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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

10. Juni 2012 7 10 /06 /Juni /2012 11:29

Eigentlich sah es für mich so aus, als würde sich der von dem unsäglichen, an jeglicher demokratischen Kontrolle vorbei beschlossenen EU-Glühbirnenverbot aufgewirbelte Staub so langsam legen und die Leute sich ins scheinbar Unvermeidliche fügen. Offenbar ist das nicht so, es gibt tatsächlich immer noch Widerstand und sogar in den Qualitätsmedien ist die Problematik dann und wann Thema.

 

 

   Einige Fernsehsender griffen das Thema in letzter Zeit auf, vor allem auch im Zusammenhang mit dem Film "Bulb Fiction" der etwa zeitgleich mit dem Verbot der 60W-Glühlampen im September in die österreichischen Kinos kam. Vera Russwurm stellte den Film in ihrer ORF-Sendung "Vera Exklusiv" vor und besuchte in diesem Zusammenhang den Zirkus Roncalli. Dessen Direktor hat eine Glühlampenvorrat für etwa zehn Jahre angelegt und hofft, dass das Glühbirnenverbot Geschichte sein wird, bis dieser aufgebraucht ist. Auf YouTube gibt es auch einen Trailer zu "Bulb Fiction" und eine Reihe von Beiträgen zu deutschen Fernsehmagazinen zu sehen, die z.B. vom NDR, von 3Sat und Spiegel TV gebracht wurden. Einige der Informationen aus diesen Videos sollen hier noch einmal bündig zusammengefasst werden.

Gift, Gift, Gift...

     In "Bulb Fiction" wird unter anderem der Fall eines kleine Jungen vorgestellt, der den Quecksilberdämpfen ausgesetzt war, die eine Energiesparlampe freisetzte, als sie zerbrach, während sie eingeschaltet war. Dem vorher pumperlgesunden Jungen fielen die Haare aus und er erlitt schwere Nervenschäden. Das ganz große Problem beim Quecksilber: Es wird vom Körper nur sehr, sehr langsam abgebaut und akkumuliert sich daher über Jahrzehnte: Jedemal, wenn man, zum Beispiel von einer zerbrochenen Giftbirne, wieder eine Dosis bekommt - und sei sie noch so klein - wird man wieder ein wenig mehr geschädigt, wird wieder ein wenig kränker. Und dümmer, denn Quecksilber schädigt insbesondere auch die Nervenzellen und damit das Gehirn

  Gefahr droht aber nicht nur, wenn die Giftbirnen aka "Energiesparlampen" zerbrechen. Auch während des Betriebes geben sie eine ganze Reihe von Giften ab, darunter auch solche, die als krebserregend angesehen werden und die daher laut Fachleuten für Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht einmal in den allergeringsten Konzentrationen toleriert werden sollen.

Elektrosmog, lückiges Spektrum und Flimmern 

   Ein weiteres Problem ist die von den "Energiesparlampen" abgegebene elektromagnetische Strahlung, der so genannte Elektrosmog. Es wrid zwar wohl immer noch darüber gestritten, ob er schädlich sei, aber sicher ist sich keiner: Immerhin existieren z.B. für Computermonitore Grenzwerte. Und die werden von den "Energiesparlampen" bei weitem überschritten. Sprich: Ein Arbeitgeber, der einen Angestellten an einem Monitor arbeiten ließe, der ihn so mit Elektrosmog beauschlagt, wie das die Giftbirne in seiner Schreibtischlampe tut, bekäme zumindest Ärger mit der Berufsgenosenschaft, wenn er sich nicht sogar eine Anzeige wegen Körperverletzung einhandeln würde.

  Dass das Licht, welches von "Energiesparlampen" erzeugt wird, unangenehm ist, empfinden viele. Das lückige Spektrum der Giftbirnen lässt vor allem organische Materialien wie Haut und Nahrungsmittel hässlich aussehen. Tatsächlich ist es aber auch ungesund: Blaues Licht ist schädlich für die Augen. Bei Licht von glühenden Körpern wie der Sonne, einer Kerzenflamme oder einer Glühbirne wird diese Schadwirkung durch den heilenden Infrarotanteil kompensiert, der dem Licht der Giftbirnen fehlt. Die Lücken im Spektrum des "Energiesparlampen"lichts sorgen übrigens auch dafür, das man wachgehalten wird und abends nicht beizeiten ins Bett kommt.

