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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

14. Januar 2009 3 14 /01 /Januar /2009 13:47

Ab diesem Jahr soll nach dem Willen der EU – im Klartext bedeutet das immer: auf Wunsch der jeweiligen Lobby – die gute, alte Glühbirne aus den Fassungen und den Verkaufsregalen verschwinden. Eine preiswerte und einfache Technik soll nun per Ukas durch eine energetisch, ökologisch und gesundheitlich mehr als nur fragwürdige Alternative ersetzt werden. Das geschieht ganz offensichtlich deswegen, weil der Bürger in dieser Hinsicht auch nach jahrelanger Beaufschlagung mit Desinformation und scheinheiligen Appellen an das Umwelt-Gewissen nicht freiwillig auf den Leim der Wirtschaft kriechen wollte.

Geht es nach dem Willen der Elektro-Lobby, soll die gute, alte Glühbirne schon bald ausgeglüht haben. Die EU war den Herstellern von Leuchtmitteln zu WIllen und selbstverständlich wird der Ukas aus Brüssel bei uns auch umgehend umgesetzt. (Bildquelle: Wikimedia, PD)
 

Die neuste Bevormundung aus Brüssel

 Europa sorgt für den Normalbürger eigentlich nur permanent für Ärger. Gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit unter Ländern mit gemeinsamer Kultur und Geschichte ist an sich eine sehr gute Sache; die Wirtschaft und die von ihr gesteuerte Politik haben es aber geschafft, damit ein Instrument zu schaffen, welches das letzte Bisschen Demokratie in den Mitgliedsstaaten vollends aushebelt. Was auf der Europa-Ebene beschlossen wir, entzieht sich weitestgehend jeglicher demokratischen Kontrolle und wird dann – ganz besonders bei uns – mit dem Hinweis auf die Verbindlichkeit europäischer Regelungen gegen den Willen der Bevölkerung in nationales Recht umgesetzt.

Das jüngste Beispiel dafür ist das Glühlampenverbot, gegen das sich bei uns bereits heftiger Widerstand regt. So genannte Energiesparlampen gibt es seit einigen Jahren; sie wurden in der Vergangenheit auch von nicht ganz wenigen, arglosen Zeitgenossen gekauft und eingesetzt, die glaubten, damit der Umwelt etwas gutes zu tun und gleichzeitig den eigenen Geldbeutel zu schonen.

 

So sieht der Ersatz aus, den eigentlich niemand will: Eine besondere Bauform der Leuchtstofflampe mit all ihren üblen Nachteilen
(Dieses Bild basiert auf dem Bild Energiesparlampe 01a.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Armin Kübelbeck)

Was niemand will, wird zwangsweise verkauft

Im wirklich großen Stil konnten sich die verkleideten Leuchtstoffröhren – nichts anderes sind diese Dinger nämlich – nicht durchsetzen. Und zwar vor allem deswegen nicht, weil sie bereits auf den ersten Blick genau die Nachteile haben, die auch herkömmliche Leuchtstoffröhren aufweisen: Sie sind teuer und erzeugen ein unangenehmes Licht, welches bei vielen Leuten sogar zu Störungen des Wohlbefindens führt. Damit aber nicht genug: Die angeblichen Wunderwerke verursachen noch weit mehr Probleme, die Fachleuten bekannt sind, aber von offizieller Seite totgeschwiegen werden.

Wie ein Test der Zeitschrift Öko-Test zeigt, ist es z.B. mit der Energieeinsparung offensichtlich lange nicht so weit her, wie die Hersteller behaupten. Zudem enthalten die Lampen Quecksilber, eines der gefährlichsten Schwermetalle überhaupt. Seine Gewinnung und Verarbeitung ist äußerst gesundheitsschädlich, was wohl, neben den eingesparten Lohnkosten, auch ein wichtiger Grund dafür ist, dass die Herstellung von Energiesparlampen in Billiglohnländern erfolgt, wo sich niemand für Arbeitsschutz interessiert.

 

Umweltmonster

Während eine Glühlampe lediglich aus Glas und Metall besteht und daher watscheneinfach zu recyceln ist, sind ausgediente Energiesparlampen nicht nur Sondermüll, sondern auch noch wesentlich schwieriger wieder zu verwerten, da sie viel komplizierter aufgebaut sind. Ob die schön gerechneten Werte bei der Stromeinsparung überhaupt den hohen Aufwand bei Herstellung und Entsorgung übersteigen, sei einmal dahingestellt. Berücksichtigt man nun Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung bei der Herstellung und Entsorgung, sieht die Umweltbilanz der angeblichen Klimaretter erst recht nicht mehr gut aus. Darüber hinaus ist aber auch damit zu rechnen, dass große Mengen ausgedienter Leuchtmittel im Hausmüll landen, anstatt entsorgt zu werden. Das ist bei Glühlampen zwar schade wegen der Verschwendung von Glas und Metall, bei Energiesparlampen jedoch verheerend, weil dadurch Quecksilber in die Umwelt gelangt.

