Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Über Diesen Blog

  • : Blog von Volker Wollny
  • Blog von Volker Wollny
  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
  • Kontakt

Profil

  • Fokko
  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.

Website:

Im Blog Suchen:

Newsletter abonnieren

Hier geht's zu Fokkos Selbstversorger-Newsletter:
Klicken!

Non-Blog-Sites

Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

28. Februar 2009 6 28 /02 /Februar /2009 14:39

Wer auf die Jagd geht, weiß, dass nicht alle Menschen damit einverstanden sind, was er tut. Manche wollen davon nur ganz einfach nichts wissen, andere jedoch bezeichnen ihn als Tiermörder. Und auch unter den letzteren gibt es nicht wenige, die trotzdem mit gutem Appetit ihr Wiener Schnitzel oder ihren Schweinebraten verzehren, ohne darüber nachzudenken, dass die auch einmal herumgelaufen sind und mehr oder weniger fröhlich  gemuht bzw. gegrunzt haben.

 Ein wunderbarer Maimorgen, die Luft ist frisch und die Vögel zwitschern. Es ist gerade hell geworden und eine wundervolle Ruhe liegt über der Waldlichtung. Zwischen den Stämmen im angrenzenden Hochwald ist es noch stark dämmerig. Ein Rehbock tritt auf die Lichtung, sichert, kann keine Gefahr entdecken. Ruhig beginnt er das taunasse Gras abzuzupfen und äst sich langsam zur Mitte der Lichtung hin.

 Plötzlich ertönt ein scharfer Pfiff. Der Bock wirft das Haupt auf - da kracht auch schon der Schuss. Die Vorderläufe knicken dem Rehbock ein, er wird wieder hoch, wendet sich um und will dorthin  zurück flüchten, wo er hergekommen ist. Aber er schafft es nicht mehr. Ein wenig schlegelt er noch im taufeuchten Gras, dann kommt der Tod...

Geht hier ein Lustmörder frevelnd seinen verwerflichen Gelüsten nach? (Bild: A.K.)

 

 Gerade erst ist der LKW auf den Hof gerollt. Schon sind die Schweine abgeladen und werden in die Halle getrieben. Natürlich wollen sie da nicht hinein. Schweine sind intelligente und sensible Tiere, sie ahnen, was ihnen blüht.

In der Halle steht ein Mann mit einer großen Zange. Mit der packt er den Kopf eines jeden Schweins und schaltet den Strom ein. Ein paar Tausend Volt fetzen durch das Gehirn des Tieres. Es zuckt, bricht dann zusammen. Ein anderer Mann packt das Schwein, hängt es an den Hinterfüßen auf und säbelt ihm die Kehle durch. Blut strömt heraus, die weiße Gummischürze und die weißen Stiefel des Mannes sind über und über damit besudelt.

 Nach dem Ausbluten kommen die Schweine in das kochend heiße Wasser des Brühbades. Da wacht eines wieder auf, zappelt, quiekt. Ein Lehrling kreischt in Panik: "Das lebt noch, das lebt noch..." - "Du blöder Hund, stell Dich nicht so an!" brüllt der Geselle. Er nimmt den Spalter und schlägt auf das Tier ein, das nicht aufhören will zu zappeln und zu quieken. Erst der dritte, oder vierte Schlag hat ihm den Schädel so weit zertrümmert, dass es jetzt still im Wasser treibt wie seine Geschwister...

 

Leben ohne zu töten?

 Es gibt eine Menge Menschen, die lehnen beide beschriebenen Szenen ab, weil sie der Meinung sind, der Mensch habe kein Recht, Tiere zu essen. Das ist konsequent und man muss ein solche Meinung zunächst einmal respektieren, auch wenn man sie nicht teilt. Das Problem ist, dass solche Menschen oft versuchen, anderen ihre Meinung aufzuzwingen.

 

Für Vegetarier erlaubt, für Veganer verboten: Honig, Eier, Milch...

