Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Über Diesen Blog

  • : Blog von Volker Wollny
  • Blog von Volker Wollny
  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
  • Kontakt

Profil

  • Fokko
  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.

Website:

Im Blog Suchen:

Newsletter abonnieren

Hier geht's zu Fokkos Selbstversorger-Newsletter:
Klicken!

Non-Blog-Sites

Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

24. Januar 2009 6 24 /01 /Januar /2009 10:26

Manche halten ihn für den Mann vom Reh, aber wie bereits im Artikel über dieses Tier zu lesen steht, sind Rothirsche und Rehe zwei ganz verschiedene Arten, die jede für sich Männchen und Weibchen haben. Rotwild könnte bei uns an vielen Orten leben, wird aber von der Jagdgesetzgebung nur in ganz speziellen Gegenden, den so genannten Rotwildgebieten geduldet, da es viel Schaden in Land- und Forstwirtschaft anrichtet.


Der Rothirsch ist geradezu sinnbildlich für das deutsche Jagdwesen, darf bei uns aber nur noch in bestimmten Gegenden leben. (Bild: Heinz Seehagel, PD)


Was ist eigentlich ein Hirsch?

 Wenn man umgangssprachlich von Hirschen spricht, ist meist der Rothirsch Cervus Elaphus gemeint, wie ihn die Biologen auf Deutsch bzw. Latein nennen. Der Jäger versteht unter Hirsch jedoch immer ein männliches Stück, der Sammelbegriff der Jägersprache lautet Rotwild. Weibliche Stücke heißen in der Jägersprache bei allen Hirscharten Tiere („Kühe“ sagen nur die Biologen) und der Nachwuchs wird als Kälber bezeichnet: Das männliche Kalb heißt Hirschkalb und das weibliche Wildkalb.

 Es gibt bei uns noch andere Hirscharten, den Damhirsch und den Sikahirsch. Von ihnen wird an anderer Stelle die Rede sein. Der Rothirsch hat außerdem noch nahe Verwandte in Nordasien und Nordamerika, den Maral und den Wapiti. Diese beiden wurden früher als Unterarten des Rothirsches betrachtet, heute bilden sie eine eigene Art, namens Cervus Canadiensis, die in die amerikanische und asiatische Unterart aufgeteilt ist.


Eigentlich kein Waldtier

 In unserer heutigen Vorstellung verbinden wir den Rothirsch mit dem Wald, so wie auch die Jägermeisterflasche, auf deren Etikett er abgebildet ist. Schaut man sich so einen ausgewachsenen Burschen aber an, kommen einem doch gewisse Zweifel, ob sein Geweih im Wald nicht eher hinderlich ist. In der Tat lebt das Rotwild bei uns zwar praktisch nur in Waldgebieten, ist aber ursprünglich ein Tier der offenen und halboffenen Landschaft gewesen. In den Schottischen Highlands etwe lebt das Rotwild außerhalb von Wäldern und auch in Ungarn hegt man Rotwild in landwirtschaftlichen Gebieten, die ja auch ähnliche Bedingungen aufweisen wie die Steppe.

 

Das oftmals gewaltige Geweih, bei diesem Hirsch ist es noch im Bast, ist im Wald oft hinderlich und macht die Tatsache glaubhaft, dass das Rotwild eigentlich kein Waldtier, sondern eher eines der offenen und halboffen Landschaften, wie hier in Schottland, ist. (Bild: Mehmet Karatay, lizensiert nach CCL SA)
    

 Aufgrund der guten Ernährung in den ungarischenMaisfeldern entwickeln sich starke Hirsche mit gewaltigen Geweihen. Hirsche aus kargeren Gegenden, wie etwa den Alpen, können hier natürlich nicht mithalten. Wahrscheinlich, weil das Rotwild kein eigentliches Waldtier ist, richtet es im Wald viel Schaden an. Das Wildschwein z.B. richtet im Wald kaum Schaden an, möglicherweise, weil es tatsächlich dort hingehört.

