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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

30. November 2008 7 30 /11 /November /2008 19:41

 Heimwerken ist schon lange groß in Mode, wie man allein schon an den vielen Baumärkten sehen kann, die es überall gibt. Allerdings verwenden Heimwerker hauptsächlich Holzwerkstoffe und vielleicht noch mineralische Baustoffe - aber recht wenig Metall. Das mag daran liegen, dass Holz, Steine, Fliesen und dergleichen es erlauben, mit relativ einfachen und preisgünstigen Hilfsmitteln respektable Ergebnisse zu erzielen: ein selbst gefliestes Badezimmer, ein Dachausbau mit Gipskartonplatten und Holzpaneelen oder ein einfaches aber hübsches Möbelstück sind für jedem einigermaßen geschickten Menschen realistische Projekte und zudem noch nützlich im Alltag. 


Was fängt man mit Metall an?
Das Metall hat es da wesentlich schwerer: Ohne teure Werkzeugmaschinen plagt man sich mit Sägen, Feilen und Biegen ab und erzielt damit Ergebnisse, die vielleicht technisch perfekt sind, jedoch aussehen, wie die Dinge, die ein Mechanikerstift aus der Lehrwerkstatt mit nach Hause bringt. Die Metallbearbeitung, bzw. diejenigen Techniken, die man sich darunter zuerst vorstellt, also Feilen, Sägen, Gewindeschneiden usw., ist demnach - auf den ersten Blick - eher etwas für ausgekochte Hardcorebastler, die vor keiner mechanischen Reparatur an Maschinen in Haus und Garten zurückschrecken, möglichst noch schwer erhältliche Ersatzteile selbst anfertigen und dafür eventuell sogar bereit sind, in professionelle Maschinen wie eine Drehbank oder gar eine Fräsmaschine zu investieren. 


Auch mit einfachen Mitteln möglich: Schmieden & Schlossern
Anders verhält es sich da mit dem Schmieden und Schlossern: Ähnlcih wie bei der Holzbearbeitung lassen sich hier mit recht einfachen und verhältnismäßig preiswerten Mitteln Dinge herstellen, mit denen man Haus und Garten verziert und die oft auch einen praktischen Nutzen haben: Rankhilfen für Pflanzen, Feuereisen für den Grill, Geländer, Gitter, Kerzenleuchter, Gartenwerkzeuge und vieles mehr kann man mit Hammer, Amboss, Esse, Flex und Sigma-Schweißgerät selbst machen. Dabei fängt man mit einfachen Dingen wie einem Feuerhaken oder dergleichen an und arbeitet sich dann zu schwierigeren Dingen, wie Messerklingen oder kunstvollen Fenstergittern vor. Das schöne dabei ist, dass man mit einer recht primitiven Grundausstattung beginnen und im Laufe seiner "Karriere" die Ausrüstung der eigenen Schmiede mit größtenteils selbstgebauten Werkzeugen erweitern kann. Die allermeisten Werzeuge des Schmiedes sind nämlich ihrerseits selbst geschmiedet oder geschlossert. 


Was das Schmieden uns persönlich bringt
Metalllehrlinge müssen im Rahmen ihrer Ausbildung auch heute noch fleiss;ig feilen. Dabei üben sie nicht nur den Umgang mit den Messzeugen, sondern lernen auch den Werkstoff kennen, entwickeln ein Gefühl für seine Eigenschaften. Auch das Schmieden bietet diesen direkten Kontakt zum Werkstoff; zudem ist es eine sehr ursprüngliche Form der Metallbearbeitung, welche die faszinierende Urkraft des Feuers nutzt, mit dem wir in unserer modernen Welt kaum noch direkt in Berührung kommen. Das geht uns ganz offensichtlich ein gut Stück weit ab, sonst hätten wir nicht soviel Freude am Grillen und würden nicht so gerne am Lagerfeuer oder am offenen Kamin sitzen. 
 Wie beim Arbeiten mit Holz und mineralischen Baustoffen, kann man beim Schmieden eigene Ideen in den Werkstoff umsetzen, erlebt, wie etwas materielle Gestalt annimmt, das man zuvor in seiner Vorstellung geschaffen hat. Dazu kommt, dass man sich körperlich betätigt, was mancher von uns bitter nötig hat, da er, so wie ich meistens auch, im Beruf nicht körperlich arbeiten muss. Schmieden ist anstrengend, wie jeder, der sonst nur 
hinterm Schreibtisch sitzt, am Anfang merken wird. Es ist keine Schande, wenn man zunächst nicht lange an einem Stück am Amboss durchhält. Man wird jedoch merken, dass man mit jedem Mal ein wenig läger schmieden kann, weil man zum einen technisch besser wird und leichter arbeitet, zum anderen aber die Muskeln auf die neuartige Belastung reagieren und kräftiger werden. 


Wo lernt man Schmieden?
Wer einen Metallberuf erlernt hat und bereits mit dem kalten und warmen Biegen, dem Bleichtreiben und ähnlichen Dingen vertraut ist, kann sich das Schmieden eventuell selbst beibringen. Ganz fein ist der raus, der im Rahmen seiner Ausbildung ein wenig schmieden durfte, was eigentlich zu jedem Metallberuf gehört, heute leider jedoch aus der Mode gekommen ist. 
Es gibt bei YouTube auch ein Menge Videos über das Schmieden, wobei aber ein großer Teil leider auf Englisch ist. Wer diese Sprache einigermaßen versteht, hat also einen gewissen Vorteil, wobei man aber meist auch aus den Bildern allein schon eine Menge lernen kann. Es gibt auch eine Menge Bücher und Websites zu diesem Thema. Ganz sicher lohnt es sich, einen Schmiedekurs zu besuchen. Es gibt sogar Kurse für Leute, die vorher überhaupt noch nichts mit Metall am Hut hatten und das auch noch an den unterschiedlichsten Orten, so dass sich eigentlich immer etwas geeignetes eingermaßen in der Nähe finden lassen müsste. 
Übrigens setze ich persönlich das Schmieden auch gerne in meinen Metallbearbeitungslehrgängen für Arbeitslose ein, zumindest da, wo es von den Gegebenheiten her machbar ist. Zum einen aus den oben bereits erwähnten pädagogischen Gründen, zum anderen aber auch, um meine Lehrgänge ein wenig aufzulockern, denn Schmieden macht eben ganz einfach auch Spaß... 
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Published by Fokko - in Schmieden
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