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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

9. April 2009 4 09 /04 /April /2009 14:04

Ich arbeite gerade an einem Text über World of Warcraft. An einer Stelle muss ich dabei beschreiben, wie der Spieler den jeweiligen Lehrer für seine Charakterklasse findet. Eigentlich nichts einfacher als das. Oder doch nicht?

Nicht nur der wackere Zwerg ist verwirt ob soviel weiblicher Schönheit bei einer Lehrkraft: auch der Verfertiger von Texten kann heutzutage in Bedrängnis geraten, wenn sich in seinem Produkt Männlein und Weiblein bunt durcheinander mischen...

 Ich gehe zunächst in aller Unschuld ans Werk. Welchen Inhalt will ich vermitteln? Ordentlicher Satzbau, einfach und verständlich, keine Schachtelsätze. Und packe die Informationen, wo man die guten Leutchen finden kann, also in die folgende Passage:

Deinen Lehrer erkennst Du zunächst am gelben Fragezeichen, welches NPCs markiert, bei denen Du eine Quest abgeben kannst. Wenn Du die Quest abgegeben hast, wird er zu einem ganz normalen Lehrer, den Du jedesmal aufsuchen kannst, wenn Du eine geradzahlige Stufe erreicht hast und er neue Fähigkeiten für Dich bereithält.

 Doch halt - oh Schreck! Es handelt sich nicht nur um Lehrer, sondern es sind auch Lehrerinnen dabei! Ich möchte ja nicht gegen die Political Correctness verstoßen, vor allem da ja in Zeiten von Emazipation und Gleichberechtigung auch die holde Weiblichkeit "Killerspiele" spielt. Speziell Im Fall von World of Warcraft sind das übrigens gar nicht so wenige. Ein erster Erfolg von Gender Mainstreaming?

 Weil also auch die Mädels gerne virtuell Axt und Streitkolben schwingen und daher Anstoß an sexistischer Ausschließlichkeit des Maskulinums nehmen könnten, muss der Satz folgendermaßen lauten:

Deine(n) LehrerIn erkennst Du zunächst am gelben Fragezeichen, welches NPCs markiert, bei denen Du eine Quest abgeben kannst. Wenn Du die Quest abgegeben hast, wird er bzw. sie zu einem/r ganz normalen LehrerIn, den/die Du jedesmal aufsuchen kannst, wenn Du eine geradzahlige Stufe erreicht hast und er/sie neue Fähigkeiten für Dich bereithält.

Tja, so ist das: Alle zu berücksichtigen macht eben mehr Arbeit. Fördert es aber auch die Lesbarkeit? Egal. Denn gerade merke ich, dass ich mich auch in diesem Text bereits wieder an der Gleichberechtigung vergangen habe. Der zweite Satz im Lead dieses Artikels muss nämlich lauten:

An einer Stelle muss ich dabei beschreiben, wie der/die SpielerIn den/die jeweilige(n) LehrerIn für seine/ihre Charakterklasse findet. 

 Oder wäre folgendes besser?

An einer Stelle muss ich dabei beschreiben, wie die SpielerInnen die jeweiligen LehrerInnen für ihre Charakterklassen finden.

 Dann würde auch die fragliche Passage in meinem Text folgendermaßen lauten:

Deine LehrerInnen erkennst Du zunächst am gelben Fragezeichen, welches NPCs markiert, bei denen Du eine Quest abgeben kannst. Wenn Du die Quest abgegeben hast, werden sie zu ganz normalen LehrerInnen, die Du jedesmal aufsuchen kannst, wenn Du eine geradzahlige Stufe erreicht hast und sie neue Fähigkeiten für Dich bereithalten.

 Das Problem dabei ist aber, dass jeder Spieler - pardon - jede(r) SpielerIn entsprechend seiner/ihrer gewählten Charakterklasse ein(e) bestimmte(n) LehrerIn aufzusuchen muss und nicht jede(r) SpielerIn zu jeder/m beliebigen LehrerIn gehen kann. Muss ich also die Präzision der Aussage opfern um politisch korrekt und einigermaßen lesbar zu bleiben?

 Tja, in Zeiten von Gleichberechtigung, Gender Mainstreaming und Political Correctness hat es ein armer Schreiberling halt nicht leicht....

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Kommentare

Nomadenseele 04/09/2009 23:58

Ich benutze grundsätzlich die männliche Form, weil mir dieses verkorkste Deutsch auf den Nerv geht. Bedenklicher ist, dass ich für mich selber als Faulheit auch die männliche Form benutze.

Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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