Gluehlampe 100W stossfest

Nicht verboten: Stoßfeste Glühlampen

 

  Wenn man sich klarmacht, dass in der Natur Licht in nennenswerten Mengen praktisch immer von glühenden Körpern stammt - das Licht einer hellen, roten, gelben oder weißen Flamme stammt von glühenden Rußpartikeln und das Sonnenlicht von glühendem Gas - versteht man, dass unsere Augen von jeher auf die kontinuierlichen Spektren solcher Lichtquellen eingerichtet sind, zu denen auch der Glühdraht einer Glühlampe gehört. Und es leuchtet ebenfalls ein, dass die lückigen Spektren anderer Lichtquellen als unangenehm empfunden werden und sehr wahrscheinlich auch schädlich sind.

  Schließlich flimmern "Energiesparlampen" auch noch im Takt der Netzfrequenz. Man sieht das daran, das sich mit ihnen genauso wie mit Leuchtstoffröhren - die Giftbirnen sind im Grunde das gleiche - Stroboskopeffekte erzeugen lassen. Dass Stroboskope nicht nur Unwohlsein verursachen, sondern auch epileptische Anfälle auslösen können, ist bekannt. Glühlampen flimmern kaum oder nur unmerklich, da der Glühdraht nicht so schnell abkühlen und sich wieder erwärmen kann, wie die Spannung wechselt und daher lediglich im Takt der Netzfrequenz ein wenig in seiner Helligkeit schwankt.

LEDs als Lösung?

   Es wird behauptet, dass sich die Leuchtmittelindustrie das unsägliche Glühbirnenverbot bei der EU-Junta nicht so sehr deswegen bestellt hat, weil sie mehr "Energiesparlampen" verkaufen möchte, sondern mehr, um einen aufnahmefähigen Markt für LED-Leuchtmittel zu schaffen. Tatsächlich bieten sich LED-Lampem als weitere Alternative zur Glühlampe an. Sind sie also die Lösung?

   In der Tat brauchen LEDs weniger Strom als Glühlampen und enthalten kein Quecksilber. Was sie beim Betrieb ausgasen, ob und wieviel Elektrosmog sie erzeugen und was man der Umwelt bei der Herstellung antut, habe ich noch nicht recherchiert und lasse es vorerst dahingestellt sein. Fest steht jedoch, dass LED-Leuchtmittel, wie die Giftbirnen auch, kein vernünftiges Spektrum haben und natürlich auch flimmern - in Hinsicht auf die Wirkung des Lichts also genau die gleichen Nachteile aufweisen wie diese.

Was bleibt als Ausweg?

   Ich habe hier ja schon allerhand Möglichkeiten angedacht, das unsägliche Glühbirnenverbot der EU-Junta zu umgehen. Bislang bekommt man aus "Restbeständen" noch ganz gewöhnliche Glühbirnen, teilweise allerdings nur für teuer Geld. 1,50 € oder 2,25 € für eine ordinäre 100W-Klarlampe ausgeben zu müssen, kann ein Schwabenherz brechen. Dazu kommt, das es fraglich ist, wie lange die "Restbestände" der entsprechenden Anbieter reichen, falls es denn wirklich solche sind und nicht doch heimlich nachgekauft wird.

 Gluehlampe 100W stossfest mit Schachtel

Stoßfeste Glühlampe von Osram mit Schachtel

 

  Wer noch ganz gewöhnliche Glühlampen zu vernünftigen Preisen bekommen kann, sollte nach Möglichkeit also ein wenig hamstern. Eine (vorerst noch) dauerhafte Lösung ergibt sich aus dem Umstand, dass Glühlampen für Spezialzwecke weiterhin erlaubt und erhältlich sind. Darunter fallen allerhand Sonderformen, zu denen auch die stoßfeste Glühlampe für Schifffahrt, Industrie und Bergbau gehört.

