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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

18. August 2010 3 18 /08 /August /2010 10:46

Es gibt eine Reihe von Angewohnheiten, die nerven. Im Netz ist das nicht anders als im richtigen Leben. Ein Beispiel für üblen Netz-Nerv sind ToFu-eMails. ToFu hat außer der ulkigen Namensgleichheit eigentlich nichts mit dem japanischen Sojaquark Tofu zu tun - höchstens, dass manche weder das eine noch das andere mögen.

   "ToFu" steht für "Text oben - Fullquote unten". Damit ist gemeint, dass in der Antwort auf eine eMail deren Text unter dem der Antwortet vollständig zitiert wird. Das passiert offenbar, weil in einem gängigen eMail-"Programm", das die Leute nutzen, die es nicht besser verstehen (und das sind offenbar die meisten) beim Beantworten einer eMail der Cursor vor den zitierten Text der zu beantwortenden Mail gesetzt wird.

Ohne Nachdenken geht es halt schief 

   Der Netznormalo tippt dann, ohne sich weiter Gedanken zu machen, einfach wild drauf los und klickt schließlich auf "Absenden". Jetzt geht der komplette Text der ursprünglichen Mail wieder mit zu deren Absender. Wenn der auch wieder antwortet und von der gleichen Zunft ist, wie sein Partner, steht in dessen Mail dann außer der Antwort der Text seiner ursprünglichen Mail und der der Antwort seines Gegenübers. Mit jedem weiteren Wechsel wächst so der Datenschrott unter der Unterschrift des jeweiligen Absenders, welcher keinerlei relevante Informationen Informationen enthält. Wenn jetzt zwei Leute per eMail ein Thema länger auswalzen, kann man sich leicht vorstellen, dass der Datenschutt unter dem eigentlichen Inhalt jeder Mail schnell die Ausmaße eines Spiegel-Artikels erreicht. Dieser Datenschrott sorgt nicht nur für unnötige Netzlast, sondern müllt auch die Festplatten beider Teilnehmer unnötig voll.

   Übrigens ist die ToFu-Plage ein gutes Beispiel dafür, wie wenig Gedanken sich die meisten Leute über das machen, was sie tun, wie wenig sie hinterfragen. Das ist nicht nur beim Computern&Netzen so, sondern auch in anderen Bereichen, zum Beispiel auch beim Umgang mit Geld, was natürlich für allerlei Abzocke genutzt wird, der man nicht auf den Leim geht, wenn man auch nur ein Bisschen nachdenkt. Das ist aber eine andere Geschichte, zeigt aber, nicht zuletzt, dass Dirk Gently mit seienr These hat, dass alles mit allem zusammen hänge... ;-)  

Wie man richtig zitiert

   Zurück zum Thema: Der Ausdruck ToFu stammt aus dem Usenet, dem Forumsdienst des Internets, der so ähnlich zu handhaben ist wie man das von WebForen kennt. Die einzelnen Postings dort gleichen im Aufbau in etwa eMails, nur dass sie eben nicht an einen einzelnen Empfänger gehen, sondern vom Usenet-Server des Providers in der angegebenen Gruppe abgelegt, gegebenenfalls dem passenden Thread zugeordnet und weltweit an die anderen Usenet-Server verteilt wird.

   Die Bedienung des Newsreader gleicht ebenfalls der eines eMail-Programmes. Daher lassen sich die Regeln für das Zitieren im Usenet auch sinnvoll auf den eMail-Verkehr übertragen. Wie zitiert man nun aber richtig?

   Die erste Regel lautet, das man nur die Passagen zitiert, auf die man sich bezieht und auch nur so viel davon, wie nötig ist, damit der andere weiß, auf was man sich bezieht. Angenommen Hans schreibt Franz eine Mail, in der er ihn zu einer Fete einlädt und bittet um Zu- oder Absage:

 


Hi, Franz!

 

Es ist ja schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal eine Fete geschmissen habe. War ja ein tolles Fest, kannst Du Dich erinnern? Mittlerweile haben meine Eltern sich wieder einigermaßen beruhigt, die erste Rate für die neuen Möbel haben sie bereits bezahlt und die Flecken auf dem Teppich und den Tapeten sieht man schon fast nicht mehr. Eine neue Katze haben wir auch.

Deswegen habe ich meine Eltern überreden können, dass ich wieder eine Party steigen lassen kann. Daher lade ich dich am 35. Mai um 17.00 zu mir nach Hause ein. Bring bitte etwas zu trinken mit, eine Pulle Jacky wäre ok. Wenn Du willst kannst Du ja auch Deine Freundin Tanja mitbringen.

Gib bitte Bescheid, ob Du kommst.

 

Bis dahin ein schönes Wochenende!

 

Grüße

Hans


 

Wenn Franz die Mail beantwortet, sehen die Zitate laut der ersten Regel beispielsweise so aus:

 


Am 29.05. 2010, schreibseltest Du mir:

 

> Eine neue Katze haben wir auch.

 

> Daher lade ich dich am 35. Mai um 17.00 zu mir nach Hause ein. 

 

> Bring bitte etwas zu trinken mit, 

 

> eine Pulle Jacky wäre ok.

 

> Deine Freundin Tanja mitbringen.

 

> Bis dahin ein schönes Wochenende!


 Die zweite Regel besagt nun, dass man zwischen einem Zitat und der zugehörigen Antwort eine Zeile frei lässt sowie zwischen der Antwort und dem nächsten Zitat deren zwei. Das ist dann eigentlich auch schon alles. Die Antwort von Franz könnte demnach so aussehen:

 


Hi, Hans!

Am 29.05. 2010, schreibseltest Du mir:

 

> Eine neue Katze haben wir auch.

 

Oh, cool! Soll ich wieder die Grillkohle mitbringen?

 

 

> Daher lade ich dich am 35. Mai um 17.00 zu mir nach Hause ein. 

 

Klasse! geht in Ordnung!

 

> Bring bitte etwas zu trinken mit, 

 

Mache ich

 

 

> eine Pulle Jacky wäre ok.

 

Kann es auch Jim Beam sein? Ich bin derzeit etwas klamm mit Kohle...

 

 

>Deine Freundin Tanja mitbringen.

 

Darf es auch Yvonne sein? Tanja hat Schluss gemacht seitdem ich diesen Ausschlag habe. Yvonne stellt sich aber auch nicht an...

 

 

> Bis dahin ein schönes Wochenende!

 

Dir auch!

Grüße


   Auf diese Weise weiß Hans genau, auf welche seiner Fragen sich die jeweiligen Antworten seines Freundes beziehen, ohne dass die Mail unnötig anschwillt. Außerdem ist auf diese Weise jede Mail nicht nur schneller lesbar, sondern auch schneller zu beantworten, da man nicht selbst wieder hinschreiben muss, auf was man sich bezieht.

   Es braucht lediglich ein klein wenig Hirnschmalz und den guten Willen, sich diese beiden einfachen Regeln klarzumachen und, dass die Zitierfunktion den Zweck hat, das man sich Schreibarbeit spart.

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