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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

22. August 2012 3 22 /08 /August /2012 13:25

In den Medien kommt derzeit ja allerhand über die Facebook-Aktien und darüber, dass die Leute, die dieses Papierchen gekauft haben, zumindest vorerst einmal mit Zitronen gehandelt haben. Man braucht sich jedoch nicht darüber zu wundern, dass hier eine Menge Leute auf die Nase gefallen sind, denn solche Börsengänge haben in der Regel vor allem einen Zweck, nämlich den, Dummen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

     Wer in Deutschland diese Aktie gekauft hat, der darf sich am allerwenigsten beklagen. Genau das gleiche ist nämlich bereits seinerzeit mit der T-Aktie passiert: Erst wurde sie über den grünen Klee gelobt und als tolle Geldanlage angepriesen, dann ging sie in den Keller und ein Großteil der investierten Kohle war futsch. Man konnte sich im Grunde also denken, dass so etwas auch mit der Facebook-Aktie passieren würde.

  Ganz abgesehen davon, dass Aktien von Firmen, die im wesentlichen nur aus einer Erfindung oder einem Geschäftsmodell bestehen wie Facebook - bei der Telekom stecken ja wenigsten noch allerhand reale Werten dahinter - hochriskant sind, bestätigt das Facebook-Fiasko nur ein weiteres Mal einige zwar zynisch klingende, aber nichtsdestotrotz zutreffende und beherzigenswerte Regeln:

  • * Wenn Dir jemand etwas als super und toll anpreist, ist es in der Regel auch super und toll, wenn Du darauf eingehst - aber nicht für Dich, sondern für den, der Dir die Sache anbietet.
  • * Was den "Kleinen Leuten" angeboten wird, taugt in aller Regel nichts, sondern ist lediglich Abzocke.
  • * Wenn etwas "von allen so gemacht wird" ist das in der Regel genau das Falsche.       

  Bei uns im Schwäbischen gibt es eine Redensart, welche diese Regeln recht gut zusammenfasst: "Mit den Dummen treibt man die Welt um". Dazu passt auch die bekannte 90/10er Regel: 90% der Leute blicken nicht durch und lassen sich zum Vorteil der restlichen 10% ausbeuten.

  Wenn man nicht zu den 90% Idioten gehören will, hat man zwei Möglichkeiten: Man kann statt sich abzocken zu lassen, selbst abzocken oder man geht ganz einfach seinen eigenen Weg, lernt selbst zu denken und zockt weder ab noch lässt man sich abzocken.

  Mir ist der zweite Weg lieber: Zum einen habe ich dabei das bessere Gewissen, zum anderen sind viele, die meinen zu den Abzockern zu gehören, letztendlich, zwar auf einem minimal höhren Niveau, aber eben doch auch wieder nur Abgezockte.

Update 24.08.12: Wie ich aus dem Komentar von steph.schie erfahren habe, sind speziell bei dieser Geschichte wohl kaum Kleinanleger betroffen. Aber auch wenn in diesem speziellen Fall nicht die breite Masse gemolken wurde, ändert das nichts an den im Artikel angesprochenen Zusammenhängen.            

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Kommentare

Dr. Irg Endwer 10/04/2012 10:41

Ich bin mit der Facebookaktie super gefahren. Ich hab keine Aktien gekauft, sondern Putoptionen darauf. Ich kann Aktien, die ich gar nicht gekauft habe und auch nur 17 Euronen wert wären, um 30
Dollar verkaufen Das hat der Zuckerberg sicher auch gemacht. Das ist wie wenn man eine Vollkaskoversicherung auf das Auto seiner blinden Nachbarin abschliesst. Sie hat den Unfall und den Schaden,
man selbst bekommt ihren Schaden ersetzt. Sowas wie CDF auf Griechenland.
Ja, das schlechteste Geschäft ist immer noch besser als die beste Arbeit.

Katharina vom Tanneneck 09/06/2012 02:43

Mit Aktien sollte man sich schon auskennen! Wer keine Ahnung hat, der sollte die Finger davon lassen. Facebook Aktien besitzen keine realen Werte und wer die gekauft hat ist einfach naiv und dumm.

Fokko 09/06/2012 12:13



Stimmt!


 



kritisch-konstruktiv 08/25/2012 08:30

Ich kann peferkt zu deinem Blog-Eintrag allen Lesern das Buch "Der Börsenschwindel" von Günter Ogger empfehlen.
Darin beschreibt er hervorragend, wie eine Messaliance von Unternehmensverantwortlichen, Banken, Brokern, Wirtschaftsjournalisten und andere Unternehmen, ja ganze Branchen künstlich pushen, damit
sie an den Aktien groß verdienen können.
Die dadurch entstehenden Blasen platzen - völlig beabsichtigt - dann fast immer beim naiven kleinen Mann, der mit Aktien das große Geld erspekulieren möchte.

steph.schie 08/23/2012 13:50

Privatpersonen sind ja so gut wie nicht betroffen. Diese durften zum Start keine Aktien kaufen. Betroffen sind ausschließlich Banken und Ratingagenturen. Nur doof das nicht deren Geld dort angelegt
ist sondern unseres.

Fokko 08/24/2012 13:13



Na, da habe ich mal wieder nicht aufgepasst. Es war, wie ich gerade nachrecherchiert habe, so, dass bei der Ausgabe Privatanleger zwar quasi chancenlos waren, auch welche zu ergattern, weil zum
Initial Public Offering (IPO) nur handverlesen Leute zugelassen waren.


Danke für den Hinweis!


Fokko



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