte.

   Anschließend habe ich die zwei Stimmen des Gitarrenstücks nacheinander aufgenommen, miteinander abgemischt und eine Art „Zwischenmasterspur“ daraus gemacht. Anschließend habe ich die Blöcke auf der Vorlesespur an den Stellen mit den Zwischenüberschriften auseinandergerückt, und dort auf einer anderen Spur mit dem Pen die „Zwischenmasterspur“ mit dem Gitarrenstückchen eingefügt und zwar so, dass sie sich mit den Vorleseblöcken überlappte. Wenn Du das Stift-Werkzeug verwendest, kannst Du damit nämlich einen Part aus dem Verzeichnis (dem Ordner) holen, der beim Abspeichern des Stückes angelegt wurde und, wenn Du willst, auch mehrfach, an beliebigen Stellen im Stück einfügen.

   Beim endgültigen Mastern habe ich die beiden Spuren mit den einzelnen Gitarrenstimmen dann nicht mehr benutzt, sondern immer kurz vor dem Ende eines Vorleseblockes mit dem zugehörigen Lautstärkeregler die komplette Musik auf der „Zwischenmasterspur“ auf- und nach Beginn des nächsten Blocks wieder abgeblendet.

   Das, was ich Dir hier verraten habe, ist zwar noch lange nicht alles, was man mit dem Quartz Audio Master machen kann, aber für die ersten Experimente mit dem eigenen Tonstudio auf dem Schreibtisch sollte es reichen. Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

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