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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

8. Januar 2009 4 08 /01 /Januar /2009 17:58

Selbstversorgung muss nicht bedeuten, dass man auf moderne Technik, wie etwa Computer verzichtet. Gerade das Internet ermöglicht es ja gerade, dass auch Leute mit sehr speziellen Interessengebieten, die jeweils nicht allzu viele Gleichgesinnte haben, einander finden und sich austauschen können. Auch Informationen zu von den Mainstream-Medien ignorierten oder gar vom System ungern gesehenen Strömungen kann man hier finden und verbreiten. Verfolgt man den Selbstversorgergedanken jedoch auch im Hinblick auf Informationstechnik konsequent, wird man sich wahrscheinlich erheblich an dem Umstand stören, dass die Computerei von einer einzigen Softwarefirma dominiert wird. Die Frage nach Alternativen liegt also nahe.

Der IBM 5150 Personal Computer ist der Urahn der heutigen PCs 

(Dieses Bild basiert auf dem Bild IBM PC 5150.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Boffy b)

Auch beim Computer kann man Abhängigkeiten vermeiden

 Die Alternative zu Software von kommerziellen Anbietern gibt es tatsächlich: Bereits seit fast 25 Jahren wird das freie Betriebssystem GNU entwickelt, welches selbst wenig bekannt ist und vor allem von Insidern verwendet wird. GNU ist wie das wesentliche bekanntere Linux im Grunde ein Unix, auch wenn die Buchstabenfolge die Abkürzung für „GNU's Not Unix“, also „GNU ist Nicht Unix“ darstellt.  
 Für den informationstechnischen Normalverbraucher hat GNU vor allem deswegen Bedeutung, da die Lizenz unter der es verwendet und weitergegeben werden darf, von vielen Entwicklern freier Software, auch solcher für andere Betriebssysteme und sogar für Bilder und Texte benutzt wird. Was unter der GNU-License publiziert wird, darf jedermann kostenlos benutzen, weitergeben und unter gewissen Bedingungen auch verändern, wobei das Urheberrecht des Autors jedoch nicht aufgegeben wird, wie das bei Public Domain der Fall ist. Für den Normalverbraucher bedeutet dies vor allem, dass er Programme, die unter dieser Lizenz stehen, herunterladen und kostenlos benutzen darf.
 Die GNU-License setzt den OpenSource-Gedanken um, welcher besagt, dass Software nicht nur für jedermann kostenlos benutzbar sein sollte, sondern vor allem auch der Quellcode veröffentlicht werden soll. Dadurch kann jeder, der sich in der jeweiligen Programmiersprache entsprechend auskennt, sehen wie das Programm funktioniert, daraus lernen, helfen es weiter zu entwickeln und eigene Programme darauf abstimmen, so dass sie zusammen damit funktionieren. Weil gerade bei freien Betriebssystemen wie LINUX der Quellcode bekannt gemacht wird, tun sich nicht nur diejenigen Leute leichter, die Programme dafür entwickeln, sondern es wird möglich, dass jeder beider Weiterentwicklung des Betriebssystem mitmachen kann, der über entsprechende Kenntnisse verfügt und Lust dazu hat. 
 Außerdem kann niemand in solchen Programmen irgendwelche Mechanismen einbauen, die etwa den Anwender ausspionieren oder Software von Konkurrenten behindern, was bei einem Betriebssystem eines kommerziellen Anbieters leicht möglich ist. Bei solchen Systemen wird nämlich der Quellcode in der Regel streng geheimgehalten und die Benutzerverträge verbieten das so genannte Reengineering, also das Zurückgewinnen und Analysieren des Quellcodes aus dem lauffähigen Programm. Selbst ein ausgebuffter Computerfreak hat also kaum eine legale Chance, festzustellen, was seine Software nebenher noch so alles treibt.


