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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

7. Dezember 2008 7 07 /12 /Dezember /2008 14:36

Weihnachten steht vor der Tür und auch - kurz vorher - die Wintersonnwende und damit der kürzeste Tag und die längste Nacht. Derzeit leben wir also in der dunklen Zeit des Jahres. Dass wir alle jetzt ein wenig träge und schlapp sind, ist eigentlich ganz normal. Der Mensch hält jetzt zwar keinen Winterschlaf, aber doch so etwas wie eine Art Winterruhe. Beim Winterschlaf, wie ihn etwa Igel und Fledermaus halten, werden nicht nur Puls und Atmung, sondern auch die Körpertemperatur herabgesetzt. Andere Säuger, wie Bär und Dachs z.B. halten nur eine Winterruhe, bei der sie zwar Puls- und Atemfrequenz vermindern, nicht jedoch ihre Körpertemperatur. Beide Strategien haben jedoch den gleichen Zweck: sie sollen den Energiebedarf in der Nahrungsarmen Winterzeit vermindern. Die WInterruhe ist eine recht flexible Sache: Gibt es während der Ruhezeit Perioden mit günstiger Witterung, kann sie durchaus unterbrochen werden, in ganz milden Wintern sogar auch ganz ausfallen. Meister Grimbart, der Dachs etwa, kann uns bei milder WItterung durchaus auch einmal an einem Winterabend begegnen.

 

Meister Grimbart, der Dachs, hält eine gewissermaßen flexible Winterruhe, wobei er sich nach der tatsächlichen Witetrung richtet

 

Winterruhe beim Menschen

Wenn die Winterruhe bei uns Menschen auch nicht so ausgeprägt ist, sollten wir doch berücksichtigen, dass sie existiert. Es ist zum Beispiel eine Weisheit unter Verkäufern, dass man im Winter nicht so leicht verkaufen kann wie im Sommer, da die Kunden - und natürlich auch der Verkäufer - dann einfach träger und weniger leicht zu begeistern sind. Auch sonst kann man sich in der Gestaltung des persönlichen Jahreslaufes ein wenig nach der Natur richten. Die meisten Menschen machen ja zwei mal im Jahr Urlaub, im Sommer und über Weihnachten. Dabei halte ich es so, dass für mich der Sommerurlaub die Zeit für die Outdoor-Aktivitäten, für Reisen und Ausflüge ist, die winterlichen freien Tage dagegen eine Periode des Ausruhens, der Besinnlichkeit und der geruhsamen häuslichen Beschäftigungen. Schlimm dran sind dabei aber die Menschen mit Berufen, deren Hauptsaison in dieser Zeit der Wintersonnwende liegt: der Einzelhandel, Bäcker und Metzger beispielsweise haben dann besonders viel zu tun, was sich leider wohl kaum vermeiden lässt.

Aber auch in manchen anderen Berufen sind die Beschäftigten hier stark belastet. Bei Banken gibt es Urlaubssperre und auch andere Menschen, die mit Buchhaltung zu tun haben, müssen jetzt viel arbeiten, weil es die Zeit des Jahresabschlusses ist. Das jedoch wäre vermeidbar, denn es muss nicht unbedingt sein, dass der Bilanzzeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember geht. Viele Firmen haben nämlich in der Tat ein Geschäftsjahr, welches vom 1. Oktober bis zum 30. September geht. Warum richtet sich nicht auch das Finanzamt danach? Man sieht auch hier wieder, dass unser an Profit und Geld orientiertes System wenig Verständnis für die natürlichen Belange des Menschen hat.

 

 Die Tageslänge folgt im Jahreslauf etwa einer Kosinus-Kurve. Nahe den Extrema, den Hoch- und Tiefpunkten, die bei den Sonnwenden liegen, ist die Änderung nur gering, dafür an den Nullstellen, die mit den Tag- und Nachtgleichen zusammenfallen, umso stärker

 

Wenn ich es einrichten kann, gucke ich auch, dass ich im Sommer wie im Winter mit der Sonne aufstehe,denn im Dunkeln aufstehen ist etwas fürchterliches. Leider kann ich das auch nicht immer, denn zeitweise besteht ein großer Teil meines Geschäftes aus Schulungen, zu denen ich Sommers wie Winters gegen 0700 das Haus verlassen muss, wie das ja auch den meisten berufstätigen Menschen geht. Auch hier sieht man, wie wenig die Regeln der sogenannte Zivilisation Rücksicht auf die Natur nehmen.

 

Astronomische Ursachen

Woher kommt aber nun die unterschiedliche Länge der Tage im Laufe des Jahres? Sie entsteht dadurch, dass die Erdachse nicht parallel zur Achse der Erdumlaufbahn um die Sonne steht, sondern zu ihr geneigt ist. Dadurch kreist die Erde schräg um die Sonne, so dass mal die Nord- und mal die Südhalbkugel mehr beschienen werden. Auf derjenigen Halbkugel, die dabei jeweils mehr beschienen Wird, herrscht der Sommer mit seinen längeren Tagen und kürzeren Nächten, auf der anderen der Winter. Die kürzeren und längeren Tage und Nächte bemerkt man, anders als viel andere Naturvorgänge,  gerade auch als in das Zeitraster der Zivilisation eingebundener Städter besonders gut: Da man seinen Tageslauf nach der Uhr und nicht nach der Sonne einrichtet, geht man wintertags im Dunkeln fort und kommt im Dunkeln heim, wohingegen es im Sommer schon bzw. noch lange hell ist, wenn man zur Abreit geht oder heimkommt.

