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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

8. März 2012 4 08 /03 /März /2012 19:19

Poker spielt in den USA als beliebtes Kartenspiel in etwa eine Rolle, wie sie bei uns Skat spielt. Wie Skat ist Poker kein reines Glücksspiel und wird auch gerne in geselliger Runde gespielt. Ähnlich wie beim Skat, gibt es beim Poker auch Wettkämpfe und sogar Meisterschaften. Nicht zuletzt wohl, weil man Poker online spielen kann, ist dieses Kartenspiel in letzter Zeit auch bei uns bekannt geworden und bei vielen Leuten beliebt.

 Hunde beim Poker Spielen2

Poker kann offenbar tierisch Spaß machen... (Quelle: Wikimedia Commons/PD)

 

   Poker existiert in einer ganzen Reihe von Variationen, von denen die derzeit wohl beliebteste die Variante Texas Holdem ist. Grundsätzlich geht es beim Poker darum, bestimmte Kombinationen aus bis zu fünf Karten zu bekommen. Diese Kombinationen, auch Hands oder Hände genannt, sind durch die Spielregeln in einer Rangfolge geordnet und es gewinnt derjenige Spieler, der entweder die Hand mit dem höchsten Rang oder als einziger nicht gepasst hat.

Glück, Mathematik und Psychologie

   Die grundsätzliche Funktionsweise von Poker lässt sich an der älteren und früher sehr beliebten Variante Five Card Draw gut erklären. Zu Beginn des Spiels muss jeder Spieler einen Grundeinsatz, das so genannte Ante leisten und erhält fünf Karten, die er verdeckt hält. Normalerweise kann er davon eine festgelegte Anzahl ablegen und dafür neue kaufen.

   Nun wird reihum geboten. Dabei hat man mehrere Möglichkeiten: Man kann passen, mitgehen oder erhöhen. Wenn man passt, verliert man natürlich seinen Einsatz. Wenn alle Spieler bis auf einen passen, gewinnt dieser. Ansonsten erfolgt, wenn niemand mehr erhöht, der Showdown und es gewinnt der Spieler, der die höchstwertige Hand hat. Der Gewinner streicht natürlich den gesamten Einsatz – den Topf oder Pot – ein.

     Das Prinzip beim Poker besteht also letztendlich darin, darauf zu wetten, dass man selbst die höchstwertige Hand hat. Weil man die Höhe des Einsatzes erst bestimmt, wenn man bereits seine Karten hat und somit seine Chancen abschätzen kann, ist Poker kein reines Glücksspiel, obwohl es rechtlich als solches gesehen wird. Ob man eine gute Hand bekommt, ist Glückssache, abzuschätzen, wie viel man darauf setzen kann, ist Mathematik.

   Die Kunst des Pokerns besteht nun auf jeden Fall einmal darin, je nach der eigenen Hand den richtigen Betrag zu setzen, so dass man mit schlechten Händen möglichst wenig verliert und mit guten möglichst viel gewinnt. Da die Stochastik dafür sorgt, dass gute und schlechte Hände auf lange Sicht einigermaßen gleichmäßig verteilt sind, gewinnt ein guter Pokerspieler mehr als er verliert, kann also beim Pokern Geld verdienen.

     Spielt man nicht im Internet, sondern „life“, kommt eine psychologische Komponente hinzu: Man kann versuchen, die anderen Spieler zu „lesen“, also anhand ihres Gesichtsausdrucks, ihrer Körpersprache und so weiter abzuschätzen, ob sie gute oder schlechte Karten haben. Umgekehrt setzt ein versierter Pokerspieler das sprichwörtliche Pokerface auf, um seine eigenen Emotionen zu verbergen. Er kann sogar so weit gehen, mit subtilen Signalen eine schlechte oder gute Hand vorzutäuschen und die anderen Spieler im ersten Fall zu hohen Einsätzen zu verleiten und im zweiten zu entmutigen, so dass sie aufgeben. Das ist das berühmte Bluffen beim Poker.