OpenSource-Programme für Windows
 Bei OpenSource-Programmen verderben die vielen Köche also keineswegs den Brei; sie sorgen vielmehr nicht nur dafür, dass er besonders gut wird, sondern verhindern auch, dass jemand etwas hinein rührt, was nicht hinein gehört. In der Tat stehen OpenSource-Programme in aller Regel der kommerziellen Konkurrenz nicht nach, sind oft sogar besser. Oft sind sie vollwertiger Ersatz für entsprechende kommerzielle Programme. Ein gutes Beispiel ist Open Office, welches eine kostenlose Alternative zu Microsoft Office darstellt: Es liest und schreibt nicht nur dessen Dateiformate, sondern wird bis auf Kleinigkeiten auch genauso bedient. Wenn man auf dieses Paket umsteigt, braucht man also weder Dokumente zu konvertieren, noch sich an eine neue Bedienung gewöhnen: Man arbeitet einfach mit dem neuen Paket weiter.

Vom Look and Feel sowei der Bedienung her keine große Umstellung von MSO: Open Office

 OpenOffice gibt e nicht nur für Linux, sondern auch für Windows, genauso wie GIMP, das bei Linux-Leuten bekannte und beliebte Grafikprogramm. Wenn auch die fortgeschrittenen Funktionen von GIMP eher etwas für Freaks sind, kann es der Normalanwender dennoch ohne weiteres zum einfachen Bearbeiten von Fotos verwenden, so das sich auch hier Download und Installation allemal lohnen.

 

Alternative Web-Browser

 Bei den OpenSource-Programmen für Windows darf natürlich der Web Browser Mozilla Firefox nicht fehlen. Allerdings bin ich persönlich mit diesem Programm derzeit ein wenig beleidigt: Beim letzten Mal, als ich ihn aktualisieren wollte, musste ich nämlich feststellen, dass man die Anwender zwingen wollte, die Version mit de Google Toolbar zu installieren, indem man beim Download der Version ohne Toolbar ein nervige Wartezeit eingebaut hatte. Google ist als übler Datensammler bekannt, deshalb habe ich keine Lust, auch noch Software von diesen Leuten auf meinem Rechner zu haben, die in einer von mir nicht kontrollierbaren Weise alles mögliche tun könnte, auch Dinge, die ich nicht möchte. Ich hoffe stark, dass die Firefox-Leute wissen, was sie tun und der Quellcode der Gogle-Tollbar offen liegt. Trotzdem ist es ein dicker Hund, den Anwendern so etwas aufzuzwingen zu versuchen. Für mich lässt sich so etwas in keiner Weise mit dem OpenSource-Gedanken vereinbarent. 
 Ob die Alternative Opera in dieser Hinsicht jedoch so viel besser ist, wage ich aber auch zu bezweifeln. Opera ist nämlich keine OpenSource-Software, auch wenn man das Programm kostenlos benutzen darf und stammt von einer Firma, nicht von ehrenamtlichen Programmierern. Da liegt natürlich die Frage nahe, was ein Unternehmen für einen Vorteil davon hat, ein kostenloses Programm anzubieten, welches dazu noch werbefrei ist, sprich: womit diese  Firma eigentlich ihr Geld verdient...
  Trotz allem sind beide Programme aber meiner Ansicht nach noch allemal besser als der Internet Explorer, vor dessen Sicherheitslücken Fachleute praktisch ständig warnen. Ähnlich ist es im EMail- und Newsgroup-Bereich: Auch hier gibt es kostenlose Alternativen zu Outlook, z.B. Thunderbird.

Der Pinguin Tux ist das Maskottchen von Linux (Bild: PD)

