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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

11. Februar 2013 1 11 /02 /Februar /2013 07:54

Wie man heute bei Spiegel Online lesen kann, fordern 100 Wissenschaftler, Gewerkschafter und Politiker eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Das ist lange überfällig, denn die hohen Arbeitslosenzahlen beruhen nicht zuletzt darauf, dass wir in den letzten Jahrzehnten sehr viel produktiver geworden sind. Anstatt nun die Arbeitszeiten entsprechende zu verkürzen, hat man einfach die Zahl der Stellen gesenkt.

  Das kommt auf den ersten Blick billiger, denn wenn man beispielsweise sechs Leute jeweils acht Stunden pro Tag arbeiten lässt anstatt acht Leute je sechs Stunden, braucht man nur sechs Arbeitsplätze einzurichten. Das spielt bei den heute oft teuren Maschinen - wie etwa CNC-Bearbeitungszentren - natürlich eine große Rolle.

Ein richtiger Schritt... 

  Allerdings könnten mit einer sechsstündigen täglichen Arbeitszeit die Investitionen in die Arbeitsplätze noch besser ausgenutzt werden: Dann wäre es nämlich ohne Weiteres möglich, in zwei Schichten, also zwölf Stunden täglich zu arbeiten, ohne dass in der Frühschicht der Arbeitsbeginn übermäßig früh und in der Spätschicht der Feierabend übermäßig spät wäre. Die bessere Ausnutzung der Betriebsmittel an den Arbeitsplätzen und die höhere Leistung der Arbeiter in den kürzeren Schichten würde für ein besseres Verhältnis des Gewinns zu den Investitionen sorgen, aus dem dann der Lohnausgleich finanziert werden könnte.

... aber eben nur ein Schritt

  Das Ganze hat nun jedoch einen Haken: Damit es funktioniert, muss genügend Geld im Umlauf sein, damit die höhere Produktivität auch verkauft und aus dem Erlös die höheren Ausgaben für die Löhne bestritten werden können. Genau daran hapert es jedoch, was eine Folge der Geldschöpfung aus Schulden ist, die in unserem System stattfindet. Bei näherem Hinsehen ist es nämlich die daraus folgende ständig wachsende Verschuldung und die daraus wiederum resultierende Zinsbelastung, welche die Arbeitgeber zwingt, an den Löhnen zu sparen und so zu stagnierenden und sogar sinkenden Reallöhnen führt. Genau dieser Umstand ist auch schuld daran, dass die aus der Erhöhung der Produktivität infolge technischer Weiterentwicklung resultierende Entwicklung zu immer kürzeren Arbeitszeiten stagnierte bzw. sich sogar umkehrte.

  Entscheidend ist, dass erst einmal das Geldsystem in Ordnung gebracht wird. Dazu ist allermindestens eine Währungsreform mit radikalem Haircut nötig, besser noch wäre eine Umstellung auf tatsächlich wieder vom Staat geschöpftes Geld und noch besser ein Geld mit Umlaufsicherung. Dann wäre es auch wieder möglich - was auch sinnvoll ist - mehr für den eigenen Markt als für den Export zu produzieren. Mit dem heute erreichten Grad der Automatisierung und der daraus folgenden hohen Produktivität könnten wir dann nämlich auch wieder die eher niedrigpreisigen Komsumgüter im eigenen Land herstellen, die wir heute aus Billiglohnländern beziehen.

  Gleichzeitig muss die Entwicklung zur Nutzung regenerativer Energiequellen im eigenen Land forciert werden. Nicht weil die die Klimaerwärmung, die - so es denn eine gibt - nicht von Menschen gemacht ist, verhindern würde. Sondern weil wir damit von importierter Energie unabhängig werden und gleichzeitig für eine kleinräumigere flexiblere Wirtschaft sorgen, also der Pest der Globalisierung entgegenwirken. Regenerative Energiequellen können überall sowie auch dezentral in jeweils passenden Maßstab genutzt werden,  so dass Energie nahe bei den Energieverbrauchern gewonnen werden kann. Das bedeutet gleichzeitig überschaubare Technik, die Geschäft für die Mittelständler in den Regionen und wohnortsnahe Arbeitsplätze schafft.

  Daduch wiederum entsteht bzw. verbleibt Kaufkraft in der Region, was weiteren regionalen Unternehmen zu Gute kommt. Natürlich bleiben dabei die Großkonzerne, vom Energiemulti bis zum Lebensmitteldiscounter im Regen stehen. Da gehören sie aber auch hin, denn nach der Finanzindustrie sind sie ebenfalls eine Ursachen unserer Misere. Um die dort verloren gehenden Arbeitsplätze braucht man sich nicht zu sorgen, denn die enstehen in den Regionen neu - und in besserer Form, weil wohnortnah in überschaubaren Unternehmen.              

Ein Tabu, selbst für Linke

  Selbst Linke wie Sarah Wagenknecht trauen sich nicht zu sagen, was tatsächlich Sache ist und unser aus Schulden geschöpftes Geld als tatsächlichen Grund dafür zu nennen, dass sich die wirtschaftliche Situation von Unternehmen und Bürgern bereits seit Jahren nicht mehr so entwickelt, wie es dem technischen Fortschritt entsprechen würde. Daher ist auch die Forderung nach einer 30-Stundenwoche bestenfalls eine halbe Sache. Mit dem Verweis auf das knappe Geld kann die Gegenseite diese Forderung nämlich jederzeit der (scheinbaren) Lächerlichkeit preisgeben, solange der breiten Masse nicht klar ist, woher diese Geldknappheit eigentlich stammt und dass zu allererst das Übel der durch das Zinseszinsystem automatisch stetig wachsenden Verschuldung besitigt werden muss, damit wieder alle in den Genuss der Früchte ihrer Arbeit kommen können. 

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