  Diese lässt sich ohne weiteres anstelle der gewöhnlichen Glühlampen einsetzen. Sie hat lediglich eine um eine Kleinigkeit geringere Lichtausbeute, was aber zu verschmerzen ist - sprich: es fällt nicht auf - und ist mit bis zu etwa 3,00 €/Stück auch teurer. Ich habe allerdings im Netz eine Quelle gefunden, bei der es stoßfeste 60 W- und 100 W-Klarlampen für 1,95 €/Stück gibt, die laut Angaben des Anbieter nicht 1000 sondern 2000 Stunden mittlere Lebensdauer aufweisen, was, wenn es stimmt, den Preis also quasi halbiert. Dazu kommen natürlich noch Porto und Verpackung. Bei den zehn Stück, die ich vorerst einmal bestellt und bereits erhalten habe, schlägt das auf die einzelne Glühlampe zwar stark durch, aber nachdem ich jetzt gesehen habe, dass es klappt, kann ich ja beim nächsten Mal gleich mehr bestellen.

Schmu mit angeblichen Einsparungen 

  Bei meiner Recherche habe ich auch die Aussage eines Testers von einem Institut gefunden, dass "Energiesparlampen" zumindest bei öfterem Schalten kaum länger halten als herkömmliche Glühbirnen. In einem Film weist ein Leuchtmittelverkäufer darauf hin, dass die auf den Verpackungen der Giftbirnen aufgedruckten Vergleiche der Lichtausbeute (z.B. "11W = 75W") ebenfalls unredlich seien, was man bei näherem Hinsehen sogar feststellen kann, ohne irgendwelche Meßgeräte einsetzen zu müssen, allein in dem man Herstellerangaben vergleicht: Auf der Verpackung eines 15W-"Energiespar"-Strahlers waren 75W als Referenzleistung eines Stahlers mit Glühdraht angegeben. Die Lichtleistung des "Energiespar"-Strahlers betrug nach Angabe auf der Verpackung 335 Candela, während die des 75W-Glühlampenstrahlers im Katalog mit 660 Candela angegeben war.

Gluehlampe stossfest markierungl

Diese Symbole kennzeichnen stoßfeste Glühlampen

Fazit   

  Mit anderen Worten: Die Energieeinsparung ist nicht wie behauptet 80%, sondern lediglich 40%. Da sich nun aber die angeblich sehr viel längere Lebensdauer der Giftbirnen auch als Humbug herausgestellt hat, bleibt von der in der Werbung behaupteten unter dem Strich verbleibenden Ersparnis durch den Einsatz von Energiesparlampen anstelle der bisher verwendeten Glühlampen in der Realität wenig bis nichts übrig, ja vermutlich sind die Energiesparlampen im Endeffekt sogar teurer. Und wahrscheinlich ist - ohne das jetzt genau nachzurechnen - auch die Umgehung des Glühlampenverbotes mit stoßfesten Glühbirnen zwar teurer als es die Beleuchtung vor dem Glühlampenverbot war, aber, wenn überhaupt, kaum teurer als das gutmenschliche, treudoofmichelige Befolgen des von der EU-Junta verordneten und mit der Klimalüge begründeten, unsäglichen Ukas zur Verwendung gesundheitsschädlicher Leuchtmittel.

  Und selbst, wenn mich der Einsatz der stoßfesten Glühlampen je etwas teurer kommt als Giftbirnen oder LED-Leichenhauslicht, sind mir meine Gesundheit und mein Wohlbefinden das allemal wert.

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Kommentare

geno 07/05/2012 09:09

wachstum für die müllhalde (müll-wachstumsgesellschaft)immer mehr wachstum = feuer mit benzin löschen zu wollen unbegrenztes wachstum und geplanten obsoleszenz (veralterung / verschleiss)


glühbirnen, nylonstrümpfe, drucker, computer, mobiltelefone – bei den meisten dieser produkte ist das abnutzungsdatum bereits geplant. die verbraucher sollen veranlasst werden, lieber einen neuen
artikel zu kaufen, als den defekten reparieren zu lassen. die bewusste verkürzung der lebensdauer eines industrieerzeugnisses, um die wirtschaft in schwung zu halten, nennt man “geplante
obsoleszenz”. bereits 1928 schrieb eine werbezeitschrift unumwunden: “ein artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine tragödie fürs geschäft”.wir leben in einem system in dem zerstörerisches,
unbegrenztes wachstum immer mehr zum selbstzweck wird.