 

   Bei den "Nicht-Tieressern" muss man zwei Gruppen unterscheiden: Vegetarier und Veganer. Vegetarier essen lediglich kein Fleisch und keinen Fisch, verwenden jedoch Produkte von lebenden Tieren wie Eier, Milch und Honig. Das ist der anderen Gruppe, den Veganern, nicht konsequent genug. Sie lehnen jede Tiernutzung ab, zum einen aus dem prinzipiellen Grund, dass sie es für Ausbeutung des Tieres ansehen, zum anderen deswegen, weil auch die Gewinnung der Produkte vom lebenden Tier in der Regel nicht ohne Todesfällen abgeht:

 Im Prinzip dürfte es tatsächlich recht einfach sein, nach Art der Vegetarier auf Fleisch zu verzichten: Bei einer entsprechenden Mischung von pflanzlichen Nahrungsmitteln und der Ergänzung mit tierischen Eiweißen und Fetten aus Eiern und Milchprodukten dürften wohl kaum Mangelerscheinungen auftreten und ein Mensch der sich so ernährt lebt sicher tatsächlich gesünder als die Masse der Fleischesser. Wer das also aus Rücksicht auf seine Gesundheit so macht, wird damit wohl nicht schlecht fahren.

 Allerdings wird es ihm auch nicht schaden dann und wann ein wenig Fleisch zu essen. Mit dem Verzicht auf Fleisch verhindert er nämlich das Töten von Tieren nicht: In der Milchviehhaltung fallen Kälber gewissermaßen als Abfallprodukt an und werden - gemästet und geschlachtet. Hühner, die keine Eier mehr legen können, bekommen höchsten bei einer etwas verschrobenen Öko-Familienmutti das Gnadenbrot, in der Regel wandern sie in die Suppe. Und selbst bei der Imkerei werden immer wieder Bienen getötet, sei es als "Kollateralschaden" bei der Pflege und Honiggewinnung, sei es gezielt zur Krankheitsbekämpfung. Davon, dass das Gros der Vegetarier auch sonst jede Menge Produkte verwendet, für die Tiere gestorben sind - man denke mal nur an Leder - wollen wir hier erst gar nicht reden.

Vom Eise befreit... Kaum spielt das Wetter mit, zieht es den zivilisationsgebleichten und weichgespülten Städter hinaus zu Mutter Natur, wie hier am weißen Kocher bei Aalen-Unterkochen. Es sei ihm gegönnt, zumal es sein gutes Recht ist. Problematisch jedoch ist, dass ihm oft nicht so recht gefallen mag, was der Jäger dort tut...

  Wer also aus Tierliebe "nichts isst, was einen anschauen kann", betrügt sich im Grunde lediglich selbst. Auf dieser Tatsache setzt die Argumentation der Veganer auf, der anderen Gruppe vom Menschen, die aus Tierliebe auf das Töten von Tieren verzichten möchten. Sie wollen konsequent auf Tiernutzung verzichten; viele von Ihnen lehnen es sogar ab, einen Hund oder eine Katze zu halten. Außer dem selbstverständlichen Verzicht auf Fleisch bedeutet dies: Keine Milch, keine Eier, kein Honig, kein Leder...

 Kein Leder? Aus was sind denn dann die Schuhe dieser Leute? Aus Bast vielleicht? Aus was ihre Taschen und Koffer? Aus Leinen und Holz? Die Antwort wird die meisten erstaunen: Viele Veganer argumentieren nämlich damit, dass es heute genügend Kunststoffe gibt, die Leder ersetzen können. Damit beißt sich ihre Anschauung jedoch mit derjenigen der Umweltschützer, Bio- und Öko-Freaks, unter denen man ja die meisten Vegetarier findet und die natürlich aus Umwelt- und Gesundheitsgründen (und keineswegs ganz zu Unrecht!) gegen Kunststoffe sind. Offenbar steckt der Öko-Fundi in der Misere, dass er zumindest eines seiner Anliegen opfern muss: Entweder unterstützt er die Tiermörder-Mafia oder die petrochemische Industrie...  Diese Dogmenkollision hindert beide Gruppierungen jedoch nicht, sich darin einig zusein, wo sie einen ihrer Hauptfeinde ausgemacht zu haben vermeinen: Im bösen, grünen Mann nämlich, der durch den Wald schleicht und herzige Tierlein meuchelt.

 Mit diesem Bild vom bösen Tiermörder transportieren die beiden Gruppen der Fleischverzichter Teile ihrer Ideologien nun auch zu einer dritten Gruppe von Leuten, die Probleme mit der Jagd haben. Das sind Leute, die oft von der Natur nicht viel Ahnung haben aber doch gerne zu ihr zurück wollen, wenn auch in der Regel möglichst nicht zu Fuß. Diese Leute sind meist in der Stadt aufgewachsen und nicht selten von dort aufs Land gezogen, zumindest pilgern sie des Sonntags dorthin um sich in Wald und Flur zu ergötzen und ihren Kindern das Reh zu zeigen, das ja bekanntlich die Frau vom großen Hirsch ist.

