Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Über Diesen Blog

  • : Blog von Volker Wollny
  • Blog von Volker Wollny
  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
  • Kontakt

Profil

  • Fokko
  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.

Website:

Im Blog Suchen:

Newsletter abonnieren

Hier geht's zu Fokkos Selbstversorger-Newsletter:
Klicken!

Non-Blog-Sites

Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

4. Januar 2010 1 04 /01 /Januar /2010 12:58

Durch die Erwähnung in einem Artikel meines Blogger-Kollegen Carolus Magnus vom Sackstark-Blog, bin ich auf ein interessantes Projekt in der Schweiz gestoßen: Man will im Kanton Glarus einem Wasserkraftwerk eine Art "Nachbrenner" verpassen. Das Projekt heißt Doppelpower und hat zum Ziel, Wasser, das bereits in den Turbinen eines bestehenden Kraftwerks gearbeitet hat, ein weiteres Mal zu nutzen.

Machbar ist das aufgrund der geographischen Lage des Kraftwerks am Anfang einer Flusskurve. Der Gedanke dabei ist, dass das Wasser, wenn es aus der Turbine kommt, immer noch eine gewisse Lageenergie gegenüber dem anderen Ende der Kurve hat. Nun will man den langen Weg um die Kurve mit einem Stollen abschneiden, durch den man das Wasser leitet, welches aus den bereits bestehenden Turbinen kommt.

Dadurch gewinnt man zusätzliche 36 Meter Gefälle und kann zu den 130 GWh des bestehenden Kraftwerks weitere 20 GWh jährlich gewinnen indem man das Wasser am unteren Ende des Stollens wiederum in Turbinen arbeiten lässt. Der somit ohne einen zusätzlichen Staudammbau gewonnene Extra-Strom reicht, um ca. 6000 Haushalte zu versorgen.

Das Projekt wird seit etwa 2007 verfolgt und ist bereits mit einem Preis ausgezeichnet worden. Eine Machbarkeitsstudie existiert ebenfalls und zuletzt war es kurz vor Weihnachten Thema im Glarner Regierungsrat. Da es in der Schweiz - und sicherlich auch anderswo in Gebirgen und Mittelgebirgen - öfter solche geographischen Situationen gibt, kann man Doppelpower durchaus auch als Pilotprojekt für ähnliche Kraftwerks-Optimierungen sehen. Ebenfalls interessant an diesem Gedanken des "Nachbrenners" für ein bestehendes Wasserkraftwerks ist, dass er ein Paradebeispiel dafür ist, dass sich vielerorts lokale, oft gar nicht einmal so kleine zusätzliche regenerative Energiequellen erschließen lassen, die in der Summe einen nicht unerheblichen Beitrag zur Energieversorgung leisten können.

Wenn ich bekanntlich ja auch den Klimaschwindel ganz und gar nicht glaube, bin ich dennoch unbedingt für die Nutzung regenerativer Energiequellen und zwar aus zwei Gründen: Zum einen werden Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft auf diesem Planeten so lange zur Verfügung stehen, wie er für uns bewohnbar ist, sind also dauerhafte Lösungen des Energieproblems. Zum anderen machen die erneuerbaren Energien unabhängig von großen Konzernen und irgendwelchen auswärtigen Mono- oder Oligopolisten. Die Nutzung von regenerativen Energiequellen geschieht auf der Ebene von Haushalten, Gemeinden und Regionen. Dadurch ist sie durch transparente Konsortien in Bürgerhand möglich, was nicht nur demokratisch, sondern auch sozial und nicht zuletzt im Sinne des Selbstversorgergedankens  ist.

Übrigens, auch wenn Umweltschutz in der letzten Zeit durch die verzweifelten Bemühungen der Klima-Ablassprediger, ihre unrichtigen Behauptungen aufrecht zu erhalten, auf den so genannten Klimaschutz reduziert wurde, heißt das nicht, dass die Sorge um um unsere Umwelt unberechtigt wäre. Beim Verbrennen von fossilen Energieträgern entsteht nicht nur CO2, sondern eine ganze Reihe von Stoffen, die unserer Umwelt wirklich nicht zuträglich sind. Auch wenn sie den Planeten nicht gleich unbewohnbar machen, mindern sie doch unsere und die Lebensqualität unserer Mitgeschöpfe unnötig, von den Landschafts- und Lebensraumzerstörung durch die Gewinnung von Kohle- und Erdöl ganz zu schweigen. Auch wenn "Klimaschutz" Humbug ist, die Nutzung regenerativer Energien ist es keineswegs.          

Mehr über den "Nachbrenner" für Wasserkraftwerke steht übrigens auf der Doppelpower-Website.

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentare

Wassermann 05/22/2011 04:02


Jaja die pfiffigen Schweizer ;) Ich habe kürzlich davon in der Zeitung gelesen.
Deine Ansichten zu Bürgernaher, sauberer Energieversorgung teile ich übrigens zu 100 %


joe 02/09/2010 05:18


Pfiffige Idee!


Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

Vergleichen hilft Sparen!