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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

23. November 2009 1 23 /11 /November /2009 09:35

Ich habe sie selbst als Kind gehasst und heute tun mir mein Kids Leid, wenn sie sich damit herumplagen müssen: Die Hausaufgaben. Für viele Eltern sind sie zudem ein Problem, denn wenn die Kinder aufs Gymi gehen und man selbst nur die Hauptschule besucht hat, wird es spätestens ab der achten, neunten Klasse eng mit dem Helfen.

  Dass viele Eltern nicht in der Lage sind, ihren Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen, stört nicht nur die Chancengleichheit, sondern diskriminiert sogar. Ich finde es zwar schlimm, dass ein Großteil der erwachsenen Menschen nicht in der Lage ist, eine Dreisatzaufgabe zu lösen und das Prozentrechnen so gut beherrscht wie das Differenzieren und Integrieren, nämlich gar nicht. Trotzdem haben diese Leute es nicht verdient, vor ihren Kids dazustehen wie der Schellen-Siebener, weil der Lehrer nicht in der Lage war, ihnen den Stoff beizubringen, den sie zum Lösen der Hausaufgaben brauchen.

Und noch viel weniger kann es angehen, dass die Kinder dieser Eltern benachteiligt sind, weil sie mangels Unterstützung gar nichts von den Hausaufgaben haben, weil sie sie nicht lösen können. Üben ist wichtig, hat aber nur Sinn, wenn erforderliches Wissen, dessen Fehlen beim Üben bemerkt wird, sofort bei einer kompetenten Person eingeholt werden kann. Sprich: Es kann nicht angehen, dass ein erheblicher Teil der Schulkinder benachteiligt ist, weil ihre Eltern nicht das tun können, was die Schule versäumt hat.

Hausaufgaben zerstören also die Chancengleichheit. Schon als ich ein Kind war, gab es Fachleute, die der Ansicht waren, das Hausaufgaben Unfug sind. Gerade lese ich auf SPON, dass sich in Kanada Eltern erfolgreich dagegen gewehrt haben, dass ihre Kinder mit Hausaufgaben schikaniert werden. In diesem Zusammenhang erfuhr ich auch etwas, dass ich nicht wusste: Es kann mittlerweile als erwiesen abgesehen werden, dass Hausaufgaben den Kindern nichts bringen.

Erst neulich kam meine Tochter wieder einmal wegen der Hausaufgaben zu mir: Wie man stöchiometrische Gleichungen aufstellt, wollte sie wissen. Wieso eigentlich ist ihr Chemielehrer (hmmm, und eigentlich das ganze Schulsystem, das hinter ihm steht) nicht in der Lage, den Kids das beizubringen, bevor er Hausaufgaben gibt, für die dieses Wissen Voraussetzung ist? Ich denke bei solchen Gelegenheiten oft daran, wie blöd da andere Väter dastehen müssen, die nicht in der Lage sind, so etwas noch aus irgend einer Ecke des Langzeitgedächtnisses hervor zu kramen.

  Ich habe meine Kids nie mit der Schule schikaniert, vielleicht klappt es ja gerade deswegen einigermaßen. Aber ich bin in der Lage, ihnen die meisten Fragen zu beantworten, die sich dort ergeben, wenigstens was Naturwissenschaften angeht, wo es ja am ehesten hakt. Notfalls muss ich mir selbst noch einmal zusammenstoppeln und/oder nachlesen, wie man quadratische Gleichungen löst oder mit Grenzwerten rechnet. Aber das kann man nicht von allen Eltern verlangen. Es kann nicht angehen, dass in der Schule die Kinder benachteiligt sind, die keinen "studierten" Elternteil zuhause haben, der ihnen das eine oder andere direkt erklären und ansonsten wenigstens demonstrieren kann, wie man sich fehlendes Wissen verschafft.

Also: Weg mit den Hausaufgaben! Her mit sinnvollen Konzepten für einen Unterricht, der das Einüben des Erlernten bereits integriert, am besten, indem er es sinnvoll anwenden lässt. Auch Kinder haben ein Recht auf Feierabend und sollen nicht, wie es die kanadischen Eltern aus dem SPON-Artikel ausdrücken, zuhause eine zweite Schicht leisten müssen. 

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Kommentare

Karl 11/26/2009 11:18


Ich finde das Hausaufgaben sehr wichtig sind. Denn wie, wenn nicht so, soll das Erlernte vertiefen?


Fokko 11/26/2009 15:01


Gegenfrage: Wie soll ein Kind etwas vertiefen, das es noch garnicht verstanden hat?


Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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