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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

5. Juli 2010 1 05 /07 /Juli /2010 21:12

In Bayern hat es eine Minderheit militanter Nichtraucher gestern geschafft, ein noch weiter gehendes Rauchverbot durchzusetzen, als es im Verbots... äh, Freistaat sowieso schon herrscht. Allerdings sind die nun betroffenen Raucher selbst schuld, denn wer bei Wahlen und Volksentscheiden nicht hingeht, hat von vorne herein verloren und sich hinterher nicht zu beklagen: Wer gestern den Kopf in den Sand gesteckt hat, knirscht eben heute mit den Zähnen.

      „Vox populi – vox dei“, zu Deutsch: "Volkes Stimme – Gottes Stimme“ heißt ein geflügeltes Wort, welches heutzutage wohl öfter ironisch als ernsthaft gebraucht wird und dann eher klingt wie „vox populi – vox Rindvieh“. Allerdings muss man sich vor Augen halten, dass es zwar eine eindeutige Mehrheit der abgegebenen Stimmen war, die Bayern jetzt die gesetzlich verordnete größtmögliche Intoleranz beschert hat, keineswegs jedoch die Mehrheit der Wahlberechtigten. 61% von 37,7% sind eben nur knappe 24% damit nicht einmal ein Viertel der Wahlberechtigten.

   Ich vermute einmal, dass der größere Teil dieser „Demokraten“ kaum jemals eine derjenigen Kneipen aufsucht, in denen sie jetzt das Rauchen auch noch haben verbieten lassen. Und vom Rest wird ein erheblicher Teil sein Votum bitter bereuen, wenn spätestens im Herbst das nächste Kneipensterben in Bayern einsetzen wird. Vielleicht wird man dann auch Nichtraucher in den illegalen Raucherkneipen sehen, die zweifellos entstehen werden, weil mit legalen Kneipen nichts mehr zu verdienen sein wird.

Rauchverbot in Bayern: Ein Lehrstück über Demokratie

     Interessant ist auch, sich diesen „Volksentscheid“ in Bayern im Lichte der Überlegung anzusehen, dass man Demokratie und Toleranz in letzter Konsequenz daran erkennt, wie mit Minderheiten umgegangen wird: Es ist ja tatsächlich so, dass die Raucher bei uns heutzutage eine Minderheit darstellen, die mit der bisherigen Regelung bereits gewaltig zurückstecken musste. Dass nun nach einer für die Mehrheit, die Nichtraucher, objektiv tragbaren Regelung, mit der die Raucher gerade noch so leben konnten, nachgetreten wurde, zeigt überdeutlich, worum es den „Nichtraucherschützern“ tatsächlich geht: Darum, aus der Geborgenheit, die daraus resultiert, zur Mehrheit zu gehören, die Minderheit zu gängeln und zu schikanieren. Nichts anderes.

   Spätestens damit haben die „engagierten Nichtaucher“ gezeigt, was sie tatsächlich sind. Es hat sich also 65 Jahre nach dem Ende des 1000jährigen Reiches nichts geändert, auf jeden Fall nicht in Bayern, von wo aus ja Adolfus Schicklgruber et. al. auch die Ochsentour nach Berlin an die Macht und letztendlich zur Zerstörung Europas begannen.

     Das kommt wohl nicht von ungefähr: Auch den Nazis waren Raucher ja ein Dorn im Auge und sie stellten den Tabakgenuss als Gewohnheit von Untermenschen und eines Ariers nicht würdig dar. Adolf Hitler, selbst Exraucher, soll einmal gesagt haben, dass er nicht geworden wäre, was er war, wenn er nicht irgendwann in seiner Wiener Zeit seine Zigaretten in die Donau geworfen hätte.

   Ein bizarrer Gedanke: Wenn dieser Spruch ernst zu nehmen wäre, wären die Millionen Opfer des Nazi-Regimes letztendlich zurückzuführen auf die Entscheidung eines Ritters von der traurigen Gestalt, der bis dahin ein Loser war, das Rauchen aufzugeben. Und gleichzeitig den ersten Schritt zur Weltherrschaft machte, indem er seine Kippen von irgendeiner Donaubrücke warf.

Rauchverbot und Nichtraucherschutz: Ohne wissenschaftliche Grundlage

      Rauchverbote sind im Grunde nichts anderes als Gängelung des Bürgers durch den Staat. Damit dies nicht so augenfällig wird, werden diese schwerwiegenden Eingriffe in Persönlichkeits- und Hausrechte mit der angeblichen Gefährlichkeit des so genannten Passivrauchens begründet.

