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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

12. Februar 2012 7 12 /02 /Februar /2012 16:51

Angeblich stellt das kalte Winterwetter die Energiewende auf eine harte Probe. So jedenfalls konnte man in den letzten Tagen aus den "Qualitätsmedien" erfahren. Kaltreserven hätten angefahren werden müssen, um den Stromverbrauch zu decken. Sieht man jedoch genauer hin, stellt sich die Sache ganz anders dar, als nach den Meldungen in den Medien zu vermuten wäre. 

Grosskuchen Blick auf Dorf verschneit im Winter

Auch bei einer 100%igen Energieversorgung aus regenerativen Quellen werden wir nicht frieren müssen, wenn der Winter mal wieder ein Winter ist und nicht nur eine etwas kühlere Jahreszeit

       Dass Kaltreservekraftwerke angefahren wurden, mag ja sein, aber erstens sind die dazu da und zweitens waren wir selbst nicht etwa knapp an Strom. Wie es aussieht ist die Geschichte mit den Reservekraftwerken, die wir derzeit nutzen nämlich eine halbe Wahrheit - die, wie man weiß, nur allzuoft eine ganze Lüge ist: Tatsächlich haben wir wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) mitteilt, zwischen dem 07. und 12. 02. 2012 mehr Strom exportiert als importiert. Sprich: Unsere Reserven mussten wir vor allem auch nutzen, um anderen mit Strom auszuhelfen. Darunter übrigens auch das Atomland Frankreich. „In der Zeit zwischen dem 07. und dem 10.02.2012 war Deutschland jederzeit Netto-Stromexporteur“, war von IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch in Münster zu hören. Und zwar sei das in in jeder einzelnen Stunde der Fall gewesen.

   Auch die Probleme, die sich derzeit bei der Erdgasversorgung anzubahnen scheinen, haben nichts mit der Möglichkeit oder Unmöglichkeit zu tun, unseren Energiebedarf aus regenerativen Quellen zu decken. Sie zeigen vielmehr lediglich auf, wie übel es für ein Land ist, bei der Energieversorgung auf Andere angewiesen zu sein.

Nichts gelernt und Zeit vertan   

   Eigentlich sollte man das bereits bei der Energiekrise in frühen 70ern des letzten Jahrhunderts gemerkt haben. Seither wäre genug Zeit gewesen, Deutschland auf eine 100%ige Versorgung mit Energie aus regenerativen Quellen - und zwar aus eigenen - umzustellen. Das gilt nicht nur für die Stromproduktion, sondern genauso auch für die Versorgung mit Gas: Der Sabatier-Prozess, welcher die Erzeugung von Elektromethan (Windgas) ermöglicht, ist uralt, so wie übrigens auch die derzeit bereits wirklich praktikablen Techniken der Energiegewinnung aus regenerativen Quellen, die Nutzung von Windkraft, Wasserkraft und Biomasse.

autoverkehr an ampel aalen auffahrt umgehung

Des deutschen liebstes Kind, das Auto: Anders als die derzeit wie sauer Bier angepriesene "Elektromobilität" funktioniert der Antrieb von Straßenfahrzeugen mit Methan, also Erd-, Bio- oder Windgas schon lange einwandfrei

    Das Tollste am 1902 von dem französischen Chemiker Paul Sabatier erfundenden Sabatier-Prozess, mit dem man aus Wasserstoff und CO2 Methan,also Erdgas, erzeugen kann, ist das Folgende: Man benötigt für ihn keineswegs reines CO2. Er funktioniert genauso gut mit Mischungen dieses Gases. Daher kann man mit ihm das im Biogas enthalten CO2 zur Methanerzeugung verwenden. Der hohe CO2-Gehalt von Biogas ist aber nun genau der Parameter, der es vom Erdgas unterscheidet.

    Mit dem Sabatier-Prozess kann man also Biogas recht einfach zu "künstlichem" Erdgas gewissermaßen raffinieren. Den erforderlichen Wasserstoff erhält man aus der Elektrolyse von Wasser mit überschüssigem Windstrom. Da sich Biogas gut speichern lässt, kann man es immer dann raffinieren, wenn gerade mehr Windstrom da ist, als man benötigt und diesen auf diese Weise speichern. Auch das so zu erdgaskompatiblen Gas raffinierte Biogas lässt sich speichern und zwar mit der bereits vorhandenen, einwandfrei funktionierenden Erdgastechnik und den hier ebenfalls größtenteils bereits vorhandenen Kapazitäten.      

   Ein ausgewogener Verbund aus Biogas und Windkraft könnte so einen Großteil unseres Energiebedarfes decken. Auch stellen heute Null- bzw. Plusenergiehäuser technisch kein Problem mehr sind und es kann an vielen Stellen Energie für den lokalen Bedarf lokal im kleinen Stil gewonnen werden. Rätselhaft bleibt also nur, warum eine komplette Versorgung unseres Landes mit Energie aus regenerativen Quellen erst in Jahrzehnten möglich sein soll.  Erd- bzw. Wind-/Biogas kann man übrigens auch zum Autofahren verwenden, wie die vielen bereits einwandfrei funktionierenden Erdgas-PKW, -Busse und -LKW zeigen. Im Gegensatz zu den unsäglichen Elektroautos, um die derzeit ein unglaublicher Hype gemacht wird, sind diese Fahrzeuge nämlich tatsächlich alltagstauglich.               

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Kommentare

willistock 02/12/2012 17:41

Sie haben Ihre Meinung, hier sind Tatsachen:

http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=247583

http://www.slideshare.net/willlistock/06-022012

Aber das wollen sie nicht hören, oder?

Fokko 02/13/2012 10:59



Schön! Wenn Sie uns jetzt noch erklären können, wie wir unseren Energiebedarf decken, wenn die fossilen Quellen erschöpft sind, ist ja alles in Ordnung.


Also: Erzählnsedochma!


 



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