das thema “geplante obsoleszenz”, ist (noch) ein blinder fleck im auge der umweltbewegung und des verbraucherschutzes. in vielen produkten werden von den herstellern gezielt schwachstellen
eingebaut. diese habgierbedingt-gezielte verkürzung der produktlebensdauer führt dazu, dass produkte vorzeitig, kurz nach Ablauf der (viel zu kurzen) garantiezeit, schad- oder fehlerhaft werden und
so ein schnellerer umsatz erreicht wird. bei einem anhaltenden wachstum von 3% verdoppelt sich das bruttosozialprodukt alle 23 jahre, bei 5% sogar bereits alle 14 jahre. und eine menge, die
exponentiell wächst, vertausendfacht sich jeweils nach der zehnfachen verdoppelungszeit. dauerhaftes exponentielles wachstum einer wirtschaft ist nicht möglich und führt zwangsläufig zur
selbstzerstörung. die gezielte verkürzung der produktlebensdauer ist in einer endphase unbegrenzten wachstums unabdingbar, denn die mehrzahl der menschen hat überhaupt nicht den platz all die
gekauften, häufig nicht nur kurzlebigen sondern auch überflüssigen, produkte aufzubewahren. “schneller kaufen und noch schneller wegwerfen” ist das motto der “ich kaufe also bin ich” gesellschaft
und “noch mehr konsum” ist der dazu passende slogan der politik.ausschnitt aus dem dokumentarfilm “kaufen für die müllhalde” (arte). die dokumentation geht dem phänomen nach und wirft einen
kritischen blick auf die moderne wegwerfgesellschaft.

Mitleser 06/22/2012 15:53

Danke für die Antwort. Vielleicht kommt aber doch noch die Variante mit dem "gesunden Menschenverstand" zum tragen....
Schönes WE aus Esslingen.

Mitleser 06/22/2012 13:24

Jetzt hast Du wohl Angst, dass ich Deine Geheimquelle leer kaufe...☺

Fokko 06/22/2012 13:39



 


 


 


 


 


Nein, die Teile dürfen ja weiterhin gemacht werden. Eher hätte ich schon Angst, dass da die Obrigkeit einen Riegel vorschiebt, wenn massenweise Leute auf die Stoßfesten ausweichen...


Da ist sie: http://www.leuchtmittelmarkt.com//themes/kategorie/detail.php?artikelid=181923&source=2


Es gibt das DIng auch in 60 W: http://www.leuchtmittelmarkt.com//themes/kategorie/detail.php?artikelid=181921&source=2


 



Mitleser 06/21/2012 17:36

Aus unerfindlichen Gründen ist mein Kommentar jetzt abhanden gekommen.... Ich versuch´s noch mal: Kannst ja Deine Quelle mal preisgeben für die beschusssicheren Birnen ☺
Allerdings habe ich gar nicht so viele Stellen, in denen ich 100 W Birnen einschrauben könnte. Ich denke, dass ich dann bis zu meiner Rente hinkomme. Vielleicht setzt ja noch in unserem Vaterland
wieder gesunder Menschenverstand ein und nicht Hysterie und Populismus...

Mitleser 06/21/2012 15:38

Das Glühlampenverbot ist für mich eine reine ABM Maßnahme für die Lampenindustrie auf Kosten der Bürger. Allerdings muss man noch keine Galoppsprünge machen, um teure unzerbrechliche Lampen zu
bekommen. Ich habe gestern bei Amazon Phillips Glühlampen je im 10 er Pack 40 W für 9,95, 60W für 9,79 und 100W für 17,74 gekauft. Die frage ist halt, wie lange noch....

Fokko 06/21/2012 17:02



  Naja, so teuer war das nicht: Für die 10 x 100 W habe ich komplett 26,40 bezahlt. Wenn die Dinger wie angegeben 2000 h brennen, also doppelt so lange wie die herkömmlichen, bin ich sogar
billiger weggekommen als Du...


 



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