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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

29. Oktober 2012 1 29 /10 /Oktober /2012 20:20

Zu Allerheiligen und seinem Vorabend Samhain oder Halloween gehören natürlich Rübengeister bzw. ihr aus Amerika importiertes Surrogat, die Halloween-Kürbisse. Wer die Dinger nicht jedes Jahr neu schnitzen und jeden Abend händisch anzünden will, kann sich verhältnismäßig leicht eine vollautomatische und dauerhafte Version der keltischen Grusel-Laterne basteln.

    Ein paar Hintergründe und einige meiner eigenen Gedanken zu Samhain, Kürbissen und Rübengeistern samt einer Anleitung, wie man sich zünftige Ruabagoischdr - wie die Dinger auf gut Schwäbisch heißen - schnitzt, darüber gab es ja schon letztes Jahr hier auf meinem Blog einen Artikel. Dieses Jahr soll es daher um eine technisierte Version gehen, nämlich um den elektrischen Mehrweg-Rübengeist System Fokko.

Elektro-Ruebengeist01

Die wichtigsten Materialien und Utensilien für den Korpus des Mehrweg-Rübengeistes: Farbe, Pinsel, ein bauchiges Glas, Klebeband und ein Cutter.

 

   Zur Arbeit, die das Rübengeist schnitzen macht, kommt jedes Jahr auch noch der Stress, sich die dafür notwendigen Rüben zu beschaffen. Futterrüben sind besonders schwer aufzutreiben, weil sie praktisch komplett durch den Futtermais verdrängt wurden, dessen Anbau sich wesentlich besser mechanisieren lässt. Und auch die zwar kleineren, aber zur Not ebenfalls verwendbaren Zuckerrüben werden nicht überall angebaut. Außerdem sind Rübengeister nicht lange haltbar; bei mir sind sie bis zum ersten Advent - so lange zünde ich meine jedes Jahr (wenn ich es nicht vergesse) allabendlich an - immer schon ziemlich verfallen. Von den Kürbissen ganz zu schweigen, die zeigen schon nach Tagen deutliche Degenerationserscheinungen.

Elektro-Ruebengeist02

Klebeband für Augen, Nase und Mund aufgeklebt

 

  Die Idee zu einem Mehrweg-Rübengeist schlich mir daher schon länger im Hinterkopf herum. Die Frage war jedoch: Aus welchem Material soll das Ding sein? Holz oder Ton bieten sich natürlich an, denn damit kann man natürlich die äußere Form sehr gut gestalten und einer Rübe nachempfinden. Auch das Anbringen der Öffnungen für Augen, Nase und Mund ist bei diesen Werkstoffen kein wirkliches Problem. DerNnachteil bei einem solchen Rübengeist wäre jedoch, dass er nicht durchscheint. Ein Rübengeist soll ja eigentlich nicht nur aus den Öffnungen leuchten, sondern im Ganzen rötlich schimmern.

Elektro-Ruebengeist03

Hier sind bereits die Öffnungen für Augen, Nase und Mund grob abgeklebt. Wer will kann es so lassen...

 

Der eigentliche Rübengeist

  Daher kam ich irgendwann auf die Idee, einfach ein möglichst großes, möglichst bauchiges Glas zu verwenden und dieses einfach anzumalen, nachdem ich die erforderlichen Öffnungen abgeklebt hatte. Zudem eignet sich der Deckel eines solchen Glases auch gut als "Chassis" für das elektrische Innenleben.

   Ein Problem, das ich noch nicht wirklich gelöst habe, ist die Farbe dafür: Für den hier abgebildeten Versuch habe ich ganz gewöhnlichen wasserbasierten Kunstharz-Lack aus dem Baumarkt verwendet. Das Problem dabei ist, dass dieser nicht so besonders auf dem Glas hält. Deswegen ist das hier gezeigte Exemplar auch etwas verunglückt: Beim Abziehen des Klebebandes löste sich zwischen Mund und Nase ein Stück Farbe, so dass ich freihändig mit dem Pinsel nachhelfen musste. Daher ist der gezeigte Rübengeist auch noch nicht optimal. Möglicherweise hätte ich aber auch nur mit dem Abziehen noch eine Weile warten sollen, denn die Farbe, die drangeblieben ist, hält mittlerweile recht gut.

   Ich will noch eine zweites Exemplar machen und mir dafür eine geeignete Farbe in einem ordentlichen Farbenfachgeschäft besorgen. Ich hoffe, dass es damit dann besser klappt. Den Artikel stelle ich aber schon heute hier ein, da ja übermorgen bereits Haloween ist.

