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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

28. Januar 2009 3 28 /01 /Januar /2009 22:10

Erinnert sich eigentlich noch jemand an den "Browserkrieg"? In den Neunziger Jahren gab es ein spannendes Rennen zwischen dem Netscape Navigator und Microsofts Internet Explorer. Die Meta-Suchmaschine MetaGer hielt ihre User damals über den Browserkrieg auf dem Laufenden: Bei jedem Aufruf sah man, welchen Anteil die Browser an den Aufrufen der Meta-Suchmaschine hatten. Nachdem die Alternativen zum IE jahrelang fast bedeutungslos waren, sieht sich der Marktführer mittlerweile erneut ernsthafter Konkurrenz gegenüber. 

Der Browserkrieg ist wieder aufgeflammt: Langsam aber sicher, nimmt Firefox dem IE Marktanteile ab und das schon seit Jahren

 Der Internet Explorer konnte den Browserkrieg seinerzeit für sich entscheiden, weil Microsoft ihn einfach zum Bestandteil des Betriebssystemes machte. Wer Windows instaliert und zum Laufen gebracht hatte, konnte, sofern er über einen Internetzugang verfügte, auch gleich mit dem IE ins Web.

 Damit war der Navigator chancenlos: Damals begann der Internet-Boom, ein großer Teil der Netzbenutzer bestand daher aus Anfängern. Und wer wollte, wenn der Computer glücklich zum Laufen gebracht und man "drin war" sich noch die Installation eines Browsers antun, wenn doch schon einer an Bord war? Microsoft hatte mit Erfolg auf die Bequemlichkeit und Wurschtigkeit der Masse gesetzt und den Netscape Navigator von der Bildfläche gefegt.

 Daran änderten auch Warnungen vor erheblichen Sicherheitsmängeln des Internet Explorers nichts. Jedesmal, wenn eine neue Version herauskam - noch schöner, noch leistungsfähiger, noch sicherer - dauerte es nicht langer, bis der erste Hacker auch schon wieder über alte, nicht beseitigte und neue hanebüchene Schwachstellen berichtete. Trotzdem blieben Lieschen und Otto Normalsurfer dem IE lange treu. Wer hätte auch bei den damals üblichen Bandbreiten und Minutenpreisen gerne das Geld für die Downloadzeit und dazu noch den Arbeitsaufwand der Installation aufgewendet nur um etwas zu bekommen, das er vermeintlich doch schon lange hatte?

 Microsoft schien fest im Sattel zu sitzen und der Betriebssystemhersteller des 21. Jahrhunderts, wenn nicht des Dritten Jahrtausends zu sein. Bill Gates war der reichste Mann der Welt. Doch schon bröckelte es hinter den Kulissen: Es gab in den USA eine Klage wegen unlauterem Wettbewerb, weil Microsofts Installationssoftware den Browser mit Windows gleich mitinstallierte . Microsoft schützte vor, dass der IE integraler Bestandteil von Windows sei und dieses ohne ihn nicht laufe. Ein Richter wies mit einem PC auf dem Richtertisch nach, dass das nicht stimmte und sich der IE sehr wohl deinstaliieren ließ, ohne das Windows funktionsunfähig wurde.

 Auch in der EU gab es eine Klage und Wettbewerbsschelte für Bill Gates. Netscape ging trotzdem den Weg alles irdischen. Zur gleichen Zeit tauchte jedoch ein neuer Browser auf und zwar unter dem Namen Mozilla. So lautete der Codename unter dem der Netscape Navigator seinerzeit entwickelt worden war. Jetzt nannte sich die Organisation so, die zunächst als Netscape-Ableger begann, den Navigator als Open Source Projekt unter diesem Namen weiter zu entwickeln. Später wurde daraus die Non-Profit-Organsisation Mozilla Foundation..

 Auf Gecko, der Engine von Mozilla, basiert auch seine Weiterentwicklung, der Mozilla Firefox, den die meisten heute nur noch Firefox nennen und sich zum größten Feind des IE gemausert hat. Offenbar sind viele der Anfänger von damals zu gestandenen Computeranwendern geworden. Das Verständnis für Sicherheitsproblematiken im Netz ist gewachsen und für viele ist der Download und die Installation eines Programmes ein ganz normaler Vorgang geworden.

 Vor diesem Hintergrund ist der alte Browserkrieg neu entbrannt. Wenn auch Opera eher ein Nischendasein führt und Achtungserfolge erringt, nimmt Firefox dem IE gnadenlos Marktanteil um Marktanteil ab. Sicherlich wird der Feucherfuchs den Internet Explorer nicht aus dem Netz fegen, aber es ist doch gut, dass es wieder eine ernstzunehmende Alternative gibt. Oder besser gesagt: Diese Alternative auch genutzt wird, denn eine solche - und sogar die bessere - waren Netscape und Nachfolger schon immer.

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