Linux, ein kostenloses Betriebssystem

 Wer ganz auf das sonst allgegenwärtige Windows verzichten will, findet in Linux die Alternative, die wohl am besten für den Normalanwender geeignet ist. Linux ist ein Unix. Mit dem Begriff „Unix“ (außer dem Anfangsbuchstaben klein geschrieben) bezeichnet man Abkömmlinge des Stammvaters UNIX (komplett in Großbuchstaben), dem Anfang der 1970er Jahre bei den Bell Laboratories entwickelten Mehrbenutzer Betriebssystem, das zunächst für die damaligen Großrechner gedacht war. UNIX ist ein eingetragenes Markenzeichen der Open Group, daher dürfen nur die von diesem Konsortium zertifizierten Versionen so genannt werden, für andere unixartige Betriebssysteme verwendet man die Schreibweise „Unix“. Die Buchstabenfolgen „ix“ oder „ux“ am Ende des Namens eines Betriebssystems weisen auch darauf hin, dass es sich um ein Unix handelt: SINIX (von Siemens), HP-UX (von Hewlett Packard) oder eben Linux, dessen Erfinder mit Vornamen Linus heißt.
 Linux wird in verschiedenen Distributionen verbreitet, die man sich in der Regel kostenlos aus dem Netz holen kann. Man kann diese Distributionen auch als Pakete mit gedrucktem Handbuch und eingeschlossenem Support kaufen. Eine solche Distribution besteht aus dem Betriebssystemkern, den notwendigen Dienstprogrammen, Tools und einer meist reichhaltigen Auswahl an freier Software.

 

SuSE-Linux

 Ich persönlich arbeite mit SuSE-Linux, einer der bekanntesten Distributionen, obwohl mich derzeit ein wenig stört, dass es Verbindungen zwischen Novell, dem Eigentümer von SuSE und einer gewissen Softwarefirma aus Redmond in Washington gibt. Schließlich migriert man ja nicht zu Linux, damit einen womöglich irgendwann doch wieder Bill Gates aus dem Rechner angrinst. Ansonsten muss man aber zugegeben, dass SuSE-Linux eine handliche und alltagstaugliche Sache ist: Es gibt ein sehr komfortables Tool namens YaST („Yet another Setup Tool“), welches die Installation genauso einfach und komfortabel macht, wie man es von Windows kennt (bzw. kennen sollte *VBG*) und sie auch nicht länger dauern lässt. Der entscheidende Unterschied: Bei Linux ist nach der Installation schon eine mehr oder weniger große Sammlung von Softwarepaketen mit installiert, deren Komponenten man sich zu Beginn der Installation aus dem reichhaltigen Angebot aussuchen kann, welches in der Distribution enthalten ist. Weitere Software kann man sich jederzeit von den CDs bzw. der DVD der Distribution oder aus anderen Quellen nachinstallieren, genauso wie man Software auch wieder löschen kann. Dies geschieht wiederum mit dem Installationstool YaST und ist genauso einfach wie das Installieren und Deinstallieren von Software unter Windows.
SuSE-Linux verwendet ein besonderes Format der Softwarepakete zur Installation, dass RPM-Format. Da SuSE sehr verbreitet ist, gibt es praktisch alle Softwarepakete, die unter Linux laufen auch als RPM.
 Früher war Unix ein Betriebssystem für Freaks, da die Installation von System- und Anwendungssoftware sowie deren Anpassen an die jeweilige Hardware eine aufwendige Geschichte darstellte. Bei den derzeitigen SuSE-Linux-Versionen fällt aber sogar das in älteren Distributionen noch erforderliche Kompilieren des Kernels weg; sie arbeiten nach dem Plug-and-Play-Standard, wobei gängige Hardware fast ausnahmslos erkannt und installiert wird. Allenfalls bei Hardware von Herstellern, die sich mit technischen Informationen bedeckt halten, ist eine – zugegebenerweise etwas umständliche – separate Installation der nur von den Herstellern erhältlichen Treiber nötig.
 Für Linux gibt es mittlerweile eine grafische Oberfläche, sie heißt KDE, mit der Windows-Anwender praktisch sofort zurechtkommen. Man kann damit im Prinzip alles machen, was man mit Windows auch machen kann; in vielen Fällen geht es aber besser und außerdem gibt es einige Dinge, die Windows nicht kann – und die man schnell zu schätzen lernt.

 

Linux erfreut sich schon seit Jahren steigender Beliebtheit: Novell/SuSE beim Linux-Tag 2004 

(Dieses Bild basiert auf dem Bild Novell SuSE.jpg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Igelball)

Alles, was man braucht...