     Dieser zweifellos reizvolle – und zusätzliche Gewinnchancen für echte Pokerfaces bietende – Aspekt der Pokerspiele fehlt natürlich beim Online Poker weitgehend, sieht man von den Chats ab, die in Online-Pokerräumen oft vorhanden sind und davon, dass sich auch das Setzverhalten der anderen Spieler deuten lässt. Da die meisten Spieler jedoch keine ausgekochten Kartenhaie sind, ist dies aus Sicht des Normalspielers sogar eher als Vorteil zu sehen.

Texas Holdem und andere Varianten  

   Beim Five Card Draw hat jeder Spieler sehr wenig Informationen. Er kennt die eigene Hand und damit gleichzeitig fünf – oder wenn er abgelegt und gekauft hat, etwas mehr – Karten, die logischerweise keiner der anderen Spieler haben kann. Das ist aber auch schon alles. Der Reiz liegt hier vor allem im psychologischen Bereich und ist in gewisser Weise auch daran gekoppelt, dass es um Geldbeträge geht, die nervös machen.

     Anders ist es bei Varianten, bei denen ein Teil der Karten offen liegt. Hier hat man nun mehr Informationen und entsprechend mehr Möglichkeiten, zu spekulieren, was die anderen Spieler haben könnten. So wird Poker wie Skat, Binokel und dergleichen nicht nur auch dann reizvoll und interessant, wenn man um geringe oder rein virtuelle Einsätze wie Spielmarken oder Zündhölzer spielt, sondern es lässt sich so auch gut online spielen, so wie andere Spiele auch, bei denen das Können eine Rolle spielt.

   Eine früher übliche Variante ist Five Card Stud, bei der die Karten während der Bietrunden ausgeteilt werden. Wer bis zum Schluss mitgeht, hat vier offene und eine verdeckte Karte vor sich. Der Knackpunkt ist hier, dass man während des Bietens immer mehr Informationen bekommt und dabei über das eigene Blatt so viel oder so wenig weiß wie über die Blätter der anderen. Um diese Variante geht es übrigens auch in dem Film „Cincinatti Kid“ mit Steve McQueen.

   Es gibt auch eine Variante namens Seven Card Stud. Hier bekommt jeder Spieler, der bis zuletzt dabei ist, vier verdeckte und drei offene Karten. So wie bei allen Pokerspielen mit mehr als fünf Karten werden hier jedoch nur bis zu fünf Karten gewertet.

     Die derzeit wohl beliebteste Poker-Variante ist Texas Holdem, die wie auch andere Pokerspiele von vielen Online-Casinos angeboten wird. Das Kennzeichen der Holdem-Varianten ist, dass die Hand nicht nur aus den eigenen Karten gebildet wird, sondern dass auf dem Tisch Gemeinschaftskarten liegen. Beim Texas Holdem liegen fünf Gemeinschaftskarten, so genannte Board Cards, offen auf dem Tisch und jeder Spieler hat zwei eigene Karten, die Hole Cards, die er verdeckt hält. Zum Bilden seiner Hand stehen jedem Spieler also insgesamt sieben Karten zur Verfügung, von denen er die fünf besten auswählt.

   Eine andere Holdem-Variante ist Omaha Holdem. Hier liegen ebenfalls fünf Gemeinschaftskarten offen auf dem Tisch, die Spieler bekommen jedoch jeweils vier Hole Cards. Die Hände werden aus jeweils zwei der vier eigenen und drei der fünf Board Cards gebildet.

Mit Poker Geld verdienen?

   Roulette und Lotto beispielsweise sind reine Glücksspiele. Sie stellen so genannte Laplace-Experimente dar, bei denen jeder Ausgang gleich wahrscheinlich ist. Zum Zeitpunkt des Setzens hat man außerdem keinerlei Anhaltspunkt für den Ausgang. Bei dieser Art von Spielen gewinnt auf lange Sicht immer nur der Veranstalter: Entweder er schüttet wie beim Lotto nur einen bestimmten Teil der Einsätze als Gewinne aus oder er hat wie beim Roulette einen „eingebauten“ Vorteil.