  Dort kommen Sie dann zuweilen mit dem in Berührung, was der Jäger tut. Manchmal - ja, natürlich, auch unter Jägern gibt es Arschlöcher - treffen sie mit einem üblen Exemplar dieser Gattung zusammen, der im Gefühle vermeintlicher Polizeigewalt den Bürger des Waldes verweisen möchte oder gar droht ihm den Hund zu erschießen. Solch eine Begegnung braucht es meist noch nicht

Das Töten von Tieren um zu essen gehört zum Leben. Es schadet auch ganz und gar nichts wenn Kinder das frühzeitig erfahren


 einmal, fast jeder kennt einen, der einen kennt, dem so etwas widerfahren sei. Und, schließlich, das müssen ja doch wohl ganz gefühllose und rohe Burschen sein: Die hocken im Hinterhalt und nieten die nichts ahnenden, friedlichen und fröhlichen Tierlein ab....

 

Unheimliche Begegnung in der Morgenstunde

 Einer ist vielleicht Naturliebhaber und Frühaufsteher, geht schon morgens mit seinem Hund im Wald spazieren. Dort wird er Zeuge einer Szene, wie sie als erste der beiden am Anfang dieses Textes geschildert wird: Da geht doch einer tatsächlich her und bringt in aller Öffentlichkeit das um, was er essen will. Und noch dazu so ein niedliches Reh! Das passt nicht in die Gefühlswelt des urbanen Gutmenschen. Der Tod ist etwas das man versteckt. Einer der das Gewehr an die Backe nimmt, kalten Blutes zielt, abdrückt und tötet - und das in aller Öffentlichkeit und im friedlichen Wald...

 Was geht in so einem eigentlich vor? Schließlich kann er jetzt nicht am erlegten Stück stehen ohne sich darüber klar zu sein, das jedes Leben einmal zu Ende geht, auch seines. Dies nicht zu verdrängen ist ja geradezu obszön! Das passt nicht in unsere Zeit! Warum ist das eigentlich noch nicht verboten?

 Kopfschüttelnd geht unser Naturfreund jetzt nach Hause und erzählt beim Frühstück seiner Frau von dem skandalösen Tun des grünen Unholds. Auf dem Tisch stehen Eier von Käfighühnern und Schinken, der sehr gut von dem Schwein aus der zweiten der beiden zu Anfang geschilderten Szenen stammen könnte. Und in den nächsten Ferien fährt die Familie auf den österreichischen Bergbauernhof, damit die Kinder auch mal mit Tieren zusammen sein können. Mit den netten Haflingerfohlen etwa, die es dort jedes Jahr gibt und die am Saisonende zum Schlachten nach Italien kommen, weil im nächsten Jahr für die kleinen Gäste wieder neue, ganz junge Kuscheltiere her müssen...

 

Ist der Jäger nun ein Mörder?

 Ganz klar ist eines: Ein Tier das man essen will, muss man töten. Der moderne Mensch leistet sich den Luxus, dieses Töten zu delegieren, zu verstecken, zu verdrängen. Tod und Grauen des Schlachthauses werden züchtig verborgen hinter dem Chromnickelstahl der Fleischtheke und dem bunten Etikett der Würstchendose. Die meisten derjenigen, die latent gegen Jagd und Jäger sind, stören sich nicht am Horror der Massentierhaltung, essen Fleisch aus dem Schlachthof und Eier aus Hühner-KZs. Sie haben im Grunde außer Gefühlsduseleien ("arme Tiere", "böser Jäger", "Meuchelmord" etc.)keine Argumente gegen die Jagd, wählen aber oftmals Parteien, die von radikalen Tierrechtlern beeinflusst und gegen die Jagd sind bzw. müssen zumindest als Stimmvieh von den anderen Parteien in diese Richtung bedient werden.

Ein erlegter Frischling, ein Ferkel vom Wildschwein: Natürlich ist das kein schöner Anblick, aber das ist der Tod selten oder nie. Dieses Stück Wild hat jedoch besser gelebt als ein Hausschwein

Die radikalen Tierrechtler, in der Regel sind sie Veganer, jedoch meinen Argumente zu haben. Sie stellen die Behauptung auf, dass das Töten von Tieren genauso verwerflich sei, wie das Töten von Menschen. Es gibt hier übrigens im wesentlichen zwei Gruppen, die sich auch noch gegenseitig spinnefeind sind und von zwei ganz unterschiedlichen, ja sogar gegensätzlichen Standpunkten aus argumentieren: Die eine Gruppe der Jagdgegner besteht aus Atheisten, die andere aus religiösen Fanatikern.

