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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

22. März 2012 4 22 /03 /März /2012 13:38

So ziemlich jeder intensive Internet-Nutzer wird sie kennen: Die so genannten Abofallen, die auf Websites zu den unterschiedlichsten Themen lauern und versuchen, arglosen Surfern  das Geld aus der Tasche zu ziehen. Jetzt hat ein Gericht einen Betreiber solcher Abzockmaschinen zu einer empfindlichen Haftstrafe verdonnert.

 Bei einer Abofalle werden Sufer verleitet, sich für einen vermeintlich kostenlosen Dienst zu registrieren, etwa für den Zugang einer Seite mit Freeware zum Downloaden. Irgdendwo versteckt auf der Anmeldeseite - vorzugsweise unterhalb des "Abschicken"-Buttons, wo man nicht hinschrollt - oder in den AGB steht jedoch, dass das jeweilige Angebot soundsoviel pro Monat oder Jahr kostet, was man dann angeblich anerkannt hat und zur Kasse gebeten wird.

Etwas für naive Gemüter       

   Von Anfang an waren Abofallen vor allem ein Problem, für Leute, die sich leicht einschüchtern lassen und autoritätsgläubig sind und sich vor allem unklug im Netz verhalten: Ist man in eine Abofalle gegangen, reicht es in vielen Fällen aus, die Zahlungsaufforderungen einfach zu ignorieren. Wer es etwas geordneter mag, kann auch von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch machen und dabei gleichzeitig den behaupteten Vertragsabschluss juristisch wasserdicht anfechten und für alle Fälle auch noch wirksam widerrufen. Einen Musterbrief dazu gibt es zum Beispiel auf Tutsi.de.

   Auf jeden Fall kann man das Geplärre ignorieren, wenn man sich mit einem erfundenen Namen, einer ausgedachten Anschrift und einer eMail-Addy registriert hat, die man mit eben solchen Daten bei einem Freemailer eingrichtet hat. Das sollte man auf jeden Fall grundsätzlich tun, wenn man sich irgendwo registriert, es sei denn man will über das Internet ernsthafte Geschäfte machen. Will man etwas kaufen oder verkaufen, seien es Waren über eBay oder eBooks über Amazon, wird man nicht umhinkommen, seinen richtigen Namen anzugeben. Ansonsten firmiert der schlaue Surfer überall als Hans Mustermann aus 0815 Musterhausen oder Fritz Piesepampel aus Hinterpichelspotschen. Die Angabe eines falschen Namens ist (ausgenommen natürlich in betrügerischer Absicht!) nämlich nur gegenüber Behörden, der Polizei oder dem Militär strafbar, ansonsten nicht.

Die Rechtssprechung reagierte

  Offenbar wurde jedoch von Abofallen-Abzockern das eine oder andere Mal doch versucht, das geforderte Geld einzuklagen. Das bewirkte aber lediglich, dass eine Rechtssprechung entstand, die gewisse Normen für die Erkennbarkeit der Kostenpflichtigkeit eines Angebotes festlegt. Mit den Klagen haben die Abzocker also nicht nur selbst Gerichts- und Anwaltskosten in den Sand gesetzt, sondern auch noch für Urteile gesorgt, auf die man verweisen kann.

  Ganz eklig kam es jetzt für einen Abofallensteller in Hamburg. Das Landgericht dort verurteilte ihn zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis. Die Richter verstanden offenbar absolut keinen Spaß und nannten das, was der Bursche und seine sechs Mittäter gemacht hatten "gewerbs- und bandenmäßigen Betrug". Die Komplizen kamen etwas glimplicher davon, nämlich mit Geld und Bewährungstrafen.

  Wenn man in eine Abofalle getappt ist und die Forderungen nicht einfach ignorieren, sondern die Sache sauber aus der Welt schaffen will, kann man also nicht nur mit einem geharnischten Brief wie dem oben verlinkten reagieren, sondern darin auch mit einer Strafanzeige drohen. Oder auch gleich zur Polizei marschieren. Auf keinen Fall jedoch sollte man widerspruchslos zahlen.  

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