Elektro-Ruebengeist04

... man kann aber auch noch ein wenig Feinarbeit machen und etwa wie hier den Mund einwenig besser ausarbeiten. Leider hat das bei diesem Exmeplar nichts gebracht, weil die Farbe nicht gescheit gehalten hat.

 

   Man sucht sich also ein passendes Glas und klebt - so wie in der zweiten Abbildung zu sehen - Augen-, Nasen- und Mundpartie grob mit Klebenband ab. Dann nimmt man einen Cutter und schneidet das ganze so zurecht wie man es in der dritten Abbildung sieht. Wer will, kann dann noch ein paar Feinheiten anbringen wie etwa die Zähne in der Abbildung hier. Präzisionsfanatiker können die Teile natürlich auch aus Klebefolie á la d-c-fix machen. In diesem Falle kann man zunächst alles exakt auf dem Abdeckpapier auf der Rückseite aufzeichen und fein säuberlich mit einer Schere (oder auch wieder mit dem Cutter) ausschnibbeln und dann aufkleben.

   Dann pinselt man das Ganze an. Ich habe das Glas vorher noch mit Verdünner entfettet - vielleicht ist ja auch hierbei etwas schiefgegangen was dann der Grund dafür war, dass sich das bereits erwähnte Stück Farbe gelöst hat. Ein Maler hat mir übrigens einmal gesagt, man müsse Abklebungen entfernen, so lange die Farbe noch frisch ist, da sie sonst an den Rändern der Abklebungebn splittern würde. Das habe ich mich allerdings nicht getraut - und das Splittern war ja auch nicht mein Problem.

   Wenn die Farbe trocken ist und die Abklebungen entfernt sind, ist der eigentliche Rübengeist fertig. Man könnte ihn wohl auch ohne die im Folgenden beschriebene Elektrik verwenden und einfach wie bei einem Windlicht ein Teelicht hineinstellen.       

Das elektrische Innenleben

Elektro-Ruebengeist05

Die elektrische Beleuchtung habe ich auf die Unterseite des Deckels montiert

 

   Die Elektrik montiert man auf die Unterseite des Deckels,  so wie das in der Abbildung zu sehen ist. Ich habe ein 12-V-10-W-Halogenlämpchen mit einer Keramikfassung verwendet. Die Anschlusskäbelchen dieser Fassung habe ich einfach unter die Keramiklemme geklemmt, die sie mit dem Zuleitungskabel  (aus Lautsprecher-Litze) verbindet. Auf diese Weise hängt das Birnchen etwa in der Mitte des Deckels und man kann seine Höhe ein wenig varrieren.

Elektro-Ruebengeist06

Die aufgeschraubte Blechlasche dient als Zugentlastung für das Kabel

 

   Die Keramikklemma kann man mit einer Blechschraube am Deckel befestigen; zur Not tut's auch ein Holz- oder eine Spanplattenschraube (Spax). Auf der Außenseite habe ich noch eine kleine Blechlasche als Zugentlastung für das Zuleitungskabel aufgechraubt. Da die Schraube der Lüsterklemme oben aus dem Deckel herausschaut, sollte man sie mit einem aufgedrehten Stückchen Kork oder etwas ähnlichem entschärfen. Natürlich kann anstelle der Blechschrauben auch passende kleine Maschinenschrauben und Muttern verwenden.

Elektro-Ruebengeist07

Fokkos elektrischer Mehrweg-Rübengeist in Betrieb

 

   Betrieben wird der Rübengeist mit einem passenden Netzteil. Dieses wiederum steckt man in eine der käuflichen Steckdosenschaltuhren, dann braucht man nicht immer daran zu denken, die Bleuchtung ein- und auszuschalten. Wichtig ist, dass Stromanschluss, Netzteil und Schaltuhr an einer Stelle untergebracht werden, wo sie vor Nässe geschützt sind. Wenn man das Zueleitungskabel lang genug macht, kann man diese Teile, die ja mit 230 Volt betrieben werden, auch im Innern des Hauses unterbringen.

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Kommentare

Das Lausi 10/04/2015 23:02

Hallo Fokko,
eine super Idee, dein elektrischer Rübengeist. Das schimmelt nicht so schnell, wobei die echten ja schon irgendwie "netter" sind. Werd ich sicher probieren - die "Elektrik" darf dann mein Mann machen :-).
Ich werde es mit Window-Color-Farben probieren, da entfällt das ausschneiden und das Licht kann durch diese Farben schön durchleuchten.
Liebe Grüße das Lausi

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