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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

11. Februar 2009 3 11 /02 /Februar /2009 09:17

Eines der drückendsten aktuellen Probleme ist die hohe Arbeitslosigkeit. Sie bringt den Betroffenen nicht nur materielle Sorgen, sondern auch Selbstwertprobleme, denn in unserer Gesellschaft orientiert sich die Einschätzung eines Menschen zu einem erheblichen Teil an seiner Arbeit und seinem Verdienst. Auffalllend ist auch, dass heutzutage viel mehr Frauen berufstätig sind als früher. Nehmen die Frauen etwa den Männern die Arbeit weg?

Mit der Industrialisierung kam nicht nur die Möglichkeit, mit weniger Arbeitsaufwnd mehr Güter zu schaffen, sondern auch das Problem der Arbeitslosigkeit: Dafür zu sorgen, dass alle ein lebenswertes Leben führen können, egal ob ihre Arbeit gebraucht wird oder nicht, ist Sache der Politik. Und genau das müssen wir einfordern.

 Auf den ersten und sogar auf den zweiten Blick sieht es in der Tat so aus, als wenn die Frauen den Männern die Arbeit wegnehmen. Es gibt nämlich insgesamt nicht viel weniger Beschäftigte als in unseren goldenen Wirtschaftswunderjahren, wobei aber viel mehr Frauen einen Job haben als damals und viel mehr Männer arbeitslos sind. Um auf den wirklichen Grund zu kommen, muss man jedoch etwas genauer hinsehen.

 

Die Arbeitswelt heute und vor 40 Jahren

 Ich bin in den 60er und 70er Jahren einem Wohnviertel aufgewachsen, indem es so ziemlich alle Gesellschaftschichten gab - und aus denen kamen auch meine Kumpels. Und bei fast allen, egal ob der Vater nun Elektrokarrenfahrer bei Voith oder kaufmännischer Direktor bei Siemens war, war die Mutter zuhause, wenn man hinkam. Frauen arbeiteten damals eher selten mit, wenn, dann vor allem, wenn man bauen wollte oder gebaut hatte, allenfalls noch bei einigen, die Lebensstandard um jeden Preis wollten.

 Heute ist es so, dass die meisten Frauen arbeiten bzw. gerne arbeiten würden. Also sieht die Rechnung auf den ersten Blick einfach aus: Mehr Frauen mit Job => mehr arbeitslose Männer.

 Stimmt aber so nicht: Wenn man nämlich genau hinsieht, gibt es Paare bei denen beide Partner arbeiten und solche bei denen keiner von beiden einen Job hat. Sieht man noch genauer hin und bedenkt, dass in den meisten Fällen beide Partner ähnlich qualifiziert sind, sieht man, dass bei den arbeitenden Paaren beide höher oder hoch qualifiziert sind, bei den arbeitslosen Paaren beide gering oder gar nicht.

 

Der tatsächliche Grund für die Arbeitslosigkeit

 Tatsächlich ist es also so, dass die Arbeitslosigkeit ganz einfach daher kommt, dass es keine Primitiv-Jobs mehr gibt, da diese von Maschinen erledigt oder in Billiglohnländer vergeben werden. Der Bedarf an qualifizierten Kräften ist hingegen so stark gestiegen, dass auf die Frauen zurückgegriffen werden muss. Fies ist natürlich die Methode, mit der man sie zwingt zu arbeiten: Der "gesellschaftlich erwünschte" Konsum ist so hoch und der Lohn so niedrig, dass man nur "mithalten" kann, wenn beide Partner arbeiten.

 Was dabei auf der Strecke bleibt ist zum einen das Kinderkriegen sowie die paar Kinder, die es noch gibt und zum anderen die gering qualifizierten Leute und besonders auch deren Kinder. Das perfideste aber ist, dass man den Verlierern, den gering qualifizierten Leuten nämlich, gegenüber behauptet, es gäbe auch für sie genug Arbeit, sie zwingt nach Jobs zu suchen, die es für sie gar nicht gibt und sie dann auch noch mit Kürzung der sowieso schon völlig unzureichenden Versorgung bestraft, wenn sie das sinnlose Spiel der Jobsuche nicht mehr mitspielen.

 

Ein gangbarer Lösungsansatz

 Verschiedene (wirtschafts-)politische Anschauungen erklären das Phänomen der Arbeitslosigkeit unterschiedlich und nennen auch unterschiedliche Lösungsansätze. Wir dürfen und hier aber nicht blöd schwätzen lassen, sondern zwei grundlegende Tatsachen und die Schlussfolgerung daraus im Auge behalten:

1) Wenn Ressourcen und Arbeitskraft vorhanden sind, muss es grundsätzlich möglich sein zu produzieren, also Güter für alle zu schaffen.

2) Wenn durch die technische Entwicklung die Produktivität steigt, entstehen mehr Güter mit weniger Arbeitsaufwand.

 Die Schlussfolgerung daraus: Die technische Entwicklung muss für alle mehr Wohlstand und weniger Arbeit bringen, sonst hat sie keinen Sinn. Dafür zu sorgen, dass dies so auch geschieht, ist Sache der Politik, denn sie ist dem Wohle des Volkes verpflichtet. Notfalls müssen Arbeitskräfte, die nicht mehr gebraucht werden, ohne Gegenleistung alimentiert werden und zwar ohne sie zu stigmatisieren und ohne in irgendeiner Art auf sie Druck auszuüben, z.B. durch ein bedingungsloses Grundeinkommen oder ein Bürgergeld für alle.

 Alles andere ist Humbug und dient lediglich dazu, die Menschen gegeneinander auszuspielen und immer stärker auszubeuten. Soweit nun übrigens Globalisierung und EU dem Ziel der Lebensqualität für alle im Wege stehen, haben sie ihre angeblichen Zwecke verfehlt und gehören genauso weg, wie die gesellschaftliceh Ausgrenzung der Arbeitslosen.

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