      Diese Gefährlichkeit konnte jedoch bis heute nicht nachgewiesen werden. Allerdings weiß das so gut wie niemand, weil die Schädlichkeit des Umgebungstabakrauches praktisch in allen Mainstream-Medien als erwiesen hingestellt wird und noch niemals hinterfragt wurde. Sie ist in der Tat jedoch noch viel weniger wissenschaftlich als die veralteten Ansichten, dass Spinat viel Eisen enthalte, zuviel Flüssigkeit schädlich für das Herz sei und Masturbation bei Knaben zu Rückenmarksschwindsucht führe. Für diese Thesen gab es nämlich zu ihren Zeiten zumindest vermeintliche wissenschaftliche Belege.

   Der „wissenschaftliche Nachweis“, dass Passivrauch schädlich sei, hingegen beruht auf einer statistischen Signifikanz, mit welcher der Verfechter einer Theorie in allen anderen Bereichen der Wissenschaft noch nicht einmal ausgelacht werden, sondern lediglich Kopfschütteln und mitleidige bis peinlich berührte Blicke ernten würde.

       Die mit dem Euphemismus „Nichtraucherschutz“ bemäntelte Hatz auf Raucher befindet sich jedoch auch in dieser Hinsicht in guter Gesellschaft: Auch die Rassentheorie, mit der man vor dem ersten Weltkrieg die Kolonialisierung "primitiver" Völker und einige Jahrzehnte später noch weit schlimmeres rechtfertigte, beanspruchte für sich, wissenschaftlich zu sein. Und natürlich: Es herrscht sich besser, wenn man die Mehrheit der Bevölkerung auf eine Minderheit hetzt. Vor allem, wenn man als Politikerkaste nichts zuwege bringt, als die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden zu lassen. 

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Kommentare

franz 07/27/2010 20:43


Tja, die Nichtraucher sind eben die Mehrheit. Warum sollte die 5 Euro fürs Bier und 20 fürs Essen zahlen wenn sie draußen bleiben sollten.
Sollen die nicht toleranten Raucher ruhig zuhause bleiben und dort ihre Wohnung mit Nikotin gelb färben. Der Staat verdient auch zuhause an der Tabaksteuer.


franz 07/22/2010 12:06


Dazu gibt es aber auch ganz andere Studien.
Immerhin erkennst du es an dass man im Biergarten nicht im Winter und Dauerregen sitzen kann und damit auch die Richtigkeit des Rauchverbots.

Wer rauchen möchte kann jederzeit kurz vor die Tür gehen. Nichtraucher sind eben toleranter, die Raucher können danach auch wieder reinkommen.
Wer seinen Arsch nicht hochbekommt bleibt sowieso lieber zuhause.


Fokko 07/26/2010 14:07



GÄHN... Wieso soll ich fünf Mark für ein Bier bezahlen und dann noch zum Rauchen rausgehen?


Deswegen trinke ich mein Bier zuhause wie viele andere Raucher seit dem Rauchverbot auch. Das Nachsehen haben halt die Wirte - und die Nichtraucher, für die eine Kneipe eben auch zu ist, wenn sie
aufgrund wegen Rauchverbot weggebrochener Umsätze dichtmachen musste.



franzda 07/14/2010 19:17


Du blamierst dich hier immer mehr.
In einem Biergarten bei schlechtem Wetter und im Winter?!
Was ist mit den Beschäftigten, auch die müssen geschützt werden.

Willst du dich noch lächerlicher machen?


Fokko 07/18/2010 08:29



Blamieren tust Du Dich. Es gibt in Kneipen so wie an allen anderen Arbeitsplätzen auch Untersuchungen über Schadstoffgehalte. Und die liegen selbst in den verqualmtesten Kneipen unter den
arbeitssschutzrechtlich zulässigen Werten.


Wo also ist das Problem? Es gibt keins, außer dem, das von Antirauchfanatikern gemacht wird.



franz 07/09/2010 21:24


Schon wieder falsch. Das hast du mit deinem 2. Kommentar schon selbst erledigt.
Wie sollte ein Nichtraucher auch eine Kneipe besuchen wenn er draußen essen und trinken soll...


Fokko 07/14/2010 09:01



LOL Draußen essen und trinken? Schon mal was von einem Biergarten gehört?


Außerdem geht man in eine Kneipe nicht zum Essen, sondern zum Trinken und Rauchen. Wenn in einem Restaurant nicht geraucht werden darf, ist das ja auch noch einzusehen - sofern es eine
Raucherlounge gibt, in die man sich dann anch dem Essen zu Kaffee- und Tabakgenuss begeben kann.



franz 07/09/2010 12:38


Es ist mir schon klar dass Raucher grundsätzlich rücksichtslos sind. Von Drogenabhängigen ist auch nichts anderes zu erwarten. Gerade deshalb ist ein striktes Rauchverbot nur richtig!


Fokko 07/09/2010 14:07



Danke für Deine Kommentare, die alle Klischees über Rauchgegner bestens bedienen. Besser als Du es selbst tust, könnte ich Leute wie Dich auch mit spitzester Feder und geschliffenster Sophistik
nicht diskreditieren. 



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