 Weil sich das Zusammenleben von Mensch und Rotwild schwierig gestaltet, ist sein Hege auch so streng reglementiert. Einerseits kann man Land- und Forstwirten den Schaden kaum zumuten, den es anrichtet. Andererseits wollte man es wohl auch nicht ganz verbannen, da es doch zu unserem Land gehört und gewissermaßen das Sinnbild der Jagd schlechthin ist.


Rotwild und Mensch

 So fand man die Lösung mit den Rotwildgebieten. Dort darf das Rotwild leben, wird es anderswo angetroffen, muss es geschossen werden. Einzige Ausnahmen sind Kronenhirsche, die man zwischen den einzelnen Rotwildgebieten unbehelligt wandern lässt, damit für den Austausch von Genen gesorgt wird. Von einer Krone spricht man, wenn mindestens die drei obersten Enden des Geweihs an einer Stelle entspringen.

 

Die obersten vier Enden dieses Geweihs bilden das, was man eine Krone nennt (Bild: Pearson Scott Foresman, PD)

 Dieser Geweihaufbau ist erwünscht und daher lässt man Hirsche auch außerhalb von Rotwildgebieten leben, wenn mindestens eine der beiden Stangen eine solche Krone aufweist. Dass das Rotwild heute bei uns praktisch immer im Wald leben muss, liegt natürlich an uns.

 Ein ganz großes Problem dabei ist, dass wir durch Dinge wie Eisenbahnen und Straßen Barrieren geschaffen haben, welche die jahreszeitlichen Wanderungen des Rotwilds unterbinden. So würde das Rotwild im Berchtesgadener Land recht gerne im Winter an die Donau ziehen, wie es das früher getan hat. Wäre das noch möglich, könnte es im Winter im Bergwald des Nationalparks Berchetsgaden keinen Schaden anrichten.

 

Der Rothirsch vor dem Alpenpanorama gehört genauso wie Lederhose und Wildschütz zur Ganghofer-Romantik. Ökologisch ist er in den Alpen nicht unbedenklich, da er die wichtigen Bannwälder schädigen kann.

 Da wir aber die Landschaft stark zersiedelt haben, geht das nicht mehr. Damit der Nationalpark Berchtesgaden trotzdem seine Hirsche behalten kann, kommen sie über den Winter ins Gatter. Dadurch werden aber wiederum die Winterverluste gering gehalten und man muss das Rotwild bejagen damit es nicht überhand nimmt, obwohl im Nationalpark ja eigentlich gar nicht eingegriffen werden soll. Ein Beispiel dafür, dass auch vom Menschen nicht direkt beeinflusste Naturräume oft nicht mehr von alleine existieren können, da auch Veränderungen im näheren und weiteren Umfeld ihre Beziehungen zu anderen Lebensräumen stören.


Aussehen von Hirsch und Tier

 Das auffälligste am Rothirsch ist sein Geweih, woran ihn die meisten Leute auch sofort erkennen. Wie es sich für ein richtiges Geweih gehört, wird es jedes Jahr erneuert. Wie beim Rehbock, dessen Gehörn biologisch gesehen ja auch ein Geweih ist, besteht es aus Knochen. Wenn der Rothirsch im Spätwinter oder Frühjahr sein altes Geweih abgeworfen hat, beginnt das neue zu wachsen.

 Wie beim Rehbock auch, besteht es aus Knochen, der mit einer haarigen Haut, dem Bast überzogen ist. Ist das Geweih fertig, stirbt die Basthaut ab und wird durch Fegen abgestreift. Junge Hirsche bekommen gegen Ende ihres ersten Lebensjahr zunächst nur zwei unverzweigte Spieße, deswegen heißen sie auch Spießer. Mit jedem neuen Geweih kommen mehr Enden und mehr Masse, bis der Hirsch jagdbar ist. Das ist der Fall, wenn er etwa zehn Jahre alt ist. Später setzt er wieder zurück, das bedeutet, dass das Geweih im Alter wieder kleiner wird.