Soviel Technik ist nötig, um eine simple, betriebssichere und gesundheitlich unbedenkliche Lösung wie die Glühbirne durch eine wesentlich schlechtere zu ersetzen, welche den Herstellern aber mehr Profit bringt: Die Elektronik, die sich in jedem Sockel einer so genannten Energiesparlampe befinden muss.(Dieses Bild basiert auf dem Bild ESLtopb.jpg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Ulfbastel)


Die Elektronik im Sockel der Energiesparlampe erzeugt elektromagnetische Wellen und damit Elektrosmog. Ob dieser wirklich schädlich ist, ist zwar immer noch umstritten; dennoch ist es kein Fehler, wenn er erst gar nicht oder in geringerem Maße entsteht wie bei der Glühlampe. In jedem Falle aber ist die Elektronik unnötiger Aufwand und damit Verschwendung von Energie und anderen Ressourcen.

 

 

Von Unwohlsein und Kopfschmerzen...

Die unangenehme Wirkung des Energiesparlampen-Lichtes beruht auf nachweisbaren physikalischen Gegebenheiten, kann also nicht als Hirngespinst irgendwelcher Strahlen-Freaks abgetan werden: Dass Leuchtstofflampen ein anderes Lichtspektrum aussenden als Glühlampen, ist eine unbestrittene Tatsache. Wie auch Schulmediziner bestätigen, wirkt dieses „kalte“ Spektrum ungünstig auf den menschlichen Organismus, im Gegensatz zum „warmen“ des Glühlichts. Daran ändern auch so genannte Warmtonlampen nichts, denn diese fügen lediglich Frequenzen hinzu, entfernen aber die unangenehmen Blauanteile nicht. Es wird sogar behauptet, dass man mit Leuchtstofflicht schlechter sieht, da die optischen Gegebenheiten des menschlichen Auges besser für die Brechung von rotem Licht geeignet sind als für die von blauem.

 

Thomas Alva Edison hatdie Glühlampe zwar nicht erfunden, brachte sie aber zu Marktreife und führte sie im großen Stil ein. Das technisch einfache, preisgünstige, angenehme und gesundheitlich unbedenkliche Leuchtmittel hat sich seither in über 100 Jahren bewährt. Jetzt jedoch wirft es nicht mehr genug Profit ab und muss ersetzt werden. (Bild: US-Regierung, PD)

... bis zu Krebs und epileptischen Anfällen

 Da unser Stromnetz mit Wechselstrom in einer Frequenz von 50 Hz arbeitet, geht im Prinzip jede Lampe 100 Mal in der Sekunde an und aus. Weil der Glühfaden einer Glühlampe nicht so schnell erkalten kann, wird diese Erscheinung bei Glühlicht erheblich gedämpft. Eine Leuchtstoff- und damit auch eine Energiesparlampe reagiert aber schneller und flimmert tatsächlich in dieser Frequenz. Das kann man soagr beobachten:  wenn sich z.B. ein Speichenrad mit entsprechender Drehzahl in Leuchtstofflampenlicht dreht, kann man den Stroboskop-Effekt beobachten: Das Rad scheint zu stehen oder sich rückwärts zu drehen. Dieses Flimmern und das ungünstige Spektrum des Energiesparlampenlichts sind für bestimmte unangenehme körperliche Effekte verantwortlich, über die viele Menschen klagen, wenn sie Energiesparlampen benutzen: Kopfschmerz, Nervosität und Schlafstörungen etwa. Allgemein anerkannte Mediziner befürchten sogar, dass die Folgen des Energiesparlampenlichte schwerwiegende Krankheiten bis hin zu Krebs sein können, davon, dass Energiesparlampen auch epileptische Anfälle auslösen können, ganz zu schweigen.

 

Deckmäntelchen Klimachutz

 Die angebliche Stromersparnis, selbst wenn so groß wie von den Herstellern behauptet, fällt im übrigen kaum ins Gewicht. Schließlich hat die Beleuchtung lange nicht mehr den Anteil am Stromverbrauch, den sie zu Kaisers Zeiten hatte, als man den Begriff  "Licht-" als Synonym für "elektrisch" prägte. Heute sind es nur noch wenige Prozent des Stromverbrauches, die auf die Beleuchtung entfallen. Davon geht aber wiederum nur ein Teil zu Lasten von herkömmlichen Glühlampen, denn in vielen Bereichen werden sie gar nicht eingesetzt. Aucher dieser, an sich schon mickrige Anteil wird schließlich durch die Energiesparlampen keineswegs komplett, sondern nur zum Teil eingespart.

Man sagt zwar noch hin und wieder "Lichtmast" und "Lichtleitung",  doch ist die Beleuchtung schon lange nur noch für einen kleinen Teil des Stromverbrauches verantwortlich. Entsprechend gering ist hier auch das Einsparpotential, welches die die Risiken und Nachteile der so genannten Energiesparlampen nicht im entferntesten aufwiegt.