   Beim Poker, ob im „richtigen“ oder im Online-Casino, hingegen verdient der Veranstalter, indem er ein Art Miete oder Spielgebühr erhebt: Er bekommt einen gewissen Prozentsatz von jedem Einsatz, der getätigt wird. Daher nehmen Spieler, die viel gewinnen, dem Veranstalter auch nichts weg sondern lassen ihn sogar mehr verdienen: Da zu hohen Gewinnen natürlich auch hohe Einsätze gehören, ist auch der Anteil des Veranstalters entsprechend hoch, wenn ein Spieler so richtig abräumt.

   Wie bereits erläutert hat es der Spieler beim Poker in der Hand, seine Einsätze den jeweiligen Gewinnchancen anzupassen. Daher kann er mit der richtigen Strategie tatsächlich auf längere Sicht und dauerhaft mehr gewinnen als verlieren und so unter dem Strich Geld verdienen. Professionelle Spieler spielen sehr viel Online-Poker, da sie hier ihre Spielzeiten sehr flexibel gestalten und vor allem auch an mehreren virtuellen Tischen gleichzeitig spielen können.

   Hinsichtlich der Tatsache, dass man mit entsprechendem Können damit Geld verdienen kann, ähnelt Poker dem Wetten auf Pferde. Der Pferdewettprofi sollte aber selbst ein Pferdenarr und Liebhaber des Pferderennsports sein und Spaß daran haben, viel Zeit auf der Rennbahn, in den Ställen und mit den Leuten dort zu verbringen, um stets die aktuellen Informationen zu besitzen. Beim Profi-Poker hingegen kommt es darauf an, einmal das Spiel verstanden zu haben sowie die Strategien zu kennen und anwenden zu können. Online Poker kann man auch von zuhause aus spielen und immer dann, wenn man gerade Zeit hat.

   Keinesfalls sollte man jedoch denken, dass man mit dem Online Poker so eben mal reich werden kann. Professionelle Pokerspieler arbeiten nach dem Motto „Der Profi lebt vom Doofi“: Ihr Gewinn resultiert aus den Verlusten der weniger guten Spieler. Wer also wirklich mit dem (Online-)Pokern Geld verdienen will, muss entsprechend gut sein, damit er nicht zu denen gehört, welche die Gewinne der Profis aufbringen. Aber auch dann ist Online Poker zeitaufwendig und damit Arbeit, denn man verdient ja immer nur die Differenz zwischen den Gewinnen und den Verlusten, wovon dann auch noch die Gebühren des Veranstalters abgehen. Die Suchtgefahr sollte man ebenfalls bedenken, die dem Poker natürlich, wie allen anderen Glücksspielen auch, innewohnt.

   Es gibt Möglichkeiten, im Internet an kostenlosen Pokerspielen teilzunehmen und so zu üben, ohne Geld zu riskieren. Trainieren kann man im Prinzip auch mit Poker-Software, wobei das Problem ist, dass es keine wirklich guten Poker-Programme gibt. Das liegt daran, dass Pokern nicht nur aus Mathematik, sondern auch aus Psychologie besteht: Selbst beim Online Poker kann man aus dem Setzverhalten eines Spielers Rückschlüsse auf dessen Hand ziehen. Diese intuitive Komponente lässt sich jedoch kaum mit einem Computerprogramm abbilden.

     Wer nun mehr über das Pokern, Strategien und Online-Pokertische wissen will, kann bei einem Poker-Portal wie Pokerzeit.com anfangen. Dort gibt es Links zu Poker-Seiten und Poker-Turnieren sowie vor allem auch Informationen über Pokerregeln und -strategien.

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