 

Ein typischer Rothirsch in seinen besten Mannesjahren (Dieses Bild basiert auf dem Bild Silz cerf20.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Traroth)

 Man benennt die verschiedenen Geweihe in der Hauptsache nach der Anzahl ihrer Verzweigungen, die man Enden nennt. Hat eine der beiden Stangen mehr Enden, wird deren Anzahl verdoppelt und mit dem Zusatz „ungerade“ angegeben. Hat ein Hirsch z.B. an einer Stange vier und an der anderen fünf Enden, ist es ein ungerader Zehnender.

 Ein Ende zählt nach altem Brauch dann als Ende, wenn man sein Jagdhorn oder den Schweißriemen daran hängen kann. Neben der Anzahl der Enden wird oft auch noch ihre Anordnung angegeben: Man spricht z.B. von einem Eissprossen- oder Kronenzehner. Die Körpergröße und das Gewicht von Rothirschen schwanken von Biotop zu Biotop. Die Kopf-Rumpf-Länge kann bis über zwei Meter, das Gewicht bis nahe 170 kg betragen.

 Damit ist der Rothirsch unser größtes frei lebendes Säugetier. In weniger günstigen Biotopen, wie etwa im Hochgebirge, können die Stücke aber auch erheblich weniger stark sein. Rottiere sind etwa 10..15% schwächer als Rothirsche und haben kein Geweih. Das Haarkleid wird bei beiden Geschlechtern zwei mal im Jahr gewechselt, es gibt also eine Winter- und eine Sommerdecke.

 Die Sommerdecke ist, daher auch der Name Rotwild, rötlich braun. Das etwa doppelt so lange Winterhaar ist graugelblich bis graubraun und struppiger als das Sommerhaar. Frisch gesetzte Kitze weisen die bekannten „Bambi-Flecken“ auf, die sich im Laufe des Sommer verlieren. Der Hirsch trägt in der Brunftzeit in West- und Nordeuropa die so genannte Brunftmähne, die bis zu 15 cm lang sein kann. In Südosteuropa weisen die Hirsche nur ein schwach ausgeprägte oder gar kein Mähne auf.

 Ein weiteres Geschlechtsmerkmal am Haarkleid sind die dunkleren „Stirnlocken“ des Hirsches, die dem Tier fehlen. Die Hinterseite der Oberschenkel ist bei beiden Geschlechtern weißlich behaart, weist eine dunkle Umrandungt auf und wird als Spiegel bezeichnet. An ihm können bei der Fortbewegung im Rudel die hinteren Stücke sehen, wohin die vorderen laufen, damit das Rudel leichter beisammen bleiben kann.

 

Das - und nicht das Reh - ist die Frau vom Rothirsch: Ein Rottier, das gerade ein Kalb säugt (Dieses Bild basiert auf dem Bild Rothirsch säugend 070816.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist BS Thurner Hof)

 Wie bei vielen Tierarten gibt es auch beim Rothirsch Exemplare mit abweichender Färbung. Es kann vorkommen, dass ausgewachsene Exemplare ihre „Bambi-Flecken“ nicht verlieren, es gibt verschiedene helle Abzeichen und auch komplett weiße Hirsche und Tiere kommen gelegentlich vor. Anders als beim Rehwild sind jedoch schwarze Stücke sehr selten.

 Öfter hingegen sieht man den Aalstrich, einen Streifen dunkler Haare entlang des Rückgrates. Wie alles Schalenwild gehört das Rotwild zu den Paarhufern und wie alle Schalenwildarten außer dem Schwarzwild auch zu den Wiederkäuern.

 Daher besitzt es, wie das Rehwild auch, vier Mägen, nämlich Pansen, Netz-, Lab- und Blättermagen. Anders als der Konzentratselektierer Reh tendiert das Rotwild stark zum Rauhfutterfresser, dass heißt es nimmt größere Mengen weniger gehaltvoller Nahrung auf und konzentriert sich weniger auf Knospen und frische Triebe als sein kleinerer Verwandter.

