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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

25. April 2009 6 25 /04 /April /2009 11:24

Im dritten Teil meiner Artikelreihe über Jagdwaffen geht es um Flinten, Schrotpatronen und Flintenlaufgeschosse Leider ist in vielen Gegenden Deutchlands das Niederwild rar geworden, sodass dem Schrotschuss heute etwas weniger Bedeutung zukommt als früher. Trotzdem sollte sich jeder Jäger auch mit Flinten auskennen und einigermaßen damit schießen können

Jagdwaffen I
Jagdwaffen II
Jagdwaffen IV
Jagdwaffenn V


Wenn auch die Einsatzmöglichkeiten der Flinte im Jagdbetrieb zurückgegangen sind, ist sie nach wie vor ein beliebtes Sportgerät

 In Württemberg etwa wird bei der Jägerprüfung im Teil Flintenschießen nur noch der Schuss auf den Kipphasen verlangt, die Trapp-Taube ist weggefallen. Im sportlichen Schießen und beim jagdlichen Schießen auf dem Stand und als Wettbewerb hat die Flinte jedoch nach wie vor ihre Bedeutung. Ausserdem macht Flintenschießen einen Heidenspaß, geht aber leider ein wenig ins Geld, denn bei den gängigen

Flinten und Flintenläufe

  Aus Flinten verschießt man vor allem Schrot. Dazu haben sie glatte Läufe. Auch hier wird der Durchmesser des Laufes als Kaliber bezeichnet. Im Unterschied zu Büchsenkalibern wird das Kaliber eines Flintenlaufes nicht mit einem Längenmaß bezeichnet, sondern mit einer reinen Zahl. Die Kaliberzeichnungen bei Flintenläufen gehen offensichtlich noch auf die ebenfalls glatten Musketenläufe zurück, aus denen man bleierne Rundkugeln verschoss. Kaliber 12 z.B. bedeutet nichts anderes, als dass in einen solchen Lauf eine bleierne Rundkugel passt, die 1/12 englisches Pfund wiegt; analog hierzu passt in eine 16er Flintenlauf eine Bleikugel, die 1/16 Pfund schwer ist.

Zum Verschießen von Schrot verwendet man Flinten

  Am gebräuchlichsten sind Flintenläufe in den Kalibern 12 und 16; es gibt aber auch 20er Flinten, elegante, leichte Waffen, die man deswegen manchmal auch als Damenflinten bezeichnet. Ein noch kleineres Flintenkaliber tanzt in der Bezeichnung aus der Reihe und wird mit dem Zollmaß .410 bezeichnet, in dem bei den anderen Kalibern verwendeten Bezeichnungssystem müsste es Kaliber 36 heißen. Früher gab es außerdem noch Flinten im Kaliber 10, sogenannte Entenflinten.

Schrotpatronen

  Flintenpatronen unterscheiden sich außer im Kaliber auch in der Hülsenlänge. Es gibt Flintenpatronen, deren Hülsen 65 mm lang sind und solche, die 70 mm lang sind. Die Hülsenlänge ist Bestandteil der Bezeichnung: Eine 12er Schrotpatrone mit 65 mm langer Hülse z.B. wird mit "12/65" bezeichnet. Eine Gefahrenquelle ist, dass die 70er Patronen auch in Flinten für 65er passen.

Beim Schuss faltet sich der vordere Verschluss der Patrone auf, deswegen ist das Patronenlager etwas länger als das Nennmaß und es lässt sich die 70er Patrone auch ohne weiteres in das 65er Patronenlager einführen. Schießt die Patrone jedoch ab, dann fehlt der Platz für den aufgefalteten Verschluss. Dieser verengt dann den Übergangskegel zwischen Patronenlager und Lauf, was ein unzulässige und gefährliche Drucksteigerung bewirkt.

Schrotpatrone mit 67,5 mm Hülsenlänge

  Außer den Patronen mit 60 und 70 mm Hülsenlänge gibt es auch welche mit 67,5 mm, die man aus beiden Patronenlagern verschießen kann. Außerdem gibt es Magnum-Schrotpatrronen mit 76 mm Hülsenlänge, die man natürlich nur aus Flinten mit dafür eingerichteten Patronenlagern verschießen kann.