 Die für die meisten wichtigste Anwendung, ein Office-Paket ist ebenfalls enthalten und zwar das bereits beschriebene Open Office. Als Browser ist Firefox vorhanden, man kann aber auch Opera installieren, da dieser Browser in der Linux-Version auch als RPM-Paket erhältlich ist. Selbstverständlich gibt es auch EMail, hier kann man sogar zwischen mehreren Programmen wählen. Für die normale Büroanwendung ist also alles vorhanden, egal ob im privaten oder im geschäftlichen Bereich. Ich persönlich verwende Linux und KDE schon lange im Büro und vertraue keiner Windows-Maschine mehr wichtige Daten an, einen Computer mit Windows gibt es bei mir zwar noch, aber der dient vor allem dazu, zu sehen, ob es noch Abweichungen zu Linux in der Darstellung gibt, wenn ich etwa Web-Seiten baue und für bestimmte grafische Arbeiten.  
 Selbst vermisse ich bei Linux nämlich noch vor allem ein gutes und vielseitiges Pixelgrafik-Programm. Ich komme zwar mit GIMP beim Aufbereiten von Fotos sehr gut zurecht, vermisse aber bestimmte Grafik-Werkzeuge, die ich von PaintShop Pro gewöhnt bin. Auch die Vektorgrafikprogramme können mir bis jetzt CorelDraw! nicht ersetzen. Das mag zum Teil aber auch an mir liegen, da ich mich durch jahrelange Benutzung wohl sehr in die Bedienung meiner Lieblingsprogramme eingefressen habe.

 Linux ist übrigens auch recht sicher im Hinblick auf Spyware, Trojaner, Viren und dergleichen. Das liegt zum einen am OpenSource-Konzept und der grundsätzlich mehr auf Sicherheit ausgelegten Unix-Architektur, zum anderen daran, dass noch nicht so viele Leute Linux benutzen. Da lohnt es sich weder für echte Ganoven noch für übele Witzbolde, irgendwelche Schadsoftware zu rogrammieren, ganz einfach, weil es wesentlich weniger potentielle Opfer gibt als bei Windows. Es zahlt sich also auch hier aus, nicht mit der Herde zu rennen.

 

Für Hardcore-Zocker weniger geeignet

 Wirklich schlecht sieht es bei Linux allerdings mit Spielen und Spielereien wie Videochats aus. Diese Art Software zielt auf die große Masse ab und wird daher noch kaum in Linux-Versionen angeboten. Es gibt die Möglichkeit, mit spezieller Adaptersoftware Windows-Anwendungen auch unter Linux zu betreiben. Das kostenlose und bei SuSe mitgelieferte Programm Wine schafft das mit Software die keine allzu aufwendige Grafik hat, für aufwändige Action-Spiele gibt es eine käufliche Lösung. Übrigens gilt die für das Softwarenagebot genannten Einschränkungen nur für den kostenlosen Bereich, es gibt nämlich für Linux auch bereits ein Menge kommerzielle Programme, die ich aber noch nicht ausprobiert habe, allerdings hauptsächlich für professionellen Einsatz wie etwa CAD.
 Wer noch nicht komplett umsteigen will, kann Linux auch neben Windows auf dem Rechner haben. YaST z.B. erkennt bereits vorhandene Systeme und installiert Linux problemlos daneben. Falls der Plattenplatz nicht ausreicht, installiert man eben eine zusätzliche Festplatte.
 Für den allerersten Kontakt gibt es verschiedene Linux-Versionen auch als so genannte Life-CDs bzw -DVDs von denen man das Betriebssystem direkt booten und ausprobieren kann, ohne dass man an der Konfiguration seines Rechners etwa verändern muss. Die bekannteste dieser Life-Distributionen ist Knoppix, welches immer wieder einmal Computerzeitschriften als Zugabe beiliegt. Man kann es sich aber auch als Image aus dem Netz saugen und sich die DVD selbst brennen.

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