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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

2. Juni 2011 4 02 /06 /Juni /2011 14:59

Neben den etablierten Währungen gab und gibt es immer wieder alternatives Geld wie Regionalgelder oder Tauschringwährungen. Teilweise funktionier(t)en Sie recht gut wie seinerzeit der Wörgler Schilling, teilweise sind sie im Grund nur eine Spielerei, wie diverse derzeitige Regionalwährungen, die mit Euros hinterlegt sind.

   Die meisten alternativen Währungen haben noch relativ wenig Bedeutung, auch wenn sie natürlich im Prinzip immer Experimentierfelder darstellen, auf denen Erfahrungen mit Geldsystemen gewonnen werden. Diese Erfahrungen können wertvoll werden, dann nämlich, wenn es ernst wird, weil das "richtige" Geldsystem zusammenbricht und es darum geht, schnell alternatives Geld zu schaffen, um die reale Wirtschaft wenigstens in der Region am Laufen zu halten.

   Wie wenig die existierendenRegionalgelder derzeit noch bewirken, sieht man daran, dass sie von Staat und Banken geduldet, ja sogar wohlwollend behandelt werden. Wenn ein alternatives Geld anfängt, etwas zu bewirken, wird es sofort bekämpft, wie das seinerzeit beim Wörgler Schilling oder bei der Wära der Fall war. Wenn Staat und etablierte Finanzwirtschaft beginnen, sich für eine alternatives Geld zu interessieren, ist das daher ein sicheres Zeichen dafür, dass es das Potential besitzt, etwas zu bewirken.

   Genau das ist jetzt bei einem alternativen Geld passiert, das es schon seit 2009 gibt, das aber erst jetzt auf einmal in den Fokus der Medien und vor allen Dingen der vom derzeitigen Geldsystem Profitierenden gerückt ist.

   Es geht um den Bitcoin. Der Bitcoin ist eine alternative Währung, die wie Buchgeld nur in Computern existiert, dabei jedoch gleichzeitig die wichtigsten Eigenschaften von Bargeld hat: Es lässt sich nämlich nicht durch Kreditvergabe beliebig vermehren und es ist anonym.

   Ein Bitcoin ist im Grunde nichts anderes als eine Zahlenfolge, die bestimmte mathematische Bedingungen erfüllt. Diese Bedingungen sind so kompliziert, dass es einen gewaltigen Rechenaufwand erfordert, eine solche Zahlenfolge zu finden. Das Errechnen und Verwalten der Bitcoins besorgt eine Community, das Ganze ist nämlich ein Open-Source-Projekt.

   Im Prinzip ist das Ganze eigentlich nichts anderes als ein Buchungssystem, nur dass es eben anonym ist. So wie der Besitzer einer Summe Bargeld derjenige ist, der die jeweiligen Scheine oder Münzen besitzt, ist der Besitzer einer Summe in Bitcoins, derjenige, der die Kennungen der entsprechende Bitcoins kennt bzw. auf seinem Computer hat. Die Kennung eines Bitcoins wird verändert, wenn er ausgegeben wird, so dass man denselben Bitcoin sowie eine Münze oder einen Banknote immer nur einmal ausgeben kann.

   Die ganze Organisation der Generierung und Weitergabe von Bitcoins wird von einem verteilten System aus sehr vielen Rechnern erledigt, so dass sich der Fluss der Bitcoins genauso wenig überwachen lässt, wie der von Bargeld.

   Mittlerweile hat eine ganze Reihe von Experten festgestellt, dass dieses System funktioniert. Genau das ist wohl auch der Grund dafür, dass sich neuerdings eine ganze Menge von Leuten und Organisationen für den Bitcoin zu interessieren beginnt, unter anderem auch die CIA. Mit dem Bitcoin lassen sich nämlich im Prinzip sämtliche Kontrollmöglichkeiten aushebeln, die das herkömmliche Geldsystem staatlichen Stellen und Banken an die Hand gibt: Weder lässt sich die Menge der vorhandenen Bitcoins kontrollieren, noch können Konten eingefroren oder Wege von Zahlungen nachvollzogen werden.

    Das macht den Bitcoin natürlich für jeden interessant, der sich bei seinen Geldtransaktionen nicht in die Karten schauen lassen möchte. Außerdem fallen beim Gebrauch von Bitcoins keinerlei Überweisungs- oder Kontoführungskosten an. Nahezu unbemerkt von den Mainstreammedien hat sich der Bitcoin bereits zu einem gewissen Grade etabliert. Man kann schon an vielen Stellen damit bezahlen und es gibt Wechselkurse zu herkömmlichen Währungen. Übrigens hat die Hacker-Währung seit ihrer Entstehung gewaltige Kursgewinne verzeichnen können: Entsprach vor zwei Jahren ein Bitcoin zunächst nur wenigen Cents, ist er heute bereits mehrere Dollar wert.

   Das hat natürlich eine ganze Menge Leute aufgeschreckt. So hat beispielsweise der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) das Projekt scharf kritisiert und ein gesetzliches Verbot gefordert. Und wie gesagt: Auch die CIA interessiert sich bereits dafür.

   Die Frage ist nur, ob sich ein gesetzliches Verbot des Bitcoin überhaupt durchsetzen lässt. Verbieten kann man nur etwas, das man kontrollieren kann und der Bitcoin wurde ja als ein Zahlungsmittel gemacht, dessen Gebrauch niemand kontrollieren kann. Einige Leute sehen ihn daher auch als Mittel, die totale staatliche Kontrolle des Zahlungsverkehrs durch ein Bargeldverbot wie es in Schweden bereits gefordert wurde zu unterlaufen. Das Lustige daran: Die schwedischen Argumente, für ein Bargeldverbot, nämlich die dort angeblich so häufigen Raubüberfälle, ziehen beim Bitcoin nicht. Wer den verbieten will, zeigt, dass es ihm um etwas anderes geht, nämlich um vollständige Kontrolle der Menschen. 

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