Die Sinnesorgane

 Dem bekannten Jägerspruch zufolge, der bereits im Artikel über das Schwarzwild erwähnt wurde, vernimmt das Rotwild das berühmte Haar, „welches vom Haupte des Jägers fällt“. In der Tat ist das Hörvermögen beim Rotwild gut ausgeprägt, wobei es sich aber auch stark nach dem Geruch, der Witterung also, orientiert. Allerdings kann es nicht so fein wittern wie das Schwarzwild.

 Was das Sehvermögen betrifft, ist das Rotwild ein Bewegungsseher. Es sieht nicht scharf und kann daher unbewegte Objekte nur schwer, bewegte dafür umso besser ausmachen. Die seitlich am Kopf befindlichen Augen passen hierzu, sie ermöglichen es, einen großen Teil des Umkreises zu überblicken und dort einen herannahenden Feind durch seine Bewegung frühzeitig zu entdecken.


Soziales Leben

 Rotwild lebt gesellig, die Sozialverbände bezeichnet man als Rudel. Die Alttiere, also diejenigen Tiere, die schon gesetzt haben, bilden mit ihren Kälbern Rudel. Zu diesen Rudeln gehören auch die Schmaltiere, also die Kälber vom Vorjahr, die noch nicht beschlagen sind. Weil die Stücke in diesen Rudeln keine Geweihe haben, spricht man auch von Kahlwildrudeln.

 

Tier, Kälber und Schmaltiere bezeichnet man als Kahlwild. Hier sieht man zwei Tiere mit Iihren Kälbern(Dieses Bild basiert auf dem Bild Rothirsch Kahlwildrudel 070618.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist BS Thurner Hof)

 Vor allem die jüngeren und mittelalten Hirsche bilden ebenfalls Rudel, wobei die ganz alten auch als Einzelgänger leben. Solche einzelnen Hirsche haben aber sehr oft einen jüngeren Kumpel, den so genannten Beihirsch. So verbringt das Rotwild den größten Teil seiner Zeit also in recht beschaulicher Geselligkeit.

 Seine behaglichste Zeit ist wohl die Feistzeit, das späte Frühjahr und der Sommer. In diesen Wochen mangelt es nicht an Nahrung und alle äsen sich eine schöne Fettschicht, das so genannte Feist an. Die Hirsche sind in dieser Zeit recht heimlich, womit der Jäger meint, dass man sie kaum zu Gesicht bekommt.


Brunft

 Die Brunft, also die Paarungszeit, findet im Herbst statt und zwar je nach Gegend im September oder Oktober. Wenn diese Zeit naht, trennen sich die älteren Hirsche von ihren Herren-Clubs und suchen die Weiblichkeit auf um ihren geschlechtlichen Begierden zu frönen.

 Dabei kommt aber nicht automatisch jeder zum Zug. Der stärkste Hirsch gewinnt nämlich die Oberhand und sichert sich ein weibliches Rudel als Harem. Er versucht, alles aus der Nähe seines Rudel zu verjagen, was nach Konkurrenz aussieht. Weniger beherzte Hirsche lassen sich bereits von den Drohgebärden des Platzhirsches einschüchtern und halten Abstand, andere fassen sie als Aufforderung zum Duell auf und probieren ihr Glück.
 Der Kampf zweier Hirsche ist ein so genannter Kommentkampf, er dient dem Kräftemessen und nicht der Beschädigung des Gegners. Natürlich können dabei trotzdem Verletzungen auftreten, was auch häufig der Fall ist. Sie sind aber gewissermaßen Unfälle. Zuweilen kommt es sogar zu tödlichen Verletzungen; man schätzt, dass in Deutschland etwa 5% der Hirsche bei Brunfkämpfen zu Tode kommen.