  Die religiösen Fanatiker behaupten, dass Gott dem Menschen verboten hätte, Tiere zu töten. Das ist eine recht haltlose Behauptung, denn in keiner der heiligen Schriften der Weltreligionen findet sich ein solches Verbot. Wohl steht in der Schöpfungsgeschichte in unserer Bibel, dass Gott den Menschen die Früchte der Bäume zur Nahrung bestimmt hat, aber das war noch im Paradies. Bei den Propheten findet sich die Vision vom Friedensreich, wo der Löwe neben dem Lamm Gras frisst und ein Knabe beide hütet. Das erste jedoch war vor dem Sündenfall, das zweite wird nach der Wiederkunft Christi sein. Wir leben in der Zeit dazwischen, in der gefallenen Welt, zu welcher der Tod gehört und in der man praktisch nicht leben kann ohne Tiere zu töten. Dass Gott das Töten von Tieren zu Nahrungszwecken nicht verbietet, geht schon aus den Speise- und Opfervorschriften des Alten Testaments hervor. Und auch im Neuen Testament wird Fleisch gegessen, sogar Jesus tut das. Selbst nach seiner Auferstehung isst er übrigens noch an einer Stelle einen gebratenen Fisch. Ein Verbot des Fleischessens lässt sich so ohne weiteres aus der Bibel wohl kaum ableiten.Das gleiche gilt für die Bhagavad Gita und erst recht für den Koran

  Diese Klippe umschiffen die Jagdgegner und Veganer der atheistischen Fakultät elegant, indem sie ganz einfach Religion für ungültig und für Volksverdummung erklären. Sie heben den Unterschied zwischen Mensch und Tier auf und stellen fest, dass der Mensch auch nur aus der gleichen Ursuppe komme wie die Tiere. Folglich hätte er kein Recht, sich über sie zu erheben und sich die Erde untertan zu machen.

 Diese Argumentation klingt zunächst griffig, hat aber schon einmal den Haken, dass sie die Frage aufwirft, warum der Mensch dann als ganz normaler Bestandteil der Ursuppe nicht am großen Weltenspiel des Fressens und Gefressenwerdens teilnehmen dürfe? Daraufhin kommen dann in der Regel schwammige Argumentationsversuche mit Ethik und Vernunft, die wir im Gegensatz(!) zum (uns doch angeblich gleichwertigen) Tier hätten.

 Wenn man jedoch die Existenz eines Gottes in Abrede stellt, wer legt dann die ethischen Maßstäbe fest? Vor wem soll sich der Mensch dann verantworten müssen? Wenn es keinen Gott gäbe, dann gäbe es auch keine Moral, weil dann auch keine Autorität da wäre, die berechtigt ist moralische Regeln aufzustellen. Jeder könnte dann mit dem Recht des Stärkeren das tun, woran andere nicht in der Lage sind ihn zu hindern, so wie das etwa bei Nietzsches Philosophie der Fall ist.

 Es zeigt sich bei ein wenig Nachdenken also ganz klar: Weder mit noch ohne Annahme eines Gottes lässt sich belegen, dass das Töten von Tieren zur Nutzung durch Menschen unmoralisch wäre. Es verbleibt also die Frage, ob denn dann, wenn schon die Tierhaltung und das Schlachten akzeptabel und moralisch gerechtfertigt sind, nicht doch wenigstens das Töten von wild lebenden Tieren heimtückisch und gemein wäre?

Auch dieses Jungrind ist für den Teller des Verbrauchers bestimmt. Ob er vorher noch eine ähnliche Lebensqualität haben wird wie ein Stück Wild?

 Nun, jedes Lebewesen will wohl leben. Aber das Fressen und gefressen Werden ist nun einmal Bestandteil der Natur. Wenn es nicht der Jäger ist, der ein Stück Wild tötet, dann wird es eventuell einem Raubtier zur Beute oder wird das Opfer von Parasiten. Das vom Jäger waidgerecht erlegte Wild ist in der Regel noch besser dran als das, welches einem Raubtier zum Opfer fällt, denn der heutige Jäger kann es sich leisten, möglichst schnell und schmerzlos zu töten, denn er hat die technischen Mittel dazu, ist nicht unbedingt auf seine Beute angewiesen und kann daher auch einmal auf die Erlegung verzichten, wenn ein sicherer Schuss nicht möglich ist.

