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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

11. September 2010 6 11 /09 /September /2010 09:27

Selbstversorgung macht ja nicht zuletzt auch Spaß, weil es schon seinen Reiz hat, Selbsterzeugtes auf den Tisch zu bringen. Aber nicht Jeder hat die Möglichkeit, selbst zu gärtnern, zu jagen oder zu fischen. Neben den "physischen" Möglichkeiten Jagd, Sammlerei und Landwirtschaft gibt es aber auch noch eine weitere, nicht ganz so direkte Möglichkeit, Leckeres gewissermaßen aus eigenen Erträgen auf den Tisch zu bringen: Geldanlagen, deren Rendite nicht in schnödem Bargeld, sondern in Naturalien ausgeschüttet wird.

   Diese Form der Anlage ist zwar nicht gerade alltäglich, aber es gibt sie auch nicht erst seit gestern. Eine Winzerin zum Beispiel, bietet schon seit 1994 Wein als Dividende für Kapital an, das man in ihr Weingut investiert. Das Prinzip ist einfach: Der Zins wird wie bei anderen Anlagen auch aus Zinssatz und und Kapital berechnet. Nur wird er eben nicht in Bar ausgezahlt, sondern der Anleger kann dafür aus dem Sortiment des Hauses bestellen.

  Genauso funktioniert es auch bei anderen Anbietern, die andere Produkte liefern, so dass man bei entsprechender "Kapitalstreuung" jedes Jahre einen hübschen, bunten Präsentkorb zusammen bekommt, der gewissermaßen mit Selbsterzeugtem gefüllt ist. So gibt es etwa auch Bauern, die einen Hofladen betreiben, in dem man für seine Dividende einkaufen kann. Das ist nicht nur variabler, sondern liefert anstatt Besonderem für besondere Gelegenheiten Alltägliches für die Küche.

  Ein interessanter Effekt dabei ist, dass bei der Ausschüttungs des Zinses in Naturalien der üble Effekt des Zinssystemes nicht auftritt, den ich in meiner Artikelreihe "Wo kommt eigentlich das Geld her?" erläutert habe: Da der Schuldner ja kein Bargeld zur Bezahlung der Zinsen auf das geliehene Kapital aufbringen muss, muss niemand neue Schulden machen, damit die Geldanlage bedient wird. Daher ist diese Anlageform auch volkswirtschaftlich gesehen eine tolle Sache, da es der fortschreitenden Ver- und Überschuldung durch den Zinseffekt entgegen wirkt.  

 Mehr über diese recht originelle Form der Geldanlage erfährt man in diesem Artikel auf Spiegel Online. Guten Appetit!

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Kommentare

Anika 09/14/2010 14:49


Dein Artikel ist super! Ich habe Klavierstunden mit eine Frau und ich bezahle nichts. Ich mache aber Englischstunden und so ist es...naturalien bezahlen:D


Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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