 Zur Brunft gehört auch das Rufen der Hirsche, das Röhren. Diese Rufe dienen zum Drohen und begleiten auch andere brunfttypische Handlungen wie das Zurücktreiben der Tiere zum Rudel und die Kämpfe.Gibt es während der Brunft klare, kalte Nächte, hört man am meisten. Ist es milder und bedeckt oder gar feucht, läuft das ganze weit weniger geräuschvoll ab; man spricht dann von einer stillen Brunft. Die Brunftrufe einzelner Hirsche klingen übrigens unterschiedlich, so dass der Jäger in der Lage ist, "seine" Hirsche jeweils an ihrer Stimme zu erkennen.
 Da der Platzhirsch nicht nur die Tiere seines Rudels begatten, sonder auch noch sein eigener Haremswächter sein muss, ist die Brunft für ihn der pure Stress. Er kommt nicht mal genug zum Äsen und verliert dabei erheblich an Gewicht. Das versucht er nach Ende der Brunft wieder aufzuholen, was aber nur gelingt, wenn die Äsung nicht zu schnell knapp wird, weil der Winter kommt. Daher können die Stressfolgen für ihn durchaus auch tödlich sein.

 Diejenigen Hirsche, die sich kein Rudel sichern können, nehmen gewissermaßen als Zaungäste an der Brunft teil. Der gestresste Platzhirsch kann nicht überall gleichzeitig sein, so dass dem einen oder anderen Nobody doch auch einmal das Glück winkt und er zum Beschlag kommt.

Geburt und Aufzucht

 Die Tragezeit beträgt beim Rotwild ca. 230 Tage; die Kälber kommen daher im späten Frühjahr oder Frühsommer auf die Welt. Sie sind behaart, können sehen und schon wenige Stunden nach der Geburt auch stehen und langsam laufen. Zur Geburt zieht sich die Mutter zurück und schlägt das vorherige Kalb ab, verjagt es also.

 In der Regel setzt das Rottier nur ein Kalb; Zwillinge sind selten und haben geringe Überlebenschancen. Ganz junge Kälber werden von der Mutter abgelegt, die „Bambi-Flecken“ dienen dabei zu Tarnung. Das Rottier entfernt sich aber immer nur in Windrichtung von ihrem Kalb und auch nur so weit, dass sie es noch wittern kann. Hört sie es klagen oder reißt die Witterung ab, kehrt sie unverzüglich zu ihrem Baby zurück und sieht nach dem Rechten. Auch sonst sucht sie es immer wieder auf um es zu säugen.

Ein ganz junges Kalb, welches noch die weißen Tarnflecken hat (Dieses Bild basiert auf dem Bild Rothirsch Kalb 070816 7.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist BS Thurner Hof)

 Wenn das Kalb nach einigen Tagen so weit ist, dass es seiner Mutter folgen kann, kehrt diese mit ihm zu ihrem Kahlwildrudel zurück. Im Laufe der nächsten Wochen verschwinden die weißen Tarnflecken des Kalbes weil dunklere Haare nachwachsen. Auch wenn es schon lange selbst äsen kann, trinkt das Kalb noch bei seiner Mutter. Wird diese nicht bei der nächsten Brunft im Herbst erneut beschlagen, kann sich die Säugezeit bis in den  Sommer des nächsten Jahres hinein ziehen.


Rotwild beobachten

Anders als das beim Reh und fast auch beim Wildschwein der Fall ist, gibt es Rotwild nicht überall bei uns in freier Wildbahn. Aber auch außerhalb der Rotwildgebiete gibt es allerhand Gehege und Wildparks, in denen Rotwild gehalten wird. In solchen Wildparks kann man Rotwild noch besser beobachten als in der freien Wildbahn. Auch die Brunft kann man hier miterleben. Das meiste spielt sich zwar bei Nacht ab, so das man oft nicht viel sieht, aber schon allein das, was man hört, lohnt einen abendlichen Abstecher wenn der Wildpark nicht zu weit entfernt ist. Ist er weiter weg, kommt man halt schon am Nachmittag, guckt sich alles an und bleibt über den Einbruch der Dunkelheit hinaus um noch ein wenig den Hirschen zuzuhören.

Buchsuche zum Thema

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentare

Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

Vergleichen hilft Sparen!