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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

9. Januar 2009 5 09 /01 /Januar /2009 13:05

Rollos sind, zumindest für manche Leute, eine hübsche Alternative zu Vorhängen; an Dachfenstern sind sie sogar die einzige Möglichkeit für Schatten zu sorgen, will man aufwendigere Konstruktionen wie Rollläden vermeiden. Leider sind sie nicht billig und daher ist es ärgerlich, wenn so ein Ding kaputt geht.

Abb. 1: Ärgerlich: Im Laufe der Jahre ist der Rollostoff am unteren Ende entlang des Saums mit dem Stab gebrochen. Von dort aus haben sich zusäzlich Risse in Längsrichtun gebildet und schließlich riss der ganze Saum mit samt dem Stab ab.


Selbsthilfe ist Trumpf

 Ein echter Selbstversorger kauft nicht gerne gleich etwas Neues, sondern guckt erst einmal, ob sich das jeweilige Ding nicht doch noch reparieren lässt. Zum einen spart man damit in aller Regel eine Menge Geld, zum anderen ist es nicht einzusehen, dass Sachen so gemacht sind, dass sie möglichst bald kaputt gehen und der Hersteller ein neues Exemplar verkaufen kann. Unter diesen Umständen ist es geradezu Bürgerpflicht, instandzusetzen anstatt neu zu kaufen. Mir jedenfalls macht es ein diebische Freude, wenn ich durch eine solche Reparatur einen Neukauf vermeiden kann.

Abb. 2: Der Schnitt muss genau rechtwinklig zu den Seitenkanten und parallel zur Rolle verlaufen, daher kommt es auf ein sauberes Anzeichnen an. Man kann dabei den aufgerollten Stoff als Führung benutzen.

 

 Im Fall meines Rollos kann man aber noch nicht einmal allzu sehr meckern: Es ist schon über vierzehn Jahre alt und war die meiste Zeit der Sonne ausgesetzt. Ich muss es nämlich fast immer schließen, wenn ich tagsüber an meinem Computer arbeite, da ich sonst durch das Tageslicht nichts auf meinem Bildschirm erkennen kann. Und, das sei ebenfalls zu Nutz und Frommen des Hersteller gesagt, die Mechanik funktioniert noch einwandfrei.

 

Kein besonderes Werkzeug erforderlich

 Solange die Mechanik noch funktioniert, ist so ein Rollo tatsächlich ohne größeren Aufwand und sogar mit "Bordmitteln" zu retten. Man braucht dazu lediglich einen Kugelschreiber oder Filzstift, eine Schere und ein Nähmaschine. Ist letztere nicht vorhanden, müsste es eigentlich auch mit Nadel und Faden gehen  Wenn das Rollo nur unten verschlissen ist, wie im hier beschriebenen Fall, und sich noch genügend "Reserve" auf der Rolle befindet, braucht man nämlich noch nicht einmal neuen Stoff zu kaufen.

Abb. 3: Mit der Schere wird nun fein säuberlich entlang der angezeichneten Linie geschnitten....

 

 Wenn nicht, beschafft man sich ein Stück passenden Rollo-Stoff in einem Raumausstatter-Laden. In diesem Falle benötigt man noch ein scharfes Messer, Klebstoff und einen Tacker. Bei meinem Rollo besteht die Spindel aus einem hölzerne Rundstab, an dem der Stoff über die ganze Länge angeklebt sowie vorne und hinten zusätzlich mit je einer Klammer angetackert ist. Befestigt man einen neuen Stoff, muss man vor allen Dingen darauf achten, dass er rechtwinklig zugeschnitten ist und die Kante genau parallel zur gedachten Achse der Spindel befestigt wird.

 Kann man den alten Stoff weiterverwenden, weil er lang genug ist, ist es einfacher: in diesem Falle muss man den verschlissenen Teil sauber und rechtwinklick zu den Seitenkanten abschneiden. Dazu zeichnet man ihn mit dem Stift so an, wie das in Abb. 2 zu sehen ist: Wenn man das Rollo sauber aufgerollt hat, kann die so entsandene Rolle dabei als Führung für den Stift dienen.

Abb. 4: Wenn die Kante sauber geschnitten ist, sieht das nicht nur zum Schluss gut aus, sondern ermöglicht es auch, den Saum grade und rechtwinklig abzunähen


Exaktes Arbeiten ist wichtig

 Mit der Schere schneidet man nun, so wie das in Abb. 3 zu sehen ist, sauber entlang derangezeichneten Linie. Beim Schneiden mit der Schere kommt es darauf an, dass man immer ab- und wieder neu ansetzt bevor sich die Schere ganz geschlossen hat. Andernfalls bekommt man an den Ansätzen hässliche Zacken. Das gilt übrigens vor allem auch beim Schneiden von Papier und für die Arbeit mit der Blechschere ebenfalls.

 Nun näht man mit der Nähmaschine einen Saum an die Schnittkante. Dieser muss so breit sein, dass man den Stab des Rollos hindurchstecken kann und zur Innenseite des Rollos umgeschlagen werden, also auf der Seite, auf der auch die Rolle liegt  Natürlich muss er wieder rechtwinklig zu den Seitenkanten sein; das klappt auch ganz gut, wenn man schön rechtwinklig geschnitten hat. Notfalls kann man sich die Naht auch anzeichnen, sollte dabei aber bedenken, dass der Strich sichtbar bleibt und sich am Schluss auf der Innenseite des Rollos befindet.

Abb. 5: Jetzt erfüllt das instandgesetzte Rollo wieder seinen Zweck

 

 Anschließend rollt man das Rollo zusammen und setzt es wieder in die Halterung. Um dabei die richtige Vorspannung zu erhalten, damit das Rollo sich sauber aufrollt, gibt es einen einfachen Trick: Man lässt beim Einsetzen in die Halterung den Stab zunächst weg und rollt das Rollo sauber in der Hand zusammen. Nach dem Einsetzen dreht man die ganze Rolle einige Male, in die Richtung, in die das Rollo beim Schließen von der Rolle gezogen wird um dem Federzug die richtige Vorspannung zu geben, damit er das Rollo sauber hochziehen kann. Aus diesem Grund muss man den Stab zunächst weglassen, denn er verhindert im Betrieb, dass sich die Spindel weiter dreht , wenn das Rollo oben ist. Zum Schluss steckt man den Stab durch den Saum und prüft, ob die Vorspannung ausreicht und der Federzug das Rollo sauber hochzieht. Tut sie das nicht, entfernt man den Stab eben noch einmal und spannt noch etwas mehr vor.

 

 

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Kommentare

Walter 08/02/2010 11:23


Super Tutorial. Ich mache mir die Sachen auch immer gerne selber. Ich werde mich mal an das Rollo probieren.


Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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