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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

24. Dezember 2008 3 24 /12 /Dezember /2008 15:38

An Weihnachten feiern wir den Geburtstag Jesu Christi, der uns durch seinen Tod am Kreuz von der Bindung durch die Sünde erlöst hat. Im Gegensatz zu Karfreitag und Ostersonntag wird das Weihnachtsdatum aber nicht durch die Bibel bestimmt.

 Die Krippe, das Sinnbild des Weihnachtsfestes

(Dieses Bild basiert auf dem Bild Weihnachtskrippe alle.jpg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist AlterVista)

Warum feiern wir Weihnachten im Winter?

 Das Osterdatum liegt durch biblische Überlieferungt fest: In den Evangelien wird berichtet, das sich die Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi am Passahfest ereigneten; dessen Datum - auch das ist aus der Bibel bekannt - ist  der erste Vollmond im Frühling. Über die Geburt Jesu Christi berichtet das Lukasevangelium zwar einiges, jedoch erfährt man daraus nichts über das Datum.

 Warum also feiern wir Weihnachten am 25. Dezember? Mir zum Beispiel wurde als Kind erzählt, dass dies mit dem Julfest der Germanen zusammenhinge: Um denen den Wechsel zum Christentum zu erleichtern, habe man die Geburt Jesu Christi einfach in die Zeit des Julfestes, der germanischen Wintersonnwende gelegt. Das klingt  zwar einleuchtend und ist nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig.

 Weihnachten ist ja nicht erst mit der Christianisierung der Germanen eingeführt worden, ebensowenig wie Ostern, obwohl sich unser Wort "Ostern" von der germanischen Frühlingsgöttin Ostera ableitet, die man eben im Frühling feierte. Bereits die römischen Christen feierten aber Weihnachten und zwar auch am 25. Dezember, welcher zu heidnischen Zeiten der Geburtstag des Sonnengottes war.

 Nun könnte man durchaus meinen, das man diese Feste einfach aus praktischen Gründen auf Festtage der alten Religionen gelegt hat, um den Bekehrten den Wechsel zu erleichtern. Ich persönlich aber glaube, dass die beiden Daten einen tieferen Sinn haben.

 

Verheißung und Erfüllung

Der Winter kommt zwar nach Weihnachten erst so richtig und kann sich noch lange ziehen, aber die Sonnwende im Dezember gibt einen Hoffnungsschimmer, denn ab dann werden die Tage wieder länger und die Sonneneinstrahlung stärker.

 

 Dass die christlichen Ostern genau mit dem jüdischen Passahfest zusammenfallen, kommt sicherlich genauso wenig von ungefähr, wie der Umstand, dass beide ausgerechnet im Frühling stattfinden: An Passah feiern die Juden nämlich den Auszug aus Ägypten und den Aufbruch ins Gelobte Land. Und so wie an Passah die Befreiung durch Gott aus der Knechtschaft der Ägpter stattfand, fand an Oster die Befreiung von Sünde und Tod durch Gottes Sohn statt. Beides könnte man auch mit der Überschrift "Befreiung und neues Leben" versehen - was wiederum sehr gut in den Frühling passt, wenn die Sonne immer wärmer scheint, alles aus der eisigen Umklammerung des Winters befreit und neues Leben in der Natur ermöglicht. Deswegen feiern wohl alle Menschen, die in Weltgegenden mit Frühling, Sommer, herbst und Winter leben, ein solches Frühlingsfest.

 Das jüdische Passah- und das christliche Osterfest erfüllen daher diese alte Naturfest mit neuem Sinn- und zwar in zwei Stufen. Während es beim Passahfest zunächst um die Befreiung aus irdischer Knechtschaft und irdisches Wohlergehen geht, geht Gott an Ostern den entscheidenden Schritt weiter: Mit dem Kreuzestod seines Sohnes wird der Mensch aus den Fesseln der Sünde befreit und erhält Anrecht auf das ewige Leben!

 

Die Geburt Jesu Christi in einer georgischen Bibel aus dem 12. Jahrhundert

 Was aber hat das ganze nun mit Weihnachten und seinem Datum zu tun? So wie das Osterfest, findet sich auch das Wintersonnwendfest schon in vorchristlicher Zeit. Ab der Wintersonnwende werden die Tage wieder länger und die Sonne steigt jeden Tag ein kleines Stückchen höher. Der Winter ist zwar noch lange nicht zu Ende, er kommt jetzt erst mal so richtig, aber man hat die Verheißung das es trotzdem wieder besser werden wird.

 Und genau so ist es auch mit Weihnachten: Noch ist der Erlöser ein hilfloses Neugeborenes in der Krippe, welches noch nichts bewirken kann. Aber das Versprechen ist eben da; Weihnachten bedeutet nämlich nichts anderes als das Versprechen von Ostern. So wie die Sonne nun jeden Tag mehr Macht gewinnt und irgendwann den Winter vertreibt, so wird der kleine Jesus wachsen und seinen Weg über Golgatha und das Totenreich zur Auferstehung und zur Rettung der Menschheit gehen.

 Und so passt Weihnachten eben wunderbar in die Zeit der Wintersonnwende, ganz egal, an welchem Tage der historische Jesus nun tatsächlich geboren ist: Das Licht scheint in die Finsternis, auch wenn es noch eine Weile dauert, bis es wieder ganz hell wird.

 

Ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Tage zwischen den Jahren

 

wünscht

 

Fokko

 

 

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