 

 Weil die Bahn der Erde um die Sonne kein wirklicher Kreis, sondern eine Ellipse ist, weicht die wahre Sonnenzeit von der Mittlleren Sonennzeit ab.

 

An Fabian Sebastian...

Weil die Veränderung der Tageslänge aus einer (angenäherten) Kreisbewegung stammt, folgt sie (annähernd) einer Sinus- bzw. Cosinuskurve. Welche von beiden es sein soll, spielt keine Rolle, es hängt lediglich davon ab, an welchem Datum wir den Nullpunkt annehmen, denn beide Kurven sind gleich und lediglich um 90° oder pi/2 verschoben. Entscheidend ist dabei nämlich, dass beide Kurven in den Bereichen ihrer Extrema, dem Minimum und dem Maximum, recht flach verlaufen, bei den Nullstellen aber am steilsten sind. Die Nullstellen liegen an den beiden Tag- und Nachtgleichen, das Minmum bei der Winter- und das Maximum bei der Sommersonnwende.

Aus diesem Grunde ändert sich nun die Tageslänge um die beiden Äquinoktien,  die Tag- und Nachtgleichen, den Frühling- und den Herbstanfang also, herum recht schnell, um die beiden Sonnwenden, denn Sommer- und den Winteranfang dafür recht wenig.Der Volkmund kennt daher auch den Spruch "An Fabian Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an". Fabian Sebatian ist  am 20. Januar und um diese Zeit beginnt nicht nur der Saft in die Bäume zu steigen, sondern die Tageslänge nimmt auch schon so stark zu, dass es auch jemand merkt, der, wie die Menschen früherer Zeiten, nicht nach dem Minutenzeiger, sondern eher nach den Viertelstundenschlägen der Turmuhr lebt. Jetzt, einen knappen Monat nach der Wintersonnwende ist das vorbei, was ich die "Finstere Zeit" nenne, der Zeitraum von je etwa 4 Wochen vor und nach der Wintersonnwende, die gegen Ende November begonnen hat und während der man kaum eine Veränderung der Tagesläne bemerkt.

Ein anderer Spruch beschreibt die zunehmende Verlängerung der Tageslichtdauer ebenfalls treffend: "Weihnachten um ein' Muckenschritt, Neujahr um ein' Hahnentritt, Dreikönig um ein' Hirschensrung, Lichtmess um ein' ganze Stund'". Je mehr es nun dem astronomischen Frühlingsbeginn, der Tag- und Nachtgleiche, entegegengeht, um so schneller wachsen nun die Tage, bis sich die Zunahme nach dem Äquinoktium dann wieder verlangsamt.

 

 Die Abweichung der Mittleren Sonnenzeit von der Wahren Sonnenzeit kann man feststellen, wenn man die Anzeige einer Sonnenuhr mit der einer mechanischen oder elektronischn Uhr vergleicht. (Bild: Analemma, lizensiert nach cc-by -sa)

 

Entsprechend der Finsteren Zeit um Mittwinter gibt es natürlich auch eine Helle Zeit um den Mittsommer, also die Sommersonnwende: Der Zeitruam von Ende Mai bis etwa zum 20. Juli ist die Zeit der langen Tage. Wenn es mal in den August geht, wird dann wiederum deutlich, dass die Tage wieder kürzer werden, was man um den Herbstanfang am stärksten merkt, bis sich die Veränderung dann auch wieder abschwächt und wir wiederum in die Finstere Zeit eintreten.

 

Mogelnde Sonnenuhren?

Es gibt noch ein weiteres, interessantes Phänomen im Zusammenhang mit dem Jahreslauf der Sonne: Ab der Wintersonnwende sollte die Sonne eigentlich anfangen, wieder früher aufzugehen. Allerdings tut sie das ganz und gar nicht; wie ein Blick in den Kalender zeigt, setzt sich der Trend zum späteren Sonnenaufgang erst noch ein paar Tage fort. Insgesamt werden die Tage aber doch bereits länger, denn das was die Sonne morgens versäumt, holt sie brav am Abend nach, wie der Vergleich von Sonnenauf- und -untergangszeiten zeigt.

Das liegt an der sogenannten Zeitgleichung: Da die Bahn der Erde um die Sonne nicht wirklich ein Kreis, sondern eine Ellipse ist, verschiebt sich der wahre Mittag, also der Meridiandurchgang der Sonne - und damit der ganze Tag -  zweimal im Jahr nach vorne und dann wieder nach hinten. Das sieht man sehr gut, wenn man die Anzeige einer Sonnenuhr mit der einer mechanischen oder elektronischen Uhr vergleicht. Jene zeigt nämlich die wahre, diese die mittlere Sonnenzeit an. Diese Abweichung bezeichnet man als Zeitgleichung, sie kann bis zu mehr als 16 Minuten betragen.

 

 

 

 

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