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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

22. Dezember 2011 4 22 /12 /Dezember /2011 09:46

Die Technologien, mit denen man Strom aus regenerativen Quellen gewinnt sind in der Regel gut skalierbar, man kann sie also in unterschiedlich großen Maßstäben sinnvoll nutzen. Da darüber hinaus die Energiequellen Wind, Sonne und Biomasse praktisch überall verfügbar sind, eignen sich die alternativen Energiequellen gut für eine regionale Energiegewinnung. Das jedoch würde den großen Energiekonzernen das Geschäft verderben, das in einer zentralen Erzeugung und weiträumigen Verteilung von Strom besteht.

Strommasten im Mittelspannungsnetz 

Strommasten des Mittelspannungsnetzes: Bei einer regionalen Stromerzeugung wird das Hoch- und Hochspannungsnetz weitgehend überflüssig

 

   Es ist noch gar nicht so lange her, da ignorierten die großen Stromkonzerne die regenerativen Energiequellen. Zwar sah man hier und da in den Windparks auch Maschinen mit dem Logo eines der Energieriesen, aber diese paar Windräder machten mehr oder weniger den Eindruck, vor allem eine Alibi-Funktion zu haben.

Stromkonzerne entdecken regenerative Energiequellen für sich 

   Das hat sich mittlerweile geändert. Offenbar haben die Konzerne gemerkt, dass weder mit der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen, noch mit Atomenergie auf die Länge gesehen noch Geld verdient werden kann und dass die regionale Stromerzeugung aus regenerativen Quellen ihnen das Geschäft verdirbt, da ihre Hoch- und Höchstspannungsnetze überflüssig werden. Daher versuchen sie jetzt, die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen für ihre Art der Energiegewinnung und -verteilung zu adaptieren.

   Offshore-Windparks und Groß-Sonnenkraftwerke wie Desertec sind Versuche, regenerative Energiequellen zentralisiert zu nutzen. So könnten die Energiemultis den erzeugten Strom weiterhin über ihr Leitungsnetz verteilen und im Geschäft bleiben. Dass in diesem Zusammenhang offenbar auch wirkungsvolle Lobbyarbeit geleistet wurde, merkt man daran, dass trotz der so genannten Energiewende neuerdings ein schäferer Wind für die private, lokale und regionale Energiegewinnung aus regenerativen Quellen weht und auf einmal überall zu hören ist, dass die Umstellung auf regenerative Energiequellen einen teuren Ausbau der überregionalen Stromnetze erfordern würde.

Stadtwerke wehren sich

   Allerdings gibt es auch hier schon wieder ein Gegenströmung. Jetzt sind es die lokalen bzw. regionalen Energieversorger, die Stadtwerke also, die einen Platz auf dem Energiemarkt beanspruchen. Viele Stadtwerke wollen nicht mehr nur von auswärts bezogenen Strom verteilen, sondern selbst welchen erzeugen  - natürlich aus regenerativen Quellen. Das ist auch ein sinnvolle Sache, denn warum soll man Strom über weite Entfernungen heranschaffen, wenn man ihn auch vor Ort erzeugen kann?

  Wie man in diesem SPON-Artikel lesen kann, sind die kommunalen Versorger schon seit Jahren bestrebt, mehr elektrische Energie selbst zu erzeugen. Ihren Anteil an der Stromerzeugung von derzeit 10% wollen sie mittelfristig auf 25% mehr als verdoppeln. Das ist eine sinnvolle Sache, denn die Zukunft gehört nicht der Globalisierung, sondern der Regionalisierung.         

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Kommentare

Samuel 12/22/2011 11:28

Dass das Oligopol der Stromkonzerne in Deutschland sich für regenerative Energien einsetzen und gleichzeitig ihre auf fossilen Energieträgern beruhenden Kraftwerke zurückschrauben will, glaube ich
erst, wenn ich es sehe. Und da sehe ich nichts. Logisch, ein nachhaltiges, dezentralisiertes Energieversorgungssystem passt denen ja nicht in den Kram.
Die machen so lange so weiter, wie es sich noch rentiert, egal, was für langfristige Folgen daraus entstehen können bzw. wie schwierig es sein wird, kurz vor 12 das System umzustellen. Kann sich ja
die nächste Generation mit rumplagen.

Fokko 12/22/2011 11:53



"Dass das Oligopol der Stromkonzerne in Deutschland sich für regenerative Energien einsetzen und gleichzeitig ihre auf fossilen Energieträgern beruhenden Kraftwerke zurückschrauben will, glaube
ich erst, wenn ich es sehe."


Das werden sie müssen, ganz einfach weil die Kohle ja ausgeht. Zunächst waren sie da anscheinend recht hilflos, aber jetzt haben sie rausgekriegt, dass man die Techniken der Energiegewinnung aus
regenerativen Quellen auch für ihre Bedürfnisse - zentrale Erzeugung von Strom -  zurechtbiegen kann - auch wenn das volkswirthaftlicher Blödsinn ist.


Und genau das ist das Problem. Allerdings werden die regenerativen Energiequellen das Oligopol der Stromkonzerne so oder so zumindest in einem gewissen Grade brechen: Sie können jetzt nie mehr
für den Strom verlangen, als er kostet, wenn man ihn selbst erzeugt.


 



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