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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

31. Januar 2009 6 31 /01 /Januar /2009 12:01

Bei hohen Schränken wie beispielsweise Küchenoberschränken bietet es sich an, auf ihnen ein indirekte Beleuchtung anzubringen. Die dafür verwendeten Leuchten sind so gebaut, dass sie die Decke anstrahlen und dadurch für ein weiches Licht sorgen. Solche Leuchten lassen sich recht einfach selbst bauen.

Update 04.01.11: Zu diesem Beitrag gab es Anregungen von Lesern: Bei der Durchführung des Kabels durch die Blechabdeckung der Röhrenleuchte ist ein Kantenschutz - eigentlich müsste es Kabelschutz heißen - in Form einer Tülle auf dem Kabel sinnvoll. Und wer kleine Kinder hat, die möglicherweise auf Schränken herumklettern und dabei hinter die Blende greifen, sollte die Lüsterklemme für den Anschluss des Zuleitungskabels mit einer geeigneten Abdeckung versehen oder ein durchgehendes Kabel verwenden.     

Indirekte Beleuchtung erzeugt weiches Licht

 Bei der Neugestaltung unserer Küchendecke mit Holz musste die alte Leuchtstofflampen-Leuchte dran glauben und wird durch eine Hängelampe ersetzt. Meine Frau kam auf die Idee, daraus und aus übrig gebliebenen Brettern von der Deckenverkleidung eine indirekte Beleuchtung zu bauen.

Das "Gehäuse"

 Dies ist in der Tat recht einfach; alles was man braucht, sind zwei dünne Bretter (z.B. übrig gebliebene Nut- und Federbretter von der Deckenverkleidung), eine Dachlatte, eine (alte) Röhrenleuchte und etwas Elektro-Installationsmaterial. Wie in der Abbildung oben zu sehen, fügt man die zwei Bretter mit Hilfe der Dachlatte so zusammen, dass die Dachlatte quasi als Eckenverstärkung fungiert.Das macht sich am besten mit Hilfe von Spanplattenschrauben („Spax“). Notfalls kann man aber auch nageln.

 Man sollte die Durchgangslöcher in den Brettern vorbohren, denn so nahe am Rand neigt das Holz zum Reißen. Vorher hat man natürlich alle drei Teile passend zu der Röhrenleuchte, welche man verwenden will, abgelängt. Je nachdem, wie viel man von unten von der Blende sieht, muss man eventuell auf die Vorderseite des Gehäuses etwas mehr Sorgfalt verwenden. Gegebenenfalls nimmt man anstatt der Spanplattenschrauben hübsche Holzschrauben, etwa aus Messing, und achtet darauf, dass man sie gleichmäßig verteilt.

So wird das Gehäuse der Leuchte aus zwei Brettern und einer Dachlatte zusammengesetzt

 Wie ebenfalls in der Abbildung zu sehen ist, setzt man die Dachlatte hochkant auf das Grundbrett und schraubt die Blende an die breite Seite der Dachlatte. Das hat zwei Gründe: zum einen kann man so mit der Höhe der Blende etwas variieren, damit die Leuchtstoffröhre komplett dahinter verschwindet. Zum anderen hat man so mehr Platz für die Montage der Röhrenleuchte auf dem Grundbrett.

 Befestigt wird die Leuchte mit zwei Holzschrauben, die man durch die in der Regel im Gehäuseboden vorhandenen Montagelöcher schraubt. Damit ist der mechanische Teil der Montage bereits erledigt.

Elektrische Installation

 Nun kommt die elektrische Installation. Ich habe an meiner Leuchte ein Kabel mit Stecker und Kabelschalter angebracht. Da die verwendete Röhrenleuchte ein Metallgehäuse hat, habe ich zusätzlich einen Schutzleiter installiert. Wer sich mit dem Elektrokram nicht wirklich sicher ist, lässt sich von einem Elektriker helfen, denn mit den 230 V Netzspannung ist nicht zu spaßen!

So wird der Kabelsschalter ins Kabel eingebaut: Vorbereitetes Kabel (I), Adern im Schalter angeschlossen (II) und fertig montiert (III)

 In der dreiteiligen Abbildung oben ist zu sehen, wie der Kabelschalter in das Kabel eingebaut wird: Zunächst wird das Kabel an der Stelle, wo der Schalter sitzen soll in der entsprechenden Länge (etwas mehr als die Baulänge des Schalters) von der Hülle befreit. Aus Phase und Nullleiter (Braun und Blau) wird jeweils ein entsprechendes Stück herausgeschnitten. Die beiden Adernenden werden jeweils abisoliert und an den Kontaktklemmen des Schalters aufgelegt, der gelb-grüne Schutzleiter läuft durch.

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 Wenn man einen Schalter mit Klemmen für alle drei Adern bekommt, ist es natürlich einfacher: Dann muss man lediglich das Kabel durchschneiden, die Außenhülle an beiden Enden so weit wie notwendig entfernen, die Adern abisolieren und an die entsprechenden Klemmen des Schalters anschließen.