 Bedenkt man dabei noch, dass auch der gesamte Stromverbrauch nur ein Teil der von uns erzeugten und genutzten Energie ist, wird klar, dass die mit Energiesparlampen angeblich eingesparte Energie den CO2-Ausstoss kaum jemals messbar veringern kann. Nutzen bringt dieser angeblich so tolle Ersatz für die gute, alte Glühlampe daher nur den Herstellern. Hätten die Dinger nämlich wirklich Vorteile für den Verbraucher, würden sie von alleine gekauft und müssten nicht zwangsweise eingeführt werden.

 Nicht nur der Zorn der Verbraucher über Bevormundung und Abzocke, sondern auch die Bedenken  von Wissenschaftlern sind mittlerweile so groß, das selbst die etablierten Medien schon zum Teil darüber berichten, obwohl die Sprachregelung das doch gar nicht vorsieht:  Report München etwa hat einen Bericht darüber gedreht, in dem nicht etwa irgendwelche Spinner, sondern etablierte Fachleute - selbst aus den Reihen der offiziellen Klimaschutzprediger - der Energiesparlampe (und damit indirekt auch der EU) bescheinigen, was sie ist: teuer, sinnlos, gefährlich...

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Kommentare

Elektriker 12/21/2013 22:31

Ich war kürzlich in Möbelhäusern unterwegs und erstaunt, welche Vielfalt es mittlerweile an LED Leuchten und LED Leuchtmitteln gibt. Tolle moderne Designs, energieeffiziente Technik und einfach
tolles Licht.

Mit dem Verbot der Glühlampen hat die Leuchtmittelindustrie den notwendigen Tritt in den Arsch bekommen. Sonst hätte diese Entwicklung noch erheblich länger auf sich warten lassen.

Ab mit den Glühlampen dort wo sie hingehören: Ins Museum!

Elektriker 10/03/2015 20:21

Meiner Meinung ist mittlerweile der Zeitpunkt gekommen auch Halogenleuchtmittel, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren zu verbieten. Die Vielfalt der selbst bei Discountern angebotenen LED Leuchten und Leuchtmittel macht es längst möglich. Der Wirkungsgrad der LEDs ist längst erheblich höher als der von Leuchtstoffröhren bzw. Energiesparlampen. Und die Lichtqualität deutlich besser. Ich muss mittlerweile selbst aufpassen nicht LEDs mit zu hoher Leistung zu kaufen, weil die einfach zu hell sind.

Ich würde sogar so weit gehen und LEDs als Bestandteil der Energiewende zu sehen, weil es gerade bei Dunkelheit Sinn macht Energie zu sparen, weil dort Photovoltaik keinen Strom liefern kann und man mit dem Strom aus seinem LiIon-Hausspeicher sparsam umgehen muss.

So passt die Photovoltaik auf dem eigenen Hausdach, der LiIon Stromspeicher im Haus, das damit betriebene Elektroauto, die Wärmepumpe als Heizung, der Dämmstandard 'Passivhaus', LEDs als Beleuchtung, und nicht zu vergessen die Beteiligung am regionalen Windpark perfekt zusammen.

Die ineffizienten und fossilen Techniken sind was für den Schrottplatz und das Museum. Den effizienten und erneuerbaren Techniken gehört die Zukunft.

Man sieht im Nachhinein, wie richtig und notwendig das Glühlampenverbot war und welche Dynamik es bei LEDs bewirkt hat. Da haben die EU Politiker mal wirklich alles richtig gemacht.

Fokko 12/23/2013 10:23



Hallo, Elektriker!


Man kann auch die Giftbirnen in alle möglichen und natürlich auch schöne Leuchtendesigns integrieren, was jedoch nichts an Ihren Nachteilen ändert. Das gleiche gilt auch für LED-Lampen. Selbst
das tollste Design ändert nichts an den nachteilen, denn es macht das Licht nicht besser.


Der LED-Krempel ist zwar nicht so giftig wie die "Energiespar"lampen, aber teuer und das Licht taugt nichts, wobei man auch erst einmal sehen muss, was da bei der Herstellung so an Chemie
anfällt, schließlich handelt es sich ja auch um Halbleiter.


Scheiße bleibt halt Scheiße, auch wenn man sie auf silbenern Schüsseln mit Suppengrün anrichtet... ;-) 


Nix für Ungut und Frohe Weihnachten


Fokko



Elektriker 08/30/2012 13:31

Der Anteil der Beleuchtung am Stromverbrauch von Privathaushalten ist mit 14% der größte Brocken. Es macht also großen Sinn dort Einsparungen zu machen. Wenn man diese 14% z.B. durch LED
Beleuchtung auf 4% drücken kann, dann spart das in Deutschland rund 20 Mrd. kWh Strom ein. Das entspricht immerhin ungefähr 2 größeren Kernkraftwerken.

Die Entscheidung der EU jetzt zum 1.9.2012 die restlichen Glühlampen aus dem Markt zu nehmen, ist also eine vollkommen richtige Entscheidung.

Claas Janssen 01/18/2009 15:09

Wenn die schreiben, 8 Watt ersetzt 60 Watt Glühbirne ist das einfach gelogen.

Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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