  Jagdschrotpatronen enthalten meist 36 g Schrot, Sportpatronen weniger. Die Anzahl der Schrotkugeln, die jeweils auf diese Menge gehen, hängt von deren Größe ab. Heute bezeichnet man diese in Millimeter, daneben existieren aber noch die alten deutschen und englischen Bezeichnungen, bei den die Schrotgrößen numeriert werden. Wenn jemand z.B. von "3er Schrot spricht", muss man also nachfragen, ob er 3 mm Schrot meint oder Schrot Nr. 3, wenn letzteres, auch noch ob er die deutsche oder die englische Nummer meint.

Flintenlaufgeschosse

  Prinzipiell ist der glatte Lauf einer Flinte dafür gedacht, daraus Schrot zu verschießen. Nun kann es aber passieren, dass man im Revier unterwegs ist und nur eine Schrotflinte führt, aber in eine Situation gerät, in der man einen Kugelschuss tun muss. Das kann z.B. der Fall sein, wenn man auf dem Entenanstand war und auf dem Rückweg zum Auto einer Rotte Sauen begegnet. Sauen sind Schalenwild - das ist der Ausdruck der Jägersprache für Huftiere - und auf Schalenwild darf man nur mit der Kugel schießen, nicht mit Schrot. Normalerweise müsste man diese Gelegenheit also vorbeigehen lassen.

  Für solche Fälle hat ein kluger Jäger jedoch - sofern er in einem Revier jagt, wo so etwas passieren kann - immer einige Patronen mit Flintenlaufgeschossen in der Tasche und kann so einen behelfsmäßigen Kugelschuss abgeben. Flintenlaufgeschosse sind im Grunde nichts weiter als zylindrische Bleistücke, die durch den Lauf der zugehörigen Flinte passen. Da ein Flintenlauf keine Züg aufweist, kann das Flintenlaufgeschoss - kurz auch als FLG bezeichnet - nicht in Rotation versetzt und dadurch stabilisiert werden. Aus diesem Grunde ist am Heck des Geschosses ein Filzpropfen angebracht, der dafür sorgt, dass das FLG wie ein Wurfpfeil immer mit dem schwereren, dem bleiernen Teil voran fliegt und so einigermaßen stabilisert wird.

 Ein Flintenlaufgeschoss ist immer nur ein Notbehelf und kann lediglich auf kurze Entfernungen eingesetzt werden. Trotzdem waren und si nd manche Jäger darauf angewiesen: In der DDR etwa war es für den Normalbürger äußerst schwierig, die Erlaubnis zum Erwerb einer Büchse zu erhalten. Da man aber doch auch Schalenwild jagen wollte und musste, wich man auf das FLG aus. In den USA ist auch heute noch stellenweise der Besitz von Büchsen verboten. Auch dort müssen die Jäger auf Flintenlaufgeschosse ausweichen; es werden zu diesem Zweck sogar Flinten hergestellt, die speziell auf das Verschießen von Flintenlaufgeschossen ausgelegt sind.

Patrone mit Flintenlaufgeschoss

  Flintenlaufgeschosse sind eine nicht ganz ungefährliche Sache: Sie fliegen nicht so weit wie richtige Kugeln, aber wesentlich weiter als Schrot. Beim Schießen mit Schrot reicht es, wenn sich im jeweiligen Gefahrenbereich - je nach Schrotgröße einige Hundert Meter - nichts befindet, was durch den Schuss gefährdet würde. Beim Schießen mit dem FLG muss ein richtiger Kugelfang vorhanden sein, also eine massive Struktur, welche das Geschoss aufhält, wenn es das Ziel verfehlt oder komplett durchschlägt und weiterfliegt.

  Aus diesem Grunde muss man sich immer klar darüber sein, ob man Schrot oder ein Flintenlaufgeschoss geladen hat, man muss aufpassen, dass man die Patronen nicht verwechselt. Deswegen sind Patronen mit Flintenlaufgeschossen transparent, so dass man sieht, was sich daran befindet. Sie sind außerdem vorne offen, damit man die Spitze des Geschosses ertasten kann. Und auf gar keinen Fall darf man Schrotpatronen und solche mit Flintenlaufgeschossen in der gleichen Tasche tragen, denn dann ist beim schnellen Nachladen die Verwechselung vorprogrammiert!

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Kommentare

Louisette 05/05/2009 21:28

hallo interresante blog,
schöne fotos
Liebe Grüss aus Belgie.
Einen schöne Tag wünsche ich dir!

Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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