Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Über Diesen Blog

  • : Blog von Volker Wollny
  • Blog von Volker Wollny
  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
  • Kontakt

Profil

  • Fokko
  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.

Website:

Im Blog Suchen:

Newsletter abonnieren

Hier geht's zu Fokkos Selbstversorger-Newsletter:
Klicken!

Non-Blog-Sites

Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

20. Juni 2009 6 20 /06 /Juni /2009 15:51
Ein interessante Idee auf die ich heute gestoßen bin, ist die des Regiogeldes. Regiogeld ist ein Zahlungsmittel, das nur in einer bestimmten Region anerkannt wird, ähnlich wie nationale Währungen nur im jeweiligen Land gelten.

  Zugrunde liegt die Überlegung, dass Währungen, die, wie der Euro, in einem großen Wirtschaftsraum gelten, die Ausbildung strukturstarker und strukturschwacher Regionen begünstigen. Geld fließt immer in die den Warenströmen entgegengesetzten Richtungen. Das bedeutet nun, dass die strukturstarken Regionen, in denen produziert wird, mehr Waren in die strukturschwachen liefern als sie von dort beziehen und umgekehrt mehr Geld von den strukturschwachen Gebieten in die strukturstarken fließt als in die entgegengesetzte Richtung: Das Geld wird also aus den strukturschwachen Gebieten abgezogen.
 Dort fehlt es nun, was bewirkt, dass in solchen Gebieten weder investiert werden noch Arbeitskraft bezahlt werden kann. Das wiederum verursacht eine Abwanderung der Arbeitskräfte in die strukturstarken Regionen, was diese weiter stärkt und die strukturschwachen noch mehr schwächt. Durch länderübergreifende Zahlungsmittel wie dem Euro bleiben solche Entwicklungen nun nicht auf einzelne Staaten beschränkt, sondern können wesentlich weiträumiger ablaufen.
 Ein Lösungsansatz ist das Regiogeld: Da es nur in der jeweiligen Region gilt, muss derjenige, der es verdient, es auch wider in der Region ausgeben. Dadurch fördert er regionale Unternehmen, die aber wiederum in der gleichen Lage sind: Sie müssen das eingenommene Regiogeld wieder regional ausgeben und so weiter. Dadurch bleibt die Kaufkraft in der Region und damit die Nachfrage und letztendlich auch die Arbeitsplätze. Im Grunde tut das Regiogeld also folgendes: Es zwingt dazu, das, was es vor Ort gibt, auch vor Ort zu kaufen, schafft damit Nachfrage und dadurch die Möglichkeit, vor Ort etwas zu produzieren, was sich auch absetzen lässt.
 Regiogeld stärkt also die regionalen Wirtschaftskreisläufe, was ja auch ein wichtiger Aspekt des Selbstversorgungsgedankens ist. Zudem sorgt es für kurze Wege, was nicht nur Energei, ondern auch Ressourcen und Arbeitskraft einspart: Mit Regiogeld kauft man in Bayern bayerische Milch und nicht welche aus Schleswig-Holstein. Da aber trotz Regiogeld der Euro – oder vielleicht auch schon bald wieder die Mark? – ja weiter existiert, kann man trotzdem ein Flensburger Pils genießen, das im Grunde dadurch bezahlt wird, dass es auch in Norddeutschland Leute gibt, die gerne mal ein Hacker Pschorr oder ein Paulaner zischen.
 Ich selbst war übrigens erstaunt, in wieviel Regionen Deutschland bereits Initiativen arbeiten, welche ein Regiogeld einführen wollen oder sogar schon eingeführt haben. Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass diese Entwicklung in den etablierten Medien totgeschwiegen wird, da sie ja der allgemein als Heilslehre propagierten Globalisierung wirkungsvoll entgegenarbeitet.

Links:

Video über Regiogeld
www.regiogeld.de
Regionales Wirtschaften

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentare

Thomas Hempel 06/24/2009 21:35

Regiogeld ist tatsächlich eine schöne Idee, und mehr als das. Zwei Gedanken noch zur Ergänzung:

Regiogeld ist die bisher einzige Form demokratischer Geldversorgung. Falls es uns gelingt, das nötige Vertrauen in diese Geldform zu schaffen, könnten mindestens 30% der Einkäufe mit regionalem Geld abgewickelt werden und tatsächlich erhebliche Impulse davon ausgehen. Dass dieses Geld von BürgerInnen und UnternehmerInnen selbst geschaffen wird, spielt für mich nicht nur eine Nebenrolle.

Zum Zweiten widerspreche ich der Formulierung: "Es zwingt dazu, das, was es vor Ort gibt, auch vor Ort zu kaufen... ". Regiogeld ist ein frweiwillig akzeptiertes Zahlungsmittel. Rechtlich und auch vom Selbstverständnis der Initiatoren her ist niemand gezwungen, es anzunehmen oder auszugeben. Daher formuliere ich lieber so: Es regt die regionale Wertschöpfung an :-)

Gruß

Thomas Hempel
Regiogeld.e.V.

Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

Vergleichen hilft Sparen!