  In jedem Falle ist das Wild besser dran, als das Nutzvieh. Es verbringt sein Leben in Freiheit und in einem weitgehend artgerechten Lebensraum, was man von Nutzvieh nicht behaupten kann. Unter diesem Aspekt betrachtet kann man ein Stück Wildpret also mit einem besseren Gewissen essen als ein Stück Fleisch von einem Haustier. Und wenn man selbst Fleisch isst, kann man dann den, der es beschafft, sei es der Metzger oder der Jäger, als Mörder bezeichnen?

  Wer Tierleid verhindern möchte, erreicht dies nicht, indem er die Jagd bekämpft. Die Jagd liefert, wie Bauernhöfe mit artgerechter Haltung und Schlachtung auf dem Hof, Fleisch von Tieren, die ein lebenswertes Leben und ein relativ schmerzloses und angstfreies Ende gehabt haben. Natürlich ist solches Fleisch teurer als das industriell erzeugte. Wir müssen aber nicht so viel Fleisch essen, wie das bei uns üblich ist. Wer weniger Fleisch, dafür aber Wildpret und Fleisch aus artgerechter Haltung kauft, gibt auch nicht mehr aus, verhindert aber tatsächlich Tierleid und tut seiner Gesundheit etwas Gutes.


Update 01.03.08: Hier steht übrigens ein Artikel, der die vegane Ernährung und ihre Vorzüge preist: veggie atzen

Ich habe natürlich dort auch per Kommentar diesen Beitrag verlinkt und bin gespannt, ob der Betreiber diesen Kommentar auch freischaltet... ;-)

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentare

Kieler 01/03/2010 11:01


Toller Blog. Ich bin begeistert - weiter so!

Beste Grüße aus Kiel


Nomadenseele 03/06/2009 17:39

Nachtrag:
Was ich unter keinen Umständen gutheißen kann, sind die englischen Fuchsjagdten - wer Vergnügen daran findet, wie so ein armes Vieh totgebissen wird, gehört auf den Scheiterhaufen :-( .
Wer sein reiterisches Können unter Beweis stellen möchte, kann das schließlich auch beim Militäry machen.

Fokko 03/06/2009 19:50


Muss ja nicht gleich Military sein. Springen ist so toll auch nicht für die Pferdeknochen. Aber man kann es machen wie bei der deutschen Fuchsjagd: Da macht ganz einfach ein Reiter den Fuchs. 


Nomadenseele 03/06/2009 17:33

Ich empfehle das Buch von Precht: Wer bin ich und wieviele? http://www.amazon.de/Wer-bin-ich-viele-philosophische/dp/3442311438/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1236356989&sr=8-1

In einem Kapitel wird genau die Frage diskutiert, ob ein Tier weniger Rechte hätte als ein Mensch und ob es moralisch vertretbar ist, ein Tier zu essen. Nach der Lektüre sage ich: Nein, hat man nicht - und trotzdem mache ich es weiter, ganz einfach, weil ich Sushi zu sehr mag. Richtiges Fleisch esse ich seitdem aber kaum noch.

Außerdem gäbe es ohne Jäger zuviel Wild im Wald, welches die Bäume schädigt oder - wie Wildschweine - regelgerecht gefährlich sind. Bei letzteren bin ich froh, wenn sie jemand tötet, gebe ich offen zu und das, obwohl sie sicherlich auch Gefühle haben.

antistyleandträsh 03/01/2009 19:09

bei mir is kein kommentar angekommen..
wollte ich hier nurmal klarstellen

Fokko 03/02/2009 15:05



Doch, guck mal in Deinen Spam-Filter. Ich hab ihn grade nochmal gechickt und bekam, wie beim ersten Mal, diese Meldung:


Sorry, Ihr Kommentar wurde von dem Spamfilter dieses Blogs als Spam markiert. Dies mag ein Fehler sein, in diesem Fall bitten wir höflichst um Verzeihung. Ihr Kommentar wird dem
Blog-Administrator vorgelegt, der ihn unverzüglich freischalten kann.
Sie können den Blog-Administrator per E-Mail darüber in Kenntnis setzen.




justusverus 03/01/2009 11:38

Ich habe selten einen so fundierten beitrag zur frage "Sind Jäger Tiermörder" gelesen!
Vielleicht sollte eine gewisse satirisch- ironische schärfe noch in dem artikel ausgebügelt werden.
Toller beitrag!
Ecki

Fokko 03/02/2009 15:08


Vielen Dank für die Blumen! Aber die satirsch-ironische Schärfe bleibt, denn die ist mein Markenzeichen... ;-)


Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

Vergleichen hilft Sparen!