Anschluss der Röhrenleuchte mit zusätzlich am Gehäuse angebrachtem Schutzleiter  - Sorry, die Bildschärfe ist kein Ruhmesblatt ;-)

 Wichtig ist dabei zweierlei: Der Schutzleiter darf nicht mit Phase oder Nullleiter verwechselt werden und die Zugentlastung muss die Kabelhülle sicher fassen. Bessere Kabelschalter haben an beiden Seiten spezielle Schraubklemmen, welche die Außenhülle des Kabels erfassen und so die Adernverschraubung von auf das Kabel wirkenden Zugkräften entlasten.

 Heutzutage stellt man solchen Schund her, wie er in der Abbildung zu sehen ist: Hier gibt es keine speziellen Klemmen zur Zugentlastung, sondern das Gehäuse des Schalters klemmt beim Zusammenbau an beiden Enden die Kabelhülle ein. Hier muss man gut darauf achten, dass dies auch wirklich passiert. Die Zugentlastung spielt ein wichtige Rolle: Sie sorgt dafür, dass Kräfte, welche auf das Kabel wirken, von den Klemmstellen der Adern ferngehalten werden und diese nicht lockern können.

 Egal ob es sich um Verschraubungen wie in Lüsterklemmen oder sonstige Klemmungen handelt, sind diese nur dafür gedacht, den elektrischen Kontakt herzustellen, nicht aber dafür, Kräfte aufzunehmen. Stellt man Kontaktklemmen daher nicht von Zugkräften frei, lösen sich die angeschlossenen Adern. Das ist nicht nur ärgerlich, weil es zu Betriebsstörungen führt, sondern auch gefährlich: Lockere Verbindungen haben einen hohen Übergangswiderstand und können daher zu unzulässiger Erwärmung bis hin zum Brand führen.

Verlauf des Kabels innerhalb der Leuchte mit Vorratsbögen Update 04.01.11: wenn das Gehäuse der Röhrenleuchte aus Blech ist, empfiehlt sich ein Kantenschutz an der Bohrung, durch die das Kabel geführt wird

 

 Im abgebildeten und beschriebenen Beispiel besteht der Anschluss der Leuchte aus zwei Kabeln: Ein Installationskabel 3x0,75 mm² führt von den Anschlussdrähten der Röhrenleuchte bis zu einer Lüsterklemmen am Ende des Gehäuses. Hier ist das Netzkabel mit dem Stecker angeschlossen. Damit auch hier wieder die Kontakte von Zugkräften freigestellt sind, ist das Netzkabel vor der Lüsterklemme mit drei Nagelschellen befestigt.

 An der Röhrenleuchte war ursprünglich kein Schutzkontakt vorgesehen, da die Zuleitung in Wand und Decke nur zweiadrig ausgeführt ist. Daher habe ich den gelb-grünen Leiter des Installationskabels an einer geeigneten Gehäuseschraube angeschlossen. Phase und Nulleiter wurden mit Hilfe einer zweiteiligen Lüsterklemme mit den Anschlussdrähten der Röhrenleuchte verbunden.

 Das Installationskabel wurde durch eine in der Blende angebrachte Bohrung nach außen geführt und auf der Dachlatte mit Nagelschellen befestigt. Die Länge des Kabels habe ich so bemessen, das ich zwei Vorratsbögen anlegen konnte. Sie dienen als Reserve, damit das Kabel nicht zu kurz wird, wenn man es bei einer Reparatur einmal kürzen muss.

Anschluss des Netzkabels mit Lüsterklemme und drei Nagelschellen als Zugentlastung Update 04.01.11: Wenn die Gefahr besteht, dass z.B. Kinder hinter die Blende fassen, sollte man die Lüsterklemme in einem geeigneten Gehäuse verschwinden lassen. 

 Man könnte natürlich auch ein durchgehendes Kabel von der Röhrenleuchte bis zum Netzstecker verwenden, muss dann aber darauf achten, dass man ein einigermaßen flexibles Kabel wählt, denn die für feste Installationen verwendeten Kabel sind oft sehr steif.

 Ich habe als Anschlusskabel ein so genanntes Kaltgerätekabel genommen, wie man es bei Computern und Monitoren verwendet und den geräteseitigen Stecker abgeschnitten. Da dieses  Kabel allein zu kurz war, habe ich die Installation so wie oben beschrieben ausgeführt.

 Der Vorteil bei dieser Lösung: Man kann das Anschlusskabel ohne großen Aufwand auswechseln oder die Leuchte auch mit einem fest installierten Kabel anschließen. Das empfiehlt sich vor allem dann, wenn man mehrere solche Leuchten einsetzt, die gemeinsam ein- und ausgeschaltet werden sollen.

 Wenn man kein passende Röhrenleuchte hat, kauft man eben eine. Eine andere Möglichkeit wäre, die zwei Fassungen, das Vorschaltgerät und die Aufnahme für den Starter direkt auf das Grundbrett zu montieren, was dann aber von der elektrischen Installation her wesentlich anspruchsvoller wäre.

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Kommentare

T5 Adapter T8 auf T5 umrüsten 10/18/2010 12:31


Sehr hilfreiche Beitrag, besonders für Neueinsteiger (wie Ich). Es Ist überall etwas zu finden, aber das ist schon eine prima Zusammenfassung.
"Wer perfekt ist, braucht Hilfe